Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 52 (27.12.1865)
- Date
- 1865-12-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2447193-2447244--03942-2459370- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
780 ast die doppelte Zahl" (der Stunden) Anzahl? konsumirte. „Dagegen läßt sich erwidern:" S. w. h.: darauf läßt w. „Der zeitgemäß gebildete Lehrer ist Pädagog und solch . . . Schulledcn kann nnt seinen Grundsätzen, Wissen und Gewissen nicht in . . . Einklang gebracht werden." Gut, nur hat der Herr Pädagog seine Grundsätze und sein Wissen und Gewissen allzusehr mit einander in Einklang zu bringen gesucht, da er den Plural „mit seinen" auf alle zusammen bezieht. Oder ist dem Herrn Pädagogen eine Mehrzahl von „Gewissen" rc. bei einem und demselben Pädagogen bekannt? Ferner: „Und lebt der Jude ... so beschränkt, als seine Vorfohren?" S. w. h.: Und lebt ... so beschränkt, wie . . . gelebt haben. Uebrigens ist's ein wahres Prachtstück von Argument. Ferner: „Der Lehrer (in der alten Schule nämlich) erlaubte sich während der Unterrichtszeit mit Privatai geliMiiheiten zu beschäftigen." — Kann lein; a-er gewiß erlaubte er es sich nicht, in ein für gebi te Leute bestimmtes Blatt so viele Fehler hincinMchrejbkrr. — Ferner: „Sonderbar muß cs nun Gingen, wenn ein Rabbiner es für eine ungerechtfertigte Klage hält, daß die Kinder der jüd. Volksschule keine . . . Kemitniß besitzen." Weiß Herr W. was eine doppelte Lernurmng bedeutet? — Seite 6, Spalte 1 in dcms. Art.: ... es bedarf keines andern Motivs, solche Klagen als unerheblich zu widerlegen. S. w. h.: um solche . . als . . . abzuweisen. Ferner: „Die Volksschule kann unmöglich mit solchen Leistungen überbürdet werden." Ei, bei Leibe nicht, auch nicht mit solchen Forderungen. — Ferner: „Das sind nur Illusionen, aber keineswegs praktisch ausführbar." S. w. h.: . . . ausführbare; ab^r wer hat noch von praktisch ausführbaren Illusionen sprechen gehört? — Wer fremde Wörter nicht u gebrauchen versteht, der lasse sie ganz weg und erlege sich lieber ans das Studium der deutschen Sprachconstrnctiou. „Heise," „Decker," „Heinsius," „Binde," snb hüsür empfehlenswert!). — Seite 7, Spalte 1 in dem Der Anschauungsunterricht . . . von I-Rosenn.cycr: „... lagen wir cs unfern Schulvorständen . . . daß, je besser der Lehrer diese ersten Hebungen zu g»bcn versteht, ein desto größerer Meister an ihn die Schule hat." In Gottes Namen! Nur sagen wir l. 'ber in richtigem Deut ch: daß... einen desto groß e r n Meister an i h m die Schule habe.— Genug des une: qui/lick. n Geschäftes! Möge die löbl. Nedaction ors „j. Sch. B." es sich gesagt sein lasten, daß man, ' beste.., redlichst gemeinten Vorsatze — wenn man nicht sehr auf der Hut ist — ehe man si'ch's verficht ein n'dw" werden könne; daß der besonders „blühende" Artikel des Herrn W. z. B., der dem „friedlichen" „j. Sch. B." eine PerMage der Gemeinden und Rabbinen, als erste Botschaft in den Mund legt ganz wie der Vorbote eines solchen „ki'dw" aussehe — und daß sich rm „j. Sch. B." PerMage überhaupt, und nun gar in so ungeschickt plumper Fassung, wie sie H. W. eigen ist — herzlich schlecht ausnimmt. — Möge der „j. Sch. B." durch tüchtige jüdische Kraft., an denen es ihm, — wie ich es seinem „Briefkorb" entnehmen zu können glaube — nicht fehlen dürste, in den späte,n Nummern gut machen lasten, was die erste Nummer verdorben hat. Uebrigens wünsche ich dem Blatte, wenn cs sich fortan an sein Versprechen hält: kein zu werden, das beste, glücklichste Gedeihen. N. England. London. Herr Oppert, Professor des Sanöcrit an der äcole cke8 lsvAues orientales in Paris, der sich durch seine assyrrologischen Arbeiten einen großen Nus erworben hat, begab sich während der jüngsten Hcrbsiserien in das hiesige Lrilttü Nussnm, um die keilförmigen Inschriften, welche dieses Etablissement besitzt, zu studiren. Unter den Ergebnissen dieser Arbeit sind die Entzifferung der Namen der assyrischen Monate, die mit den Hebräischen zur Zeit des zweiten Tempels viel Ähnlichkeit haben, besonders hervorzuheben. Unter Andern, hat Herr Oppert in der Auszeichnung eines Königs, dessen Annalen in den Obelisk des Nimrod eingehancn sind, und den man allgemein Salmanasser III. nennt, die Worte ^.ebaddu Kirelai, d. h. Achab. König von Israel, entziffert, als den Namen eines Fürsten, der nach jener Inschrift, über Palästina im sechsten Jahre dieses assyrischen Königs rcgttrt hab«'n soll. Diese Eoncordanz der Daten und die Genauigkeit in Bezug auf den Namen des Königs und seines Landes, sind schwer zu entziffern gewesen. Ferner heißt es dort, daß dieser Salmanasser, welcher 30 Jahre lang regiert bat, Geschenke von Jehu, den man unrichtigerweise den Soh.t Omris genannt, erhalten habe. Mit Hasael aber, dem Könige von Syrien, habe Jehu Krieg geführt. Diese drei letzten Kenigsnamcn sind schon im Jahre 1851 entdeckt worden. Nach dem Buche der Könige liegen dreizehn Jahre zwischen dem Tode AchabS und dem Regierungsantritte des Jehu. In die Zwischenzeit fällt die Regierung des Hasael. Diese neuen Thatsachen, die wir von den Assyrern erfahren, stimmen mit den Angaben der Bibel überein. (A. Z.) Hier;» zwei Beilage«. Verantwortliche Redaction: 1-r. Lehmann. — Ber'.ag der Le Roux^chen Hosbuchhandlung. — DampsiSchnellprestendruck von I. Sott»leben in Mainz.