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Der Israelit · 1865-12-06 · Heft 49 (6.12.1865) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 49 (6.12.1865)
Date
1865-12-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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725 haß sein Schild wie David's Schild behüte den, welcher kämpft für Wahrheit und Recht! Das walte Gott! Die Juden zu Mainz im Mittelalter. (Fortsetzung.) XIV. R. Simon Ha-Gadol. — R. Jehuda ha- Cohen. — R. Elieser Ha-Gadol. Die beiden Collegen von R. Gerschom waren R. Simon Ha-Gadol und N. Jehuda ha-Cohen; der Eine war älter und der Andere jünger als er. R. Simon den Jsaae ben Abon aus Mans in Frankreich hatte einen bedeutenden Namen als neuhebräischer Dichter, oder Paetan, Talmudist und Agadaforscher. Er verfaßte eine große Anzahl von liturgischen Liedern, die den kalirischen Mustern nachgebildet sind; gleich Kalir's Sprache ist auch die seinige hart und wenig elegant. Ebenso nach Kalirs Weile aus der agadischen Literatur, den Stoff seiner poetischen Kompositionen entnommen, machte auch seine Erzeugnisse dunkel und schwer zu verstehen. Wie wir bereits bemerkt haben, richtete er rabbinische Anfragen an R. Meschullam in Spanien, ein Beweis, daß R. Simon schon in der Jugendzeit R. Gerschom's mit einem Manne wie R. Meschullam correspondiren konnte. Auch starb er, ne ch dem Berichte R. Joseph Louans, genannt Joselman Rosheim, lar ge vor R. Gerschom, nämlich im Jahre 775, d. i. 1015. Was im Seder Ha-Dorot S. 52 von seinem Sterbejahre erzählt wird, ist eine Fabel. R. Jehuda ha-Cohen gehörte zu den wenigen der alten Mainzer Gelehrten, deren Schriften sich erhalten haben. Er war der jüngere College N. Gerschom's und starb urr^s Jahr 1036. Er wird oft als Autorität von den Gesetzlehrern angeführt, und Mainz hatte aus hoher Achtung für seine Lehren Manches von ihm in seinem Ritus ausgenommen. So z. B. schrieb R. Meschullam ben Moses aus Mainz an seinen Bruder Nehemias, der ihn über die Haftara am Neumond des Monats Tebet, wenn er auf den Samstag fallt, fragte: „Wir finden in den Halachot Pelukot, daß man: Juble und freue dich (Zacharia 2, 14) vorträgt, aber in unserm Orte (in Mainz) ist gebräuchlich die Haftara vom Neumond (Jesoia 66) herzusagen, zur Ehre des R. Jehuda ha- Cohcn dem Aelteren, der es so lehrte, und wir beachten den Spruch: wo der Baum gefallen, dort sollen seine Früchte sich vorfinden." Siehe Seser ha- Pardes, constantinopolitanische Ausgabe, S. 60 Col. 4. blllN 11212 n"22) 2'12S.2v 1'22w N1P1OS 212^.22 NMQ* 2'vvn^ V7I2 WV1PV2 -2tt '222 (2202 2l'.2^7 .p ,221.21V 1P1.2 j.222 .221.2' 12'22 12122 '22Q I2"2 ^V2 i'rii2'S i'.2' vw pp.2 ^IS'IV I2ipr22:;!? iQ"pi. Vergl. Or Serua 212122.21 O'IPIQ 2U'2P 22^.2 Nr. 394. Seine Zeitgenoffen jedoch hatten weniger Achtung für ihn, und namentlich war R. Elieser Ha-Gadol ein Gegner einiger seiner Ritualbescheiden, wie aus dem Seser Ha-Pardes, S. 49, zu ersehen ist. Als er nämlich beim Tod des R. Jekutiel seinem Enkel R. Meschullam die Trauergebräuche für ihn zu halten gebot, ließ es R. Elieser Ha-Gadol nicht zu, und behauptete, daß Kindeskinder keine Trauerceremonien für ihre Großeltern zu beobachten hätten. Dieser R. Elieser Ha-Gadol ist R. Elieser ben Jsaac, ein Verwandter des R. Simon Ha-Gadol. Nach einem Berichte des R. Elasar aus Worms, abgedruckt im .2222^ r^2LQ, Seite 14 b., starb R. Jsaac, Vater des R. Elieser Ha-Gadol sehr frühe, während er noch sehr jung war. Da nahm ibn R. Simon in sein Haus, erzog ihn und ertheilte ihm Unterricht im Talmud, er und N. Gerschom „die Leuchte der Zerstreuten". Auch R. Jehuda ha-Cohen soll ihn, erwähntem Berichte zufolge, unterrichtet haben, was aber nach obiger Erzählung nicht gut denkbar ist, denn N. Elieser wäre nie gegen einen seiner Lehrer so aufgetreten, wie er es beim Tode des R. Jekutiel gegen R. Jehuda Ihat. Dem sei wie ihm wolle, so war R. Elieser Ha- Gadol ein ausgezeichneter Gesetzlehrer, voller Talmudkenntniffe. Aus seinem Lehrhause ging der berühmte R. Jsaac ben Jehuda hervor, der glorreiche Lehrer Raschi's. Siehe Seser Ha-Pardes, Seite 42: 21V2 2212' 22 P2L' 12'221 »12X'1V21 2'2ll1X 2212 2'2lV2 1'Q' b2 1228 2ip'^r< '22 12^. Naschi führt ihn unter dem Namen „R. Elieser Gaon ben Jsaac" in seinen Commentarien, Psalmen 76,11, Job 24, 6, Pesachim 76b. an. Tosafot, Sabbat 54 b, nennt ihn Lehrer Naschi's, wahrscheinlich weil er der Lehrer seines Lehrers war. Uebrigens scheint R. Elieser wenig geschrieben zu haben, und alles, was man von seiner Lehre weiß, beruht auf mündlichen Mittheilungen feiner Schüler und Zeitgenoffen. Er starb zu Mainz ruws Jahr 1040 und hmterließ einen gekehrten Sohn, der wie fein Großvater, R. Jsaac, hieß. Unter den Schülern R. Elieser ben Jsaac's verdient auch R. Jsaac ben Menachem erwähnt zu werden, von dem noch eine handschriftliche Rechtsfrage nebst der Antwort seines Lehrers vorhanden ist. Siehe 2Li« N'2, von S. D. Luzzatto, Seite 56 5. Außer Raschi citirt auch R. Jofeph Kara in seinem Commenlar zu Job 30, 4 unfern R. Elieser ben Jsaac Ha- Gadol. Bezüglich seines Schülers Jsaac ben Menachem bemerken wir, daß er ein Franzose war, in

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