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Der Israelit · 1865-11-22 · Heft 47 (22.11.1865) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 47 (22.11.1865)
Date
1865-11-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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702 vilegien, deren sich leine nunmehrigen Ranggenoffen hier zu erfreuen haben, ein um so schöneres Zeugniß von der liberalen Gesinnung des Kaisers ist. Herr Schwabacher ist aus Oberndorf, k. württemb. Oberamts Neeresheim. Australien. Gidoey. Am 23. Juli hielten die Unternehmer der hiesigen jüdischen Schule eine Generalversammlung ab, in der das Budget für das kommende Jahr besprochen und der Rechenschaftsbericht vom vorigen Schuljahre vorgelegt wurde. Sehr befriedigend sind die bereits erzielten Resultate. Die Schule hat nun auch für Mädchen besondere Klaffen eröffnet und mit der Anstatt eine besondere Sabbatschule verbunden. Die Schülerzahl nimmt täglich zu. Das jährliche Budget beläuft sich jetzt schon auf 3300 fl. Die jüngst abgehaltene öffentliche Prüfung lieferte die erfreulichsten Resultate. (Sidney Empire.) Feuilleton. Wjhs bkn Wss sls ZachülMr Isrskls vor Mkülidkr, drm Wkkdvnikr/) Von /U. Vei»UI»n Zur Zeit Alexanders, des MacedonierS, kamen die Söhne Jsmaels, um mit Israel über das Recht der Erstgeburt zu streiten. Zu ihnen gesellten sich zwei bösgesinnte kananitische und ägyptische Geschlechter. „Wer soll hingehen," sprachen da die Weisen, „und gegen sie unsere Sache vertreten?" — „Ich will hingehen," sagte ein Tempelwächter, mit Namen Gebiha ben Pesisa, „und will mit ihnen rechten." — „Hab Acht," sagte man zu ihm, „daß ihnen das Land nicht zugesprochen wird!" — „Ich gehe und rechte mit ihnen," versetzte Gebiha; „besiege ich sie, gut! werde ich aber von ihnen besiegt, so möget Ihr sagen: Wie kommt dieser Höcker dazu, unser Anwalt zu sein!" — Gebiha heißt nämlich nicht nur Höcker, sondern Gebiha hatte auch einen Höcker. — Gebiha ging also hin. — Sanhedr. 91, — Megil. Taanith per. 3. — Ber. rab. par. 61. Jalkut Ber. Cap. 25 (daselbst heißt er: Gabi« ben kofein). S. auch Juchastn S. 7, ». und 64, s, sowie Aruck s. v. Gabi«. — Gebiha ben Pesisa war es auch, der einem Läugner der Fortdauer das sinnige Wort zurück gab: „Was noch nicht war, das wird, und was geworden, das sollte aushören zu sein!" — (Sanhedr. a. a. O.) „Wer," frug Alexander, als beide Parteien vor ihm erschienen, „wer ist Kläger?" — „Wir," antworteten die Ismaeliten, „wir sind die Kläger und machen Anforderung an sie und wollen auS ihrem eigenen Gesetze die Gerechtigkeit unserer Forderung darthun. In ihrem Gesetze heißt es: 2) „ „Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine, die er liebt, und eine, die er haßt, und beide ihm Söhne gebären, die geliebte und die gehaßte, der erstgeborene Sohn aber der der verhaßten ist, so kann er an dem Tage, wo er seinen Kindern sein Besitzthum vererben will, den Sohn der geliebten vor dem erstgeborenen Sohne der verhaßten nicht zum Erstgeborenen machen, sondern er muß als Erstgeborenen den Sohn der verhaßten anerkennen, und ihm von Allem, was sich ihm vorstndet, einen zweifachen Antheil geben. Er ist der Erstling ihm gebührt das Recht der Erstgeburt." — So spricht ihr eignes Gesetzbuch, und mit Recht fordert Jsmael einen zweifachen Antheil." — „Mein Herr und König!" entgegnete Gebiha ben Pesisa, „kann ein Vater unter seinen Kindern nicht nach seinem eigenen Gutdünken schalten?" — „So ist es," sagte Alexander. — „Nun denn," sprach Gebiha, „es steht ausdrücklich geschrieben: „„Und Abraham schenkte all das Seine dem Isaak."" — „Wo aber," frug Alexander, „ist die schriftliche Urkunde daß auch den übrigen Söhnen ihr Antheil geworden ist?" — „Auch diese findet sich vor," sagte Gebiha; „eS heißt ferner: „„Den Söhnen seiner Nebenfrauen gab Abraham Geschenke und schickte sie von seinem Sohne Isaak, noch bei seinem Leben, hinweg gegen Sonnenaufgang, in daS Morgenland."" — Beschämt entfernten sich die Söhne Jsmaels. — Jetzt traten die Kananiten vor und sprachen: „Gestützt auf ihr eignes Gesetzbuch treten wir gegen sie auf. Stets heißt es daselbst. „„Das Land Kanaan, nach dem Lande Kanaan, im Lande Kanaan,"" nun, so mögen sie uns unser Land herausgeben, wir sind die Nachkommen Kanaans." — „Mein Herr und König!" erwiederte Gebiha, „darf ein Herr nicht mit seinem Sklaven verfahren ganz nach seinem Willen?" — „Freilich," sagte Alexander. — „Nun," sagte Gebiha, „essteht geschrieben: „„Verflucht sei,"" sprach Noa, „„Kanaan! ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern!"" das Land gehört uns, sie aber sind die Knechte meines Herrn und Königs." — Auch die Kananiter gingen beschämt von dannen. — Am letzten traten die Aegypter vor und sprachen: 2) 5. B. M. 21, 15—17. — ') 1. B. M. 25. 5. — «j das. 25. 6. — 1. B. M. 9, 25. —

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