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Der Israelit · 1865-11-22 · Heft 47 (22.11.1865) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 47 (22.11.1865)
Date
1865-11-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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6S3 Undank und Tadel, gesprochen. Bin daher in dieser Frage (nach der beruhigenden Belehrung des Anfg.) der so großen Verantwortung des ledig. Pie folgenden Aufsätze wollen sich streng mit den vorliegenden Verhältnissen und den-um Verständnisse derselben nothwendigen Prämissen beschäftigen, d. h. mit den äußern Verhältnissen der Jeschiboth und Ermöglichung und Erstarkung derselben, und werden sich daher folgenden Betrachtungen hingeben: 1) Schilderung der Entstehung der Jeschiboth und die allgemeine äußere Lebensweise der Jünger auf den gegenwärtigen größer» (denn nur mit dieser haben wir es zu thun, übrigens ist es ivutatis wulauäis bei kleinern ganz ebenso). 2) Höchst dringliche Vorschläge, wie diese Jeschiboth auch ferner ohne offenbare göttliche Wunder, d. h. ohne Übertretung des Verbotes n-r nicht nur ferner bestehen, sondern fich auch vermehren können. 3) Nachweis, daß diese Vorschläge nicht etwa ideale Hirngespinste seien, sondern von unfern hierin (wenn auch nicht im Eisenbahnen- und Telegraphenwesen) viel finnigeren und idealeren, viel mehr organisatorischen Alten schon oft ausgeführt, ja in großen Kreisen bis auf den heutigen Tag realisirt werden, wodurch Unglaubliches geleistet wird. 4) Nachweis, daß mit gleichen Mitteln und Anstrengungen auch in Deutschland die Jeschiboth wieder aufgerichtet werden können, wovon die Fortexistenz der Orthodoxie daselbst einzig und allein abhängt. B. CH. *) veröffentlicht, wie ich höre, in den letz- *) Anm. sä voeew B. CH. folgendes: Herr Zipfer in Rechnitz schreibt, wie mein mir sagte, in jenem Blatte, mehrere Mitglieder seiner Gemeinde hätten mir Gelder zur Uebersendung nach Palästina zugesendet, dasselbe sei aber, laut Schreiben aller Vorsteher des Kolel Haperuschim, denselben nicht zugekommen. Da Herr Z., ohne sich eist hierüber bei mir erkundigt zu haben, vor die Oesfrntlickkeit tritt, so muß ich annehmen, daß dies auf eine Verdächtigung abgesehen ist. Meine Ehre gebietet mir daher, hier mitzuthetlen, daß diese Verdächtigung eine schmähliche Täuschung des Publikums beabsichtigt. Die Adresse, an welche unsere Unterflützungsgeldrr für Palästina abgehen, ist nämlich, wie jeder Ungarische und Oesterreichische Rabbiner seit 3 Jahren weiß und Herr Z. ganz ebenso, nicht der Kolel Haperuschim, sondern die ungarisch-böhmisch-mährische Gemeinde, an welche selbstverständlich auch diese Gaben abgegangen und laut Quittung angekommen find. Die Beurtheilung solcher tendenziösen Irreleitung deS Publikims überlasse dem Leser selbst. Bei dieser Gelegenheit bemerke ich für diejenigen Leser in Ungarn, welche mir ihre '"st Gelder zusenden, daß ich durch erst neulich wiederholt erfahrene Pprtoanstände die früher unter Couvert geschickten Quittungen im Interesse der '"8 Caffe bei ganz kleinen Beträgen zuruckhalte, bis mir außerdem Gelegenhlit geboten wird, denselben zu schreiben und die bis dahin aufgehobenen Quittungen mttzusenden. Quittungen von etrca 10 st. und darüber werden sofort zugesendrt; ich glaube hierin ganz dem lijN zu entsprechen. ten Nummern das Pesther Elaborat betreffende Documente. Welche Hintergedanken die Redaction mit dieser Promulgation verbindet, ist uns ebenso unbekannt wie gleichgiltig. Ob dieser „schätzbare Entwurf", wie so vieles Andere, aä Arsevao ealeLäss weggelegt und Bente der Archivwürmer werden soll, oder ob derselbe eine Zukunft hat und von der göttlichen Vorsehung in's reale Dasein gesetzt zu werden bestimmt ist; dies weiß heutzutage vielleicht Niemand, am wenigsten ein so Uneingeweihter, wie Schreiber dieses. Ueberlafsen wir daher den Verlauf der Entwickelung der schützenden Hand des himmlischen Vaters 'm'w' ->viw sw" -chi Sehen wir von diesen „ hochauffliegenden Plänen" ab und halten wir uns streng an die gegenwärtigen Verhältnisse, die wir jetzt detailliren wollen, nachdem wir eine möglichst kurz gefaßte Geschichte derselben vorausgeschickt. (Forsetzung folgt.) HeitrrngSnochrichten rrnd Correspondenzen. Deutschland. Mainz, den 17. Nov. Gestern, Donnerstag, wurde hier von vielen Mitgliedern der israel. Religionsgesellschaft, zu Gunsten unserer von Krankheit und Hungersnoth hartbsdrängten Glaubensgenossen in der heiligen Stadt Jerusalem, ein Fast- und Bettag abgehatten. Um 2 Uhr Nachmittags versammelten sich die Fastenden in der Synagoge, um ganz Tehillim zu sagen und dann für die Nothleidenden zu beten; später wurde svp cw abgehalten, und da bedeutend mehr als O'ipriv ri-,np i'iv anwesend waren, der für den Fasttag bestimmte Thora - Abschnitt verlesen. Da es nach vollständig Nacht geworden, so schloß die Feier mit — Möchte fich überall, wie hier, mit materieller Hilfe auch das Gebet vereinen, damit das Erbarmen des Allgütigen fich bald mächtig zeige und damit auch r«n, die Liebe zu Jerusalem in unseren Herzen immer festere Wurzeln schlage — si'L- — Büdingen, 12. November. Nachdem Großherzogliche Oberstudien-Direktion zu Darmstadt mir die Conceffion zur Errichtung eines Handels-Lehr-Instituts dahier unterm 6. September c. gnädigst erthtzilt hatte, von mir die nöthigen Lehrkräfte acquirirt worden waren, eröffnet« ich dasselbe am 23. Oktober, mittelst eines öffentliche» Rede- und Weiheaktes. Einer vorausgegangenen Einladung sämmtlicher Honoralionen sowie des Bürgerstandes und der Eltern der Zöglinge dahier zufolge, vertrat das erschienene

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