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Der Israelit · 1865-10-04 · Heft 40-41 (4.10.1865) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 40-41 (4.10.1865)
Date
1865-10-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
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587 Wohl Euch, die Ihr es verstanden habet, Euch solche Monumente zu setzen, wodurch Ihr einst von Kindern, Kindeskindern und den spatesten Nachkommen mit Segen überhäuft und in unverlöschlichem Andenken stehen werdet! W - g. In Tewesvar wurde am 19. d. M. die Einweihung des neuen israelitischen Tempels vorgenommen, zu welcher Feierlichkeit die Generalität und das Osfiziercorps mit dem Stellvertreter des commandirenden Generals, Herrn FML. Ritter von Mertens, an der Spitze, der Beamtenkörper des Comitates mit dem neuernannten Obergespan Herrn Ignaz Murany, der Magistrat mit dem Herrn Bürgermeister Weigl, so wie zahlreiche Honorationen der Stadt nebst den Mitgliedern der israelitischen Gemeindevertretung sich eingefunden hatten. Nachdem die Widmungsurkunde in die Höhlung des Schlußsteines gelegt werden war, erfolgte durch den Herrn FML. von Mertens die Legung des Schlußsteines mittelst der üblichen drei Schläge mit dem Hammer. Der Herr Obergespan v. Muranyi betonte bei dieser Gelegenheit die drei Hauptbedingungen geselliger und staatlicher Ordnung: Glauben, Gesetz und Vaterland, und schloß seine Ansprache mit dem frommen Wunsche für das Heil Sr. Majestät des Kaisers und des Vaterlandes, worauf lebhaft Elsens folgten. (W. Z.) Italien. Ferara. Marchese Stragzi erbot sich bei einem betreffenden Comitö zwei scrophulöse Kinder auf seine Kosten in ein Hospital au der Küste zu schicken. Als unumgängliche Bedingung stellte er fest, daß eines der kleinen Patienten ein jüdisches Kind sein müsse. Gewiß ein schlagender Beweis für die tolerante Gesinnung der italienischen Bevölkerung; besonders in einer Stadt in der noch vor wenigen Jahren die päpstliche Regierung mit allen ihren Ausnahmsgesetzen gegen die Juden schaltete. Frankreich. HZaris. Im Jahre 1862, wurde auf Anregung des ehrwürdigen Professors Munk von der Akademie der Inschriften und schönen Künste ein Preis von 8000 Francs demjenigen zugesichert, der über die Geographie, Topographie, und Geschichte Palestinas die beste Sammlung diesbezüglicher Data einreichen würde, die jedoch nur aus Werken, die der jüdischen Tradition angehören (Talmud Midraschim) entnommen sein dürfen. Da bis jetzt nur eine einzige Composition eingesandt wurde, so ist die aus das Jahr 1865 bestimmte Preisvertheilung auf den 1. Januar 1867 anberaumt. Dem „Journal de Belfort" entnehmen wir folgende Notiz: Unser Stadtrath hat sich durch geheime Abstimmung ergänzt, dadurch daß, die neuen Mitglieder Baize und Lehmann in denselben ausgenommen worden sind. Diese Wahlen waren durch einen Erlaß vom 22. und 23. Juli d. Js. bekannt gemacht worden, zu welcher Zeit die Wahlstimmen beider Kandidaten ungefähr die absolute Majorität erlangt hatten. Bei der zweiten Abstimmung war die Wahlurne weniger belagert, als bei der ersten. Herr Lehmann ist Jsraelite *). Es ist dieses das erste Mal, daß die Wähler ein Beispiel der Toleranz ablegen, indem sie in den Stadtrath den Repräsentanten eines CultuS wählen, der in unserer Stadt so zahlreiche Anhänger hat. England. London, 23. Sept Alderman Phillips, jüdischer Religion, ist zum Lord Major von London für'S nächste Jahr ernannt worden. Amerika. Wir brachten jüngst einen Auszug aus einer Rede, die Herr Rabbiner Jsaacs, bei der Eröffnung einer Religionsschule in New-Pork, hielt. Zu unserer größten Freude entnehmen mir den amerikanischen und engl. Zeitungen, daß diese Anstalt bereits 3000 Schüler zählt. Jedenfalls ein Beweis für den religiösen Sinn unserer Glaubensgenossen in Amerika. FerrrLletvu. Gedenket der Lehre Mösts! (Zum Tag der Gesetzesfreude.) Von Als Moses in den Himmel stieg, die Thora Herabzuholen für sein Volk, da sprachen Die Engel Gottes: „Herr der Welt! Was soll Der Erdensohn, der Mensch, in unsrer Mitte? — Was hat zu schaffen hier, der Weibgeborne!" — „Er ist gekommen," gab der Herr zur Antwort „Die Thora sich zu holen, für sein Volk." — „O Herr der Welt!" erwiderten die Engel, „Das Kleurod, daß Du lange vor der Schöpfung Schon Tausende von Jahren ausbewahrt, Das willst Du einem Menschen jetzo geben! Willst einem Wesen hin es geben, das, Von Fleisch und Blut, vergänglich, sterblich ist! — *) Einer unserer Abonnenten fügt in einer an uns gerichteten Zuschrift hinzu, daß Hrrr L. ein Sohn des dortigen ehrwürdigen Rabbinen sei. ,__ i) MMchrH. 22. - Aach JäNut tehilim zu Ps. — Sabbat 88, d. — 89. —

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