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Der Israelit · 1865-09-06 · Heft 36 (6.9.1865) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 36 (6.9.1865)
Date
1865-09-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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507 Gauen Deutschlands wird von unserer edlen, wohlwollenden und liberalen Regierung -sehr gern gesehen und gefördert. Von dem bedeutend wachsenden Schifffahrt^ verkehre mit den nordeuropäischen Staaten, von der Vermehrung der Ersenbahnzüge nach allen Richtungen wie von der bald eintretenden Gewerbefreiheit — mehrere Zünfte sind bereits aufgehoben, — steht auch ein gedeihliches Aufblühen unserer Gemeinde durch Gottes Beistand in naher Aussicht. Lübeck, 28. Ab 5625. Unsere neue Gemeinde- Ordnung IHM die Verwaltung in 3 Collegien: I Schul-, II Cultus- und III Armencollegium. Einen Beweis, daß wir die darin erstrebte Befestigung des religiösen Sinnes nicht bei Worten und Phrasen bewenden lassen, liefern die eifrigen Bestrebungen unserer die dem Armen - Collegium prästdiren. Nachdem durch diese geschätzten Blätter der Nothruf aus dem hl. Lande bekannt geworden, und am gestrigen das herzerschütternde Leiden als nachhaltige Mahnung an und noch aus r<7 zu uns redend uns in der Synagoge mit der Bitte um schleunige Hülfleistung vorgeführt wurde, besorgten heute dieselben Vorstandsmitglieder mit dem Localpfleger für in eigener Person die Collecte in der Gemeinde, welche trotz mehrfacher zur Zeit sehr drängender Gemeindebedürfnisse (wie Neubau einer Synagoge, eines Schulhauses, Gründung eines Fonds für rc.) theilnahmsvoll und bereitwillig 'Ob reichlich spendete, so daß außer 37 Thlr., die bereits an Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner '"xi 8'L'i in Altona und an die Nedaction des „Israelit" abgesandt sind, morgen O'"r< die Summe von 50 Thlrn. an die verehrt, '"ni O'NO) in Halberstadt und der Ertrag der fortgesetzten Sammlung demnächst nachgesandt wird. Möge bald sich erfüllen: Jes. 52, 9. 1OP OM 'O 'w: M2O. Preußen. Jarocin, 24. August. Wenngleich öffentliche Berichte über die hiesige Gemeinde selten sind, so darf sie dennoch zu denen gezählt werden, die in Liebe zu Gott und dem Glauben unserer Väter viel des Guten wirken und trotz der modernen Halbheiten vieler Gemeinden, ohne Schwanken, für eine, wahre Religiösität fördernde Zukunft sorgen. Sie zählt 110 Familien, darunter der Art allgemein Geachtete, daß unter 9 Stadtverordneten 4 Milche gewählt sind, die des Spruches: -ppn stets eingedenk sind. Seit einigen Jahren hat die Gemeinde t) ein maffives Korporations-Gebäude gekauft, 2) einen solchen ->m um das O"N,-> ri'O gemacht, 3) eine massive.'npv mit Dampfapparat, 4) ein eben solches V-man das Vielen als nicht zeitgemäß erschien, erbaut und 5) wird gegenwärtig die Frauen - Synagoge erweitert, und das Alles nur O'Ow OL?b, da hier keine besonders reichen Leute wohnen. Der religiöse Israelit dringt, so schwer es ihm auch wird, freudig Opfer dar, wo es gilt, sein Heiligthum zu wahren. Besonderes Verdienst um das Gemeindewesen haben die intelligenten Mitglieder der Bau-Commission, bestehend aus den Herren Korporations-Vorsteher M. Goldring, I. Pietrkowski, L. Joachimezyk und D. Lasker, von welchen die ersten drei auch Stadtverordnete sind. Die hiesigen Armen erhalten verhältnißmäßig aus der Corporations- und Kämmerei-Lasse monatliche Unterstützung, die auch würdigen, alten und kranken Durchreisenden zu Theil wird. So hat der Aufruf des Amsterdamer Cornit«'-'s im Israelit sofort nicht nur eine Collecte veranlaßt, die den beigehenden Betrag von 15 Thlr. brachte, zu welchem auch meine Schulkinder mitleidig gern beisteuerten ^2, sondern es ist auch gelungen, die angrenzenden Gemeinden: Zerkow, Borek und Koz'min zu gleicher That anzuregen, deren Erfolg hoffentlich ein günstiger sein wird. Nur einen dringenden Wunsch haben wir, welchen Gott erfüllen wolle, nämlich, daß wir einen tüchtigtzn, frommen Rabbiner, einen MO 8N2n rivx n'n an die Spitze unserer Gemeinde bekämen, der einen befriedigenden Vortrag zu halten im Stande sei — pm Op p7i2. — Er würde bei sorgenfreier Existenz ein urbares Feld bei Jung und Alt finden. r<bO' OO)Ob OOlbplvO! I. Korn. erster Lehrer an der jüdischen Schule hier. Altona. (N->1OOO7l) b'p »O'OO'V ->'27 chp 182^ Auch in hiesiger Stadt hat der in Nr. 33 Ihres geschätzten Blattes ergangene Aufruf in Angelegenheit unserer nothleidenden Brüder 7W17P71, besonders Ihre eindringliche Nachschrift, großen Eindruck gemacht. stO: O7.1 ,O O'Xpp.-i Ihrem freundlichen Rache zur Veröffentlichung des Aufrufes in den Localblättern folgend, ersuchte Rese rent den Inhaber der hier täglich erscheinenden „Altonaer Nachrichten" (ein fast in jedem Hause hie-, gelesenes Blatt) um diesen Liebesdienst, und zwar mit dem gewünschten Erfolge. Der ganze Aufruf sowohl als Ihre Nachschrift wurde bereitwillig unentgeltlich in die heutige Nummer ausgenommen, begleite: von folgenden Worten des Oberrabbiners: „Auf Vorstehendes Bezug nehmend, ergeht auch mein Ruf an meine geehrten Glaubensbrüder, namentlich in hiesiger Gemeinde, das Elend jener Unglücklichen im heiligen Lande zu beherzigen, und bin ich gern bereit, Gabm, auch die kleinsten, für sie entgegen zu nehmen und schnell nach ihrem Bestimmungs

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