Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1865-08-23 · Heft 34 (23.8.1865) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 34 (23.8.1865)
Date
1865-08-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2447193-2447227--03603-2459014
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

471 reise hier nur weilend, empfahl den deutschen Verein von Herrn Klingenstein und dessen Jahrbuch mit dem Antrag, uns demselben anzuschließen, mit warmen Worten. Doch will der schwäbische Lehrerverein vorerst noch bescheiden innerhalb seines engeren Vaterlandes sich -mtwickeln, ehe er in die Fremde geht, und es Manchem seiner Mitglieder überlassen, auch die literarischen Zwecke des Herrn Klingenftein zu fördern. Herrn Stern, jetzt in Würzburg, und Herrn Marx, jetzt in Homburg v. d. H., entbot die Versammlung schließlich ihren Gruß mit der Anfrage, ob sie auch ferner dem Vereine als ordentliche Mitglieder angehören wollen, um sich seines Gedeihens mit den Kollegen der lieben Heimath zu freuen. iprtO -sri'Vtti i'i? 12V' IO'1181 Hohenbuch. Vor wenigen Wochen versammelten sich hier auf die Einladung des Rabbiners Engelbert in Lehrensteinsfeld etliche Rabbinen vom Neckar- und Tauberthal, um die Mittel zu berathen, durch welche ihre Einkommensverhältniffe verbessert werden könnten, die einschließlich der zu erwartenden Alterszulage immer noch so beschränkt sind, daß alle Depensen vermieden werden müssen und der Aufenthalt in der Stadt, welchen der genannte Herr auf sem dringendes Ansuchen in provisorischer Weise in Heilbronn hat nehmen dürfen, nicht nachhaltig ausführbar ist, wenn nicht durch Geschenke, Collecten oder Zuschüsse die Einnahmequellen verstärkt werden. Es ist allerdings ein fixes Einkommen von 650 fl. und etliche Hundert Gulden Accidentien offenbar zu gering. Mögen deshalb die Herren Nabbinen ihr Ziel der Gehaltsaufbesserung bald und befriedigend erreichen und es ein gutes Omen für sie sein, daß sie gerade Hohenbuch zum Versammlungsort wählten, wo vor einem Jahre die große Israeliten-Versammlung das orthodoxe Württemberg zu vertreten und zur Geltung zu bringen mit gutem Glücke versucht hat. — Man hat nicht gehört, daß diese Geistlichen noch weitere Gegenstände ihrer Berathung unterworfen hätten. — Dagegen geht bereits das Gerücht, es wolle die isr. Oberkirchenbehörde, vom Minister beauftragt, die Rabbinen , Vorsänger und Religionslehrer des Landes zu einer Versammlung ernberufen, in der der Gesetzesentwurf. wie ihn die Orthodoxie proponirt hat, eingehend begutachtet werden soll Von der Mehrzahl dieser abhängigen Diener ist übrigens gegen die radikale Kirchenbehörde nur dann eine kräftige Opposition zu erwarten, wenn tüchtige, glaubenstreue Laien in genügender Zahl und mit Stimmrecht den bediensteten Streitern und Kämpfern für die gute Sache zur Seite stehen. Dre Frommen im Lande mögen sich deshalb zeitig und wacker rühren, daß das Element der gelehrten und charakterfesten Laien in einer etwaigen Notablenversammlung in entsprechendem VerhLltniß vertreten sein möge. Doch nicht in Worten bloß, sondern auch durch Deckung der gemachten und zu machenden Ausgaben müssen die Teilnehmer an jener ersten Hohenbucher Versammlung vollends glücklich zum Ziele leiten, was sie so herrlich begonnen haben. 2'ii2iv2 .1222 8l32l8 P111 '22 O18 k5l 1122 l5 P12'X 11222 Mit großem Beifall wurde der in Nr. 29 d. Bl. gemachte und von der löbl. Redaktion richtig corrigirte Vorschlag zur Gründung eines orthodoxen LiteraturvereirrS bei uns vernommen, der sich die Aufgabe stellte, die reichen Schätze der Vor- und Mitwelt dem jüd. Publikum zugänglich zu machen. Ein N. Adler in London, Nürnberger, Hirsch und Hildesheimer in Deutschland und andere Koryphäen des wahren Judenthums sollten sich die Gründung eines solchen Vereins zur Aufgabe stellen; weitere Männer würden sich anschließen und die Mitglieder fänden sich.!l5 122V OPI '1V8 Aus Baden, 12. August 1865. Die „Neue Fr. Ztg." hat in Nr. 210 eine Angelegenheit, die Ausschließung der isr. Turner aus dem Tauberbischofsheimer Turnverein besprochen, deren Abschluß ich Ihnen mitzutheilen im Stande bin. Der am 7. August zu Freiburg i. B. abgehaltene Turntag des oberrh. Turnbundes war allgemein entrüstet, daß Etwas der Art in einem Turnverein Vorkommen könne, einem Vereine, der das Motto „frei" auf seiner Fahne trägt und aus anderen Principien als die den gegenwärtigen Ausschluß diktirten hervorging. Da der Turnverein dem Vorort Freiburg erklärt hatte, es sei diese Ausweisung eine ganz eigenthümliche Angelegenheit, die man nur in Tauberbischofsheim zu beurtheilen verstände, so beschloß der Turntag (auf dem Mannheim, Pforzheim, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg, die Pfalz rc. vertreten waren) den Turnverein in einer kategorischen Erklärung aufzufordern, innerhalb acht Tagen ein Schiedsgericht zu bestellen, oder denselben nach Ablauf dieser Frist aus dem Bunde auszuschließen. Zugleich bemerken wir, daß die Abgeordneten von Mannheim beauftragt waren, im Falle die Sache nicht zur Verhandlung käme, einen Antrag auf Ausschließung aus dem Bunde zu stellen, wenn sich die Zeitungsnachricht bestätigen sollte. Aus Nassau. 13. August. M. I. in H., im Besitze guter Zeugnisse, denen sich sogar eines über politisches Wohlverhalten anreiht, meldete sich auf Ermunterung des Expeditors zu H. zur vakanten Stelle eines „Privatpostgehilfen". Während die Entscheidung über das Gesuch eingeholt wurde, versah I. provisorisch den angesuchten Dienst und zwar zur vollen Zufriedenheit des Postexpeditors. Mittlerweile richtete die taxis'sche Behörde in Frankfurt nachstehende Zeilen an den Expeditor zu H. und zwar unter Bezugnahme auf einen Erlaß vom Jahre 1861 in einer ähnlichen Angelegenheit eines Bruders des Stelle - suchenden:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.