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Der Israelit · 1865-07-12 · Heft 28 (12.7.1865) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 28 (12.7.1865)
Date
1865-07-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1> Die versönlichen Leistungen seiner Mitglieder Mtz. 3 und 7). 2) ^Die regelmäßigen und ständigen Geldbeiträge derselben. 3) Die Zinsen aus dem ihm zustehenden, durch Schenkungen und Legats erwachsenen Fonds, sowie die sonstigen zur alsbaldigen Verwendung bestimmten, der Vereins - Casse zugewendeten milden Gaben. (Fortsetzung folgt.) AeiturrgsnachrLchten und Correspondenzen. Deutschland. Hamburg. Der Chef des hiesigen Bankhauses Salomon Heine, Herr Karl Heine, ist am 3. Juli im Pyrenäenbad Lu?on seinen Leiden erlegen. Es ist dies der hochherzige Erhalter des Heine'schen Spitals, welcher unlängst der fast nicht mehr lebensfähigen Anstalt durch eine bedeutende Summe wieder aufhals. Preußen. Vom Nheinlande. Es ist eine bekannte, schon oft ausgesprochene Wahrheit, daß unsere Nation trotz ihrer Zerstreuung und trotz der durch Acclimatisation bewirkten Annahme vieler Eigenthümlichkeiten jener Völker, in deren Mitte sie lebt, dennoch stets und überall unter andern Characterzügen sich ganz besonders den der Mildthätigkeit bewahrt hat. In der Größe und in der Art der Ausführung läßt sich jedoch auch hierbei ein Unterschied zwischen den verschiedenen Länderstrichen nicht verkennen. Einen Beweis zu dieser Behauptung brauchen wir nicht weit herholen. Wenn wir nur einen Vergleich zwischen hier und unseren südlichen Nachbarländern anstellen, so finden wir einen merklichen Unterschied, und — gestehen wir es — nicht zu unserm Vortheile. Während die Hilferufe in den Zeitungen von hiesiger Gegend größten Theils unbeachtet bleiben, werden sie dort immer berücksichtigt. Wir heben besonders den bayrischen Kreis Unterfranken hervor und können nicht umhin, demselben bei dieser Gelegenheit unsere vollste Anerkennung zu zollen. Es mag ein Hilferuf kommen, von welcher Gegend und zu welchem Zwecke nur immer — er ist stets der erste und bereitwilligste zur Gewährung reichlicher Spenden. Dabei werden ebenso wie hier die heimathlichen Armen keineswegs vergessen. Was die Art der Ausführung betrifft, findet ebenfalls ein Unterschied statt. Während von unseren südlichen Nachbarn sehr viel für unsere frommen, nothleidenden Brüder im heiligen Lande gethan wird; während dort bei der kleinsten Verlobungs-, Hochzeits¬ oder rib'2 n'-m-Feier Sammlungen für die Pilgerwohnungen u. dergl. veranstaltet werden, geschieht hier sehr wenig für diese Zwecke; hier wird bei den großartigsten Festesten dem 'NNQN wrri dp Tibpx einzig und allein durch das Absingen des mbpv.i ->'v7 Rechnung getragen. Wir wollen hoffen, daß dieses Verhältniß seinen Grund nicht in Mangel an Liebe und Anhänglichkeit zu hat. — Bei diesen Betrachtungen hatten wir natürlich den allgemeinen Zustand im Auge; rühmliche Ausnahmen gibt es — wie überall — auch hiebei. — Möchten doch diese Zeilen dazu beitragen, daß eben diese Ausnahmen recht häufig und endlich zur Regel werden! rittNQ'riO. Österreichischer Kaiserstaat. S. a. Ujhelp. Vor Kurzem hat sich unter den Jüngern an der hiesigen Talmudschule ein Verein gebildet, der den Zweck hat, ärmeren Collegen meiner bestimmten Restauration wöchentlich viermal — Sonntags, Dinstags, Donnerstags und Samstags — unentgeltlich Essen verabreichen zu lasten. Da der erste Anstoß von Herrn Rabb. Löw ausging, ließen sich fast alle Gemeindeglieder als contribuirende Mitglieder in den schönen Verein aufnehmen. — Noch ein anderer Verein besteht schon seit längerer Zeit auf der hiesigen Hochschule, der sich das edle Ziel gesteckt hat, mit allen Kräften für das Studium und die Verbreitung der h. Golteslehre zu wirken. Da em Theil der budgetmäßigen Einnahmen zur Anschaffung von Büchern verwandt wird, hat dieser Verein schon eine recht reichhaltige Bibliothek. — Mögen beide Vereme recht lange blühen! E. Leonorovicz. Frankreich. Paris. (Jüdische Briefe von Albert Cohn.) (Forts.) X. Die Juden wohnen seit beinahe 2000 Jahren zu Rom. Cicero fand sie schon fest ansästig und verfocht ihre Sache als Advocat vor dem Forum, als er ihnen auf seinen Reisen begegnete. Philon, der sich als Gesandter der Israeliten von Alexandrien zum Kaiser Caligula begab, stützt sich in einer seiner Reklamationen auf die bedeutende Gemeinde zu Rom. Also schon mehrere Jahrhunderte vor der Entstehung des Christenthums wohnten unsere Religionsgenosten in Rom, und also auch ca. 1000 Jahre vor der Herrschaft der Päpste, durch die sie schon so lange in ein ungesundes, den Überschwemmungen der Tiber ausgefetztes Quartier verbannt sind. Wenn ich diese traurige Gesetzgebung betrachte, die den Geist unserer

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