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Der Israelit · 1865-06-28 · Heft 26 (28.6.1865) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 26 (28.6.1865)
Date
1865-06-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Wahrheit? Der Einet? Ja, wie das gar so außergewöhnlich ist! Wcr weiß, ob sich in dem überschwänglichen Lob nicht bittersüße Ironie versteckt — '-."7 iiTE — und Emet, ein loser Schalk, sich heimlich satt darüber lacht, daß er, nach dem bekannten Bonmot, ganz Krakau gefoppt, indem er. versicherte, er hieße Jäkel, während rr Schwüle beißt ... Ja. den diesigen Herren Oberrabbinen, den darf schon Jeder loben, und ich entsinne mich, Ihnen ernst über denselben wörtlich Folgendes geschrieben zu haben: „Wir haben hier einen Oberrabbinen, den man unbestritten zu den talmudischen Celebritäten >er Gegenwart zählt und den zugleich ein immenses » Wen profaner Studien auszeichnet. Und dieser lehrte und feingebildete Rabbi hätte einen Wirkungsis, für seinen thatkräftigen Character nicht der Ae ihe werth, wenn ihm nicht wißbegierige Jünger nah und fern zugeströmt wären, von seinem wnden Namen angelockt, denen er das reine glaNt swort zu lehren vermag." Was ich dazumal des H-oM rir schrieb, nun, Sie haben vollkommen recht, 7"^ ne es nicht veröffentlichen, nachdem unsere dA mit ihrem Tibv gewiß Recht WtstkN halten. An diesen weisen Spruch anknüpfend, gestehe . L ich in meinem Bericht über die Varonnoer? N' üde nicht geimu war, weil ich selbst von Schürzung wissen Jemand mystificirt wurde, was eurem g so ernstlicher bedauere, da darunter rch h^ Lamdan, Rabbi Mardechai Gutmann, zu bat ^a, batte ich geschwiegen! " ae ^hrter Freun^, m-ck. vr. Herr Nathan aieern g , ees, macht in seineni jüngsten Schreiben Fledtanoer rn Bemerkung, die ich der weitern Verein mich lolg rächte. Er sagt: „Ich bringe deshalb brertung w ) r ^ust des gefeierten Or. dreien ln dray ) weck auch jch einmal mich mrt ^etterls) herum trug. Sie haben den eurer ^bnl.ch ' >nd muffen, wie er zuWaffer und ^elemaque g , f, um seinen Vater Ulysses zu zu Land g ' .b Midraschim und nach Targum finden. er Weise von seinem Throne ichem wurde Salon od. ^m ^0 Meilen weil enthmab rn ein aon woraus er eine lanae Reich wL K Nun/gİ dies nicht E» vrächtige» Stoff für «nen bedrüttchc» (im jüdischen Ge geschriebenen) Tele- M°°ue7 Dann könntman ih -n sogar den Propheten Wjohu »ach dem Midrasch 'tt als Mentor' mr Seite geben Und dabei ha«- -m gewandter Dichter einen weiten Spielraum, all die guten Lehren des Altmeisters F-n-lon auf eine a ngenehme, ins.rnclwe Weffe -inzuflechten. Fürwahr, mem würdiger hat Recht : das wäre -in So,e t fl-r einen der heroorrag-ndst-n h-br. Schriftsteller der Gegenwart. Und wie, wenn der berühmte geist- und gemüthvolle Dichter M. E. Stern hierin ein Pendant zu seinem herrlichen „Tischbi" gäbe?*) Jacob Heinrich Löw. England. Aus London erhalten wir über die Rothschildsche Hochzeit folgenden ausführlichen Bericht: „Die ganze fashionable Welt von London, die Aristokratie der Geburt und des Geldes, spricht heute nur noch von dem Ereignisse, welches sie gestern Ausschließlich beschäftigt-.', von dem wahrhaft fürstlichen Hochzeitsfesto, das gestern in dem Hause des Barons Lionel Rothschild begangen wurde. Frl. Eoelina von Rothschild, die zweite Tochter des Barons Lionel, wurde unter stattliche rr Gepränge mit ihrem Cousin Ferdinand in dem neuen Palafte des Barons in Hyde Park-Corner vermählt Dis Hochzeit zog ob ihres Glanzes natürlich die Aufmerksamkeit der ganzen hiesigen vornehmen Welt auf sich, die sich noch mit Vergnügen an die prachtvollen Festlichkeiten erinnert, unter denen vor acht Jahren in Gunnersbury - Park die Hochzeit des Fräuleins Leonora, der ältesten Tochter des Barons, mit ihrem Pariser Cousin, Baron Alphons, begangen wurde Auch gestern heirathete die Braut einen Cousin, den Baron Ferdinand von Rothschild, den zweiten Sohn des Barons Anselm, der an der Spitze der Wiener Finanzaristokratie steht. Die Trauungscermonie fand, wie dies hier bei den wohlhabenden jüdischen Familien üblich ist, des Abends und im Hause des Brautvaters statt. Sie wurde nach 6 Uhr im Ballsaale vollzogen, und nach ihrem Schluffe wurde den Hochzeitsgästen ein großartiges Bankett gegeben. Es ist gewiß unnöthig, von der Pracht zu sprechen, welche jede Phase dieses Festes bezeichnete. Der Palast, der an Glanz und Neichthum seiner inneren Einrichtung wenige seines Gleichen in England hat, war für die feierliche Gelegenheit eigens decorirt worden. Zwischen den Marmorsäulen des großen Treppenhauses waren die schönsten Blumen und seltensten Pflanzen massenhaft angebracht, alle Nischen und Balustraden waren mit Blumen besäet, der-ri Dust die Luft erfüllte. Die Gallerte, in welcher das Bankett servirt wurde, bot einen wirklich prachtvollen Anblick Die Wände zwischen den Spiegeln waren mit weißen Spitzen behängt und über dieses leichte Gewebe wandten sich Nosenguirlanden hin, die Farben der Brautführerinnen, Rosa und Weiß, wiedergebend; Gruppen von Orangeblüthen, Lilien und anderen Blumen waren hie und da verstreut. *) In meinem jüngsten Artikel Kr. 19 haNsich ein sinnentüeilender Druckfehler eingescblichen. S. 273, Sp. S, Z. 2 u«t> 3 v. m muß es heißen: wie Pi-rrho leeren Wänden lehren soll.

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