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Der Israelit · 1865-06-07 · Heft 23 (7.6.1865) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 23 (7.6.1865)
Date
1865-06-07
Page
– (sequence 11)
Language
German
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333 den wurde. Bei Hieherkunft des h. vr. Wslf affistirte bei manchen Gelegenheiten eine Orgel dem Gottesdienst, dieselbe wurde aber von ihm casstrt. Am Besten charakterisirt sich aber Herr Or. Wolf in einer in fernem 5,^. abgedruckten Predigt. Es heißt dort u. A. S. 56: „O seht, was wir hieraus lernen „müssen, ja, bas ist für uns ausgezeichnet, wir sollen „daraus ersehen, daß der Geist der Zeit nichts „über den wahren Gottesfürchtige«vermag, und daß echte „Tugend sich nicht vom Geiste der Zeit sortreißen „läßt. Wie oft hört man, wenn man den Einen oder „den Andern zu irgend einem Unternehmen auffor- „dert, ohne weiteres Bedenken sagen: „Das streitet „mit dem Geiste der Zeit;" hält man ihnen ihre Thor- „heit vor, dann erwidern sie: „Das ist einmal so der „Zeitgeist" ohne weiter Zu beachten, daß es in der „Regel die geistlosesten Menschen sind, welche sich dar- „aus berufen, ja, daß im Grunde die Zeit keinen „Geist, und der Geist keine Zeit hat, und daß es nur „ihr eigner Geist ist, den sie in der Zeit zu erkennen „glauben u. s. w " Ist das nun wohl die Ansicht eines Vhilippsonianers, eines Geiger, Stein und Consorten?*) — 's'? "'nr: 2 x Amerika. New-Aork. Unterm 13. Mai d. I. wird der „New Jorker Handelszeitung" geschrieben: „Während man von Boston meldet, daß dort viele Kaufleuts aus dem Süden eingetroffen sind, welche neuen Credit fordern, ohne ihren alten Verbindlichkeiten nachzukommen, erfahren wir von hiesigen Importeurs, daß sich viele ihrer südlichen Kunden eingestellt haben, um ihre alte Schuld nebst vierjährigen Zinsen Zu bezahl-m. Wir legen besonderes Gewicht daraus, daß es bis jetzt meistens israelitische Manufactnrmraren Händler aus Nord.Carolina. Georgia :c. sind, welche sich in dieser Weise ehrenvoll auszeichncu." K e rr i t Z e t n. Bileam und seiue beiden Löhne, die Zauberer Zaunes und Zmnbres. Von V«U»riI»R» (Fortsetzung.) Adikam, der jetzt, nach dem Brauche der Könige von Aegypten ebenfalls den Namen Pharao annahm, *) Anin. der Red.: Wir haben Herrn 1>r. W. wever mit PH., noch mit Stein oder Geiger gleichgestellt. Was wir behaupteten , wird Herr Dr. W. schwerlich selbst in Abrede stellen wollen. Uebrigens :rusr (Sabbar 104»). war zwanzig Lahre alt, als er zur Regierung kam. — Bereits regierte er vier Jahre. — Israel war NUN zweihundert sechs Jahre der Sklave Aegyptens, und der neue König nicht gewillt, sein Joch zu erleichtern. Ach, er war noch grausamer als sein Vater, und oft, wenn die Männer, die Väter, die aufgelegte! Zahl der Ziegel nicht zu liefern vermochten, ließ er! den Müttern die zarten Kinder nehmen und diese statt? der Steine in das Mauerwerk einsetzen! Doch die Zeit! war gekommen, wo Israel erlöst werden sollte, und Adikam sollte nicht so lange regieren wie sein Vater Malul, der vier und neunzig Jahre König gewesen, von welchen er freilich zehn Jahre in böser Krankheit verbracht hat- — Moses saß noch im Gefängnisse in dem Hause Reuels, des Midjaniten, heimlich gespeist von dessen Tochter Zippora. Es war im zehnten Jahre seiner Gefangenschaft und im ersten Jahre des Adikam- Pharao, des neuen Königs von Aegypten, da sprach eines Tages Zippora zu ihrem Vater Reue!: „Schon zehn Jahre hältst Du den ebräischen Mann gefangen, und Niemand kümmert sich um ihn, meinst Du nicht, wir sollten einmal hinschicken und Nachsehen lassen, ob er tobt oder noch am Leben sei?" — „Meine Tochter!" sagte der Vater, der freilich nicht wußte, daß sie Moses gespeist, „wie magst Du denken, daß ein Mensch zehn Jahre im Gefängnisse ohne Speise und Trank weile und noch am Leben sei?"! „Dennoch!" antwortete Zippora. „Hast Du nicht! gehört, daß der Gott der Ebräer groß und furchtbar ist und allzeit an ihnen Wunder thut? Er hat Abraj Ham aus dem Fcuerofen Nimrod's gerettet, Jsak vom i Schwerde seines Bruders, Jakob von dein Engel des! Herrn, der mit ihm rang, und auch an diesem Mann hat er Großes gethan, ihn, als Kind schon, aus dem Flusse Aegyptens, dann vom Schwerde Pharao's und aus den Händen der Aethiopier gerettet, und so kann er denselben auch vor dem Hunger bewahrt und ihm einen rettenden Engel geschickt haben!" — Reuel hatte Gefallen an den: Worte ferner Tochter, und er that nach ihrem Wunsche und schickte nach dem Gefängnisse, um zu sehen, was aus Moses geworden sei. — Moses war noch am Leben, stand auf seinen Füßen und pries den Gott seiner Väter! — Da befahl er, denselben aus dem Gefängnisse zu führen, und ließ ihn sich scheeren und die Kleider wechseln und dann in seinem Hause ein Mahl einnehmen. Moses ging hierauf in den Garten Reuels, der hinter dem Hause lag, und richtete dort ein inniges Gebet an den Gott ferner Väter, der so viele Wunder an ihnr gethan. Da erblickte er, in der Mitte seines Gebetes, gerade ihm gegenüber, einen Stab, einen Stab, wie es schien, von Saphir, aufrecht auf der Erde stehend, gepflanzt in der Mitte des Gartens. Moses

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