Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1865)
- Date
- 1865-06-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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328 durch die Cultus-Vorsteher, Herrn Einstein, Herrn Seligmann und das Cultus-Ausschuß-Mitglied Herrn Heilbronner, dem Gaste einen schönen silbernen Pokal zum Andenken überreichen. — Aus der Provinz Hanau (Kurheffen). Obwohl mir Ihr Zeugniß, geehrter Herr Nedacteur, den Angriffen des Herrn Lissauer gegenüber, vollständig zu meiner Rechtfertigung genügt, und obwohl der Erfolg, den meine „unwahre" Aussage hatte, mir hinlänglich Genugtuung verschafft, so muß ich doch wegen Folgtudes bemerken: Welche Maßregel Herr Krcisrabbincr Wetzlar bereits ergriffen hat, haben die geehrten Leser scbon aus einer Anmerkung der Redaction zu betreffendem Artikel in Nr. 21 erfahren. Ein mir befreundeter der ganz und gar nicht Herrn L. „entweder beneidet, daß seine Arbeit sehr weit verbreitet und er überhaupt als tüchtiger allerwärts bekannt ist" (welche Bescheidenheit!), schreibt mir: „Ihre Worte haben Wirkung gehabt, denn wie ich Höne, hat Herr Rabbiner llxr. En och in Fulda die aus bezeichr.eten Fabriken (Ungedanken und Raboldshausen) in seinem Sprengel für erklärt." Was nun die Behauptung des Herrn L. wegen der Verfertigung der inn L'rQ betrifft so sind dieselben zwar sehr kunstreich aus einem Stückchen zugeschnitzclt, sind aber eben gelegte Wenn Herr L. z. V. die am nur aus vier selbstständigen Fransen bestehen läßt, wie Sie, geehrter Herr Nedacteur, aus dem anliegenden Exemplar zu ersehen belieben, was hält dann Herr L. für ein das die pb-n untauglich macht? Aus den des anliegenden Exemplars habe ich jedoch ersehen, daß i Herr L. nötigenfalls auch verfertigen könnte. — Möchte er dies doch in Zukunst thunl — Wenn Herr Lehrer Liebschütz aus Schlüchtern in Nr. 20 den logischen Schluß entwickelt, es könnte der Umstand, „daß ich den Namen des Lehrers verschwieg, dem ungegründeten Verdachte Raum geben, als ob derselbe wissentlich unechte pbsn verkauft hätte"; so gebe ich ihm den wohlgemeinten Rath, in Zukunft mehr Acht zu geben; denn ich sagte in meinem ersten Berichte: „dieser (Herr Luß) schickte darauf seinen ganzen Vorraih an die Bezugsquelle zurück." — Herr Liebschütz bedauertauch, daß außer dem Herrn Nabbincn auch nicht ein in Schlüchtern sei. Sollte ihm während der drei Jahre seines dortigen Aufenthaltes N. Pmchas Seeli.g unbekannt geblieben sein? Wenn dies der Fall ist, möge Herr L. sich einmal zu Herrn Seelig bemühen, um sich zu überzeugen, wie derselbe neben tüchtigem profanen Wissen ein gründlicher p-m ist. — Heoref. Michelstadt. Unserem schlichten Städtchen, das ßch so selten der Erwähnung in einem öffentlichen Blatt erfreut, umsomehr aber im Munde des Volkes durch seinen dahmgegangenen Nabbincn n-,.-. einen guten Klang hat, steht ein bedeutender Verlust bevor. — Unser hochgeehrter Herr Lehrer Levi, der schon seit mehr als zwanzig Jahren die hiesige Lehrer- und Predigerftelle zur allgemeinen Zufriedenheit bekleidete, wird schon dieser Tage unsere Gemeinde verlassen und in Frankfuvt eine bessere Stelle antreten. Die dankerfüllten Schüler dieses Mannes fühlen diesen herben Verlust wohl am meisten, da unser Herr Lehrer nicht nur durch seine lebendige, ansprechende Unterrichtsweise, sondern auch durch sein freundlich herzliches Entgegenkommen unsere Herzen gewann. Aber auch in das Gemüth eines jeden Einzelnen schlägt das Scheiden dieses jahrelangen Leiters unserer Gemeinde eine tiefe Wunde; denn abgesehen davon, daß es schwer fallen wird, unter gleichen Bedingungen einen würdigen Nachfolger zu finden, der, wie sein Vorgänger, sein ganzes Wohl der Ausübung seiner Amtspflichten opfert, so wird man auch das wohlwollende Wesen, mit welchem er Jedem durch Nath und That an die Hand ging, empfindlich vermissen. Möge diesen biederen Ehrenmann auch ferner Gottes sichtbarlicher Segen begleiten, und dessen zukünftiges Wirken von ebenso glücklichen Erfolgen gekrönt sein, als dies bei uns der Fall war! Möge es aber andererseits auch unserer Gemeinde gelingen, einen Mann heranzuziehen. der das schwierige Amt eines Lehrers so handhabt, wie es, vom jüdischen Standpunkt betrachtet, erforderlich ist! E. Preußen. Filehne, den 26. Jjar. Eine freudige Veranlassung läßt uns heute einen kleinen Raum des „Israelit" für eine Mittheilung von Interesse beanspruchen. Filehne, eine wohlbekannte jüdische Gemeinde des Großherzogthums Posen, in welcher der Sinn für Erhaltung des frommen Glaubens noch vorherrscht, erfreut sich des Glückes, in dem Rabbiner, Herrn vr. I. M. Freimann einen Mann an ihrer Spitze zu haben, welcher gediegene wissenschaftliche Bildung mit tiefer Talmud Kenntniß vereint und an Humanität und aufopferndem Wohlthätigkeitssinn seiner Gemeinde ein treffliches Vorbild ist. Durch diese seltenen Vorzüge gelang es unserm würdigen Herrn Rabbiner '"2 auch, während des fünfjährigen Zeitraumes seiner bisherigen Amtsthätigkeit in hiesiger Gemeinde für Hebung des Neligions-Ufftoerichts und des Talmud- Studiums Bedeutendes zu stiften und durch Stiftung des Vereins rnzn auch den Kindern unbemittelter Eltern einen gründlichen Unterricht in 'fiOri mit - Commentar und den herangereifteren in und O"N nmx zu gewähren. Um so willkommener war es daher den Gemeinde- Mitgliedern, eins Gelegenheit gefunden zu haben, ihrer dankbaren Anerkennung für die Leistungen des wür-