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Der Israelit · 1865-06-07 · Heft 23 (7.6.1865) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 23 (7.6.1865)
Date
1865-06-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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325 Nachbemerkung der Redaction. Herr Ottensoser ersucht uns, dem Vorstehenden ein Nachwort hinzuzufügen. — Wir sind gern bereit, zur Realisirung des oben angeregten Planes das Unsrige beizutragen; statt allen Nachweises der Nothwendigkeit der Gründung eines solchen Vereines wollen wir ein Factum hier mittheilen. Vor einigen Jahren kam ein Lehrer zu uns, der uns ein Schreiben seines Vorstandes überbrachte; dasselbe enthielt die Bitte, daß der Ueberbringer die Schächterprüfung bei uns ablege. Aus den Papieren des Mannes ging hervor, daß er eine lange, lange Lehrerlausbahn hinter sich hatte Von all den verschiedenen Stellen, die er innegehabt hatte, war er mit den besten Zeugnissen entlassen worden; er war verheirathet gewesen; seine Frau war todt; eine kränkliche Tochter war ihm geblieben. — Vor wenigen Wochen kam derselbe Mann wieder zu uns, er zeigte uns ein Zeugniß der Gemeinde vor, bei der er zuletzt gestanden; es war dieselbe, die ihn vor einigen Jahren zu uns zur Prüfung geschickt hatte. In diesem Zeugnisse hieß es, daß der Inhaber bislang seinen Pflichten getreulich nachgekommen, daß er aber erkrankt und in Folge dessen untauglich geworden urd seines Amtes entlasten sei. Der unglückliche Mann, ein Kurhesse von Geburt, hatte in den Jahren der Kraft größeren Landgemeinden als Lehrer vorgestanden; bei Abnahme der Kräfte war er zu kleineren Stellen hinabgedrückt word«n: das ist das Avancement eines jüdischen Lehrers. Jetzt nun, im Greisenalter, muß er für sich und seine epileptische Tochter das Brod an den Thüren erbetteln!! — Helft, helft, ihr Edlen in Israel, daß solche Vorkommnisse nicht mehr eintreten, nicht mehr eintreten können! — Einige Gemrrlningeii M -er Mittheilung des Herrn Dr. Hildesheimer, das Gmail betreffend. Sohrau, Oberschlesien, im Mai. Mit Vergnügen habe ich in Nr. 16 dieses gesch. Blattes die Mittheilungen des Nabb. Herrn Dr. Hildesheimer über das Email des gußeisernen Geschirres gelesen. Den besten Dank dafür r<ti"mi^ 7>'5N ins iL7". Diese Mittheilung ist von besonderer Wichtigkeit, wie für viele Gegenden, auch für die hiesige, wo man sich fast ausschließlich des gußeisernen Geschirres als Kochgeschirr bedient. Bisher, da die Bestandtheile des Email nicht bekannt waren, gestattete ich in meiner Praxis, unter gewissen Modifikationen, iiO'-rv 15111b, aber nicht nvs> ^vnv. Jetzt dürfte es scheinen, sei 5,^.1 entschieden unstatthaft. Da dies aber, nach meiner geringen Ansicht, nicht der Fall ist, so sei es mir gestattet, hier in Kürze meine Gründe darzulegen. Keineswegs fällt es mir ein, diese als maßgebende Entscheidung hinzustellen; ich will sie nur geprüft, und — wenn etwa irrlhümlich — berichtigt wissen. Vorausschicken muß ich, daß die Entscheidung 1SD O5I5N 5I5,"l^i Sv"l.1i!M Z7l"5I )>1S"SL71 stkii 1'"5! mit diesem Geschirr vorzunehmen, völlig unpraktisch ist, weil die Erfahrung lehrt, daß durch das Email verdirbt und abspringt. Ist .1^.1 unzulässig, so müßte der Jude das Geschirr ganz weg-ctzen. Da nun, wie erwähnt, man sich hier dieses Geschirres sehr häufig bedient und zu einem weit höhern Preise bezahlt als thönernes, so handelt es sich hier entschieden um nmiv 10250 priii 5M, zumal dieses Geschirr, wenn gebraucht, nicht sticht einen Käufer findet: Demnächst erlaube ich mir, darauf aufmerksam zu machen, daß bei Stoffen, die aus verschiedenartigen Bestandtheilen zusammengesetzt sind, derjenige Bestandtheil, der das größte Volumen hat (mi), für das Ganze maßgebend ist. Es ist dies Norm, sowohl für als .ikv'll. S. Cap. si Mischn. 1, ferner E. 11 M. 4. Ja, cs ist sogar dort von 0151 selbst die Rede, nvinn;m.) Da nun das Email aus vielen verschiedenartigen Bestandtheilen zusammengcsetztist, so ist auch hier derjenige Bestandtheil maßgebend, der das größte Volumen hat; dieser aber ist in der Mischung die eigentliche Thonerde nicht. Keineswegs ist nur unbekannt, daß zu n"s nicht absolut eigentliche Thonerde erforderlich ist, indem Maim. hn 1, 13 ausdrücklich sagt:;v ispv 1^51 "s O15I 'dS 57 '1,1;5N8 PS1iL> S5l"tti 5N1SP5I. Meine Absicht geht nur dahin, anzuregen, daß bei der Zusammensetzung des Email nur diejenigen Ingredienzen im Auge zu behalten sind, die mi der Masse bilden. Ich bin kein Sachkenner. Mögen daher Sachkenner entscheiden, ob die erdigen Theile im Email wirklich mi oder doch .iL.iv ausmachen, was freilich der Fall zu sein scheint. Doch sehen wir hiervon ab. Das fragliche Geschirr kann durch zweierlei isn werden:?. durch Anspritzen des i:v'x von außen, 2. durch Hineinkommen des mv'dr von innen. 1. lassen sich mancherlei Gesichtspunkte für Gestattung der,i>>s.i aussinden. a. Es ist in Betracht zu ziehen, daß es außer Mv und Oi5i noch eine Gattung gibt, nämlich rumst. Diese wird von einigen Autoren mit Oili in eine Kategorie gesetzt; die meisten und bedeutendsten aber sind der Meinung, daß rumst gar nicht ist. Es sind dies 1MS11 n"sri ,tt"SL71 , 's s"l ,'S11V ,.1'SXI

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