Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 21 (24.5.1865)
- Date
- 1865-05-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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305 rc. darüber kund gegeben haben. (Vielleicht ist die! Redaction d. Bk. in der Lage und geneigt, einen beruhigenden Ausschluß zu geben.) *) — Der Stoff der Medaille, welche 68 rnlllivaeti-eZ im Durchmesser hat,! ist Ruolz-Sikber, echt vergoldet, in rothem Moroquin-! Etuis ausgestaltet, mit dem Wappen des BcrronKs versehen, und präsentirt auf der einen Seite das Bildniß d s Sir Moses Montesiore und seiner Gemahlin Lady Judith; die Rückseite trägt in hebräischer Inschrift alle seine großen Leistungen und Bemühungen bei verschiedenen Souveramen in Europa. Asien and und Afrika zu Gunsten des Juden th ums nämlich Innerhalb des Eichenkranzes sui m die Schriftstellen: -r-d'r -rrrn .1^2 2'2^71 Preußen. Berlin, 11. Mai. (Sitzung des Hauses der Abgeordneten.) Fünfzig oberfchlesische Grundstücksbesitzer mosaischen Glaubens beschweren sich darüber. daß sie zu den Kosten bei Bauten der katholischen Kirchen- und Schulgebäude herangezogen würden. Die Commission beantragt Uebergang zur Tagesordnung; auf den Antrag des Abg. Ko sch beschließt das Haus jedoch, die Petition der kgl. Staats regierung mit der Aufforderung zu überweisen, die Initiative zu ergreifen, um rm Wege der Gesetzgebung in Beziehung auf die zu leistenden Beiträge zu Par rochiallaften die bestehenden RechtSungleichheiten, insbesondere für die Juden, auszugleichen. Italien. Akom, 3. Mai. Bei den Festlichkeiten, die am t9. April in Sant' Agnese ftattfanden. erregte ein zwischen dem Knaben- und Jünglingsalter stehender junger Mensch Aufmerksamkeit, welcher in Gegenwart des heil. Vaters ein Gedicht religiösen Inhalts decla mirte. Es war dies der einst vielbesprochene Edgar Mortara. Römische Blätter weisen auf dieses Factum, und wie wohl aufgehoben der junge Memch sich m seinem Collegium befinde, hin, indem sie trüuuphireuo hinzusetzen: wo nun alle die lärmenden Schreier seien, die in den Blättern die Inhumanität und Ungerechtigkeit des heiligen Stuhls in dieser Sache angegriffen! (A. Z.) (Ww wenn das physische Wohlbefinden des Knaben einen Ersatz bieten könnte für die! höchsten geistigen Güter, die ihm gewaltsam geraubt wurden!) ch 2i)ir erfahren von der ganzen Angelegenheit hier zum ersten Maie; auch der erwähnte Herr Lonnenberg m unr> völlig unbekannt. — Red. Feuilleton. Meam und feine Verden Söhne, die Zauderer Zaunes und Zambres. Von (Fortsetzung.- Am siebenten Tage seiner Negierung aber erschien das ganze Heer vor seinem neuen König und sprach: „Gib uns Rath, was wir mit dieser Stadt beginnen sollen Schon neun Jahre liegen wir vor derselben und haben unsere Kinder und unsere Frauen noch nicht gesehen!" — Da antwortete der König ihnen und sprach : „Wenn Ihr aus meine Stimme hören wollten Allem, was ich Euch befehle, so wird Gott die Stadt in unsere Hand geben, daß wir sie einnehmon. Wollten wir den Kamps mit ihr wieder so ausnehmen, wie wir ihn vor dem Tode des Königs gekämpft, so würden viele von uns den Tod finden wie früher. Darum höret, was ich Euch sage, und die Stadt wird unser werden!" — „Was unser Herr und König bestehlt, soll geschehen," ries das ganze Heer. La sprach Moses: „Gehet und laßt durch das ganze Lager allem Volk verkünden und ihm sagen. Also spricht oer König: Begebt Euch in die Waldung umher und bringet junge Störche, Jedermann einen Vogel. Wer des Königs Wort nicht beachtet und keinen Storch herbeibringt, ist des Todes schuldig. Die jungen Störche aber, die ihr einbringt, bewahret sorgfältig und zieht sie aus, bis sie groß geworden, MM richtet sie ab, auf dm Beute zu stoßen, gleich jungen Faikitt." Die Aethiopier kamen sogleich dem Worte Mosis, ihres Königs, nach, machten sich auf und ließen durch das ganze Lager kuno thun: „Im Namen und auf Befehl des Königs! Gehet insgeiammL hinaus in die Wälder, erfaßt junge Störche, ein Jeder eur Junges, und tragt sie nach Hause. Wer dem Worte des Königs nicht uachkomrnt, macht gch des Todes schuldig, und was er besitzt, fällt dem König anheim." — Alles erlte, den königlichen Befehl zu vollziehen. Jedermann ging in den Wald, stieg am einen Tannenbaum und holte sich einen jungen Storch und brachte ihn nach Haus und richtete ihn zur Jagd ab, gleich einem jungen Falken, ganz so wie Moses befohlen. Als die jungen Störche herangewachsen waren, i befahl der König, sie drei Tage hungern zu lasten; i das Volk that so. Am dritten Tage nun sprach der I König . „Aus, Ihr Männer, und erzeigt Euch tapfer! z Lege jeder ferne Rüstung an, umgurte jeder sich mit