Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 20 (17.5.1865)
- Date
- 1865-05-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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sss dasjenige durch den Druck zu verbreiten, was ich aus wahrem Pflichtgefühl O'2w owb übe und wirke, weil ich befürchtete, gegen das Schriftwort op 12V 222.-11 dadurch zu verstoßen. Da ich aber durch und mit Empfang einer anonym dargereichten Unterstützung für das -,"-12.-12 zu obigem kurzen Inserate nach dem Wunsche des Absenders veranlaßt bin, so will ich nicht unterlassen, ein anderes gewichtiges Wort, O"p2 2N".-v, in die Wagschale legend, folgende Zeilen beizufügen. D r Artikel „Höchberg und seine religiösen Institute", dessen Verfasser, der umsichtige Beobachter, mich zu herzlichem Danke verpflichtet, hat zwar das, was zur Zeit hier geschieht, so dargestellt, daß ich wohl hoffen dürfte, auch den Eingangs erwähnten Wünschen sei dadurch entsprochen. Allein, vermuthend, daß die Spalten dieses geschätzten Blattes, welche schon so oft und verschiedenartig ihre Verwendung zu 11122 'i'.bn mit den glänzendsten Erfolgen gekrönt haben, durch beregten Artikel schon Früchte trugen und durch dieselben i"O2 noch mehr v'121geschehen könne, erlaube ich mir, noch Einiges, was jenem Herrn „Ploni ben Ploni" entgangen sein dürfte, nachzutragen. Es steht fest: ^121 i"2i2v 2'2222 «gbx. Nicht all Diejenigen, welche eine Anstalt, besonders ein ->"12.-12, besuchen, erreichen das Ziel, welches dieselbe gewährt. Der Eine beginnt in der Absicht, Lehrer oder Rabbiner zu werden — widmet sich dem Geschäfte; ein Anderer — umgekehrt. Als ich V22 vor circa 20 Jahren das ->"1212 zu errichten begann, wurde die Anstalt von Seiten hoher Kgl. Rgg. unter dem Namen „Prwat-Talmud-Schule" genehmigt. Der Zweck war damals, wie auch jetzt noch, ein allgemeiner. Jedem, der Lust und Liebe zu besaß, sollte Gelegenheit gegeben sein, sich gründliche Kenntniß darin zu verschaffen, um ein echter'ii.i' sein zu können, mochte er die Absicht haben, Rabbiner, Lehrer oder Geschäftsmann zu werden. Seit jener Zeit waren wirklich Viele hier, aus welchen theils Rabbiner, theils Lehrer, theils nur 122 'pin geworden sind. Vor ungefähr acht Jahren wendete die hohe Kgl. Negierung der Vorbildung isr. Lehrer ein strengeres Augenmerk zu, und neben der hier bereits bestehenden Talmudschule ward auch die Einrichtung getroffen, daß nebst dem Unterrichte in "i ,8122 ,12^2 ,,1122 piipi .218 auch nach einem vorgeschriebenen Regulative die profanen Gegenstände unterrichtet werden. Auch diesem Institut? sind Mehrere entwachsen, die zum Theil bereits im Lehramts thätig sind, und zum Theil bei Eröffnung der isr. Lehrerbildungs-Anstalt 21122111 PP1''2 12821 ^112.1 2-11 12112 unmittelbar von hier aus Aufnahme fanden, und zur Hoffnung berechtigen, daß Israel an ihnen bald tüchtige Lehrer erhalten wird. Größer ist die Zahl derer, die als Jünglinge, ohne noch den Anfang in «122 gemacht zu haben, hierherkommend, bisweilen schon nach Verlauf von zwei bis drei Jahren «122 mit ^12211 und 2'Nis2 „leienen" und zur Fortsetzung dieses Studiums meistens nach Würzburg zum 211 12112 ^L8 iip'v' >"2.1 '2 12821 >1121 und auch nach andern Orten sich begeben konnten. Daß auch die Elementargegenstände sorgfältig und mit gutem Erfolg unterrichtet werden, dürfte dadurch hinlänglich constatirt sein, daß dem Hrn. Rabbinats-Candidaten Jacob Ehrenreich, der diesen Unterricht auf Wunsch hoher Kgl. Regierung ertheilt, von derselben auch in diesem Jahre eine gesteigerte Remuneration zuerkannt worden ist. In Bezug auf die Mittel der Anstalt darf nicht unerwähnt bleiben, daß dieselben noch immer nicht hinreichend sind, außer dem Gehalte des blos für die Anstalt gewonnenen Lehrers, auch noch den Zöglingen ganz freie Kost, Logis u. dgl. zu verabreichen, und sind viele vermögenslose Jünglinge gezwungen, entweder Kosttische hier oder sogenannte Zahltage in dem naheliegenden Würzburg sich zu verschaffen, welcher Umstand, wie sich denken läßt, sehr störend auf den Unterricht und die Bildung einwirken muß. — Auch habe ich zur Befriedigung eines längst gehegten Wunsches mich i"O2 in den Besitz eines Hauses gebracht, das, vermöge feiner Räumlichkeit, zur einer Einrichtung Gelegenheit bietet, die, ausgeführt, nichts mehr zn wünschen übrig ließe. Es wäre dann möglich, nebst oen Lehrzimmern, nicht, wie jetzt, nur mehreren, sondern särnmtlichen Zöglingen Wohnung dacin einzuräumen, wodurch die Uederwachung eine um ein Bedeutendes erleichterte und auch sicherer zum Ziele führende fern würde. Möchten daher alle Diejenigen, welche mit dem himmlischen Geschenke begnadigt wurden, Herren ihres Vermögens zu sein, beherzigen, welches Gute sie da stiften können, wenn sie eine Anstalt, die nun i"22 errichtet ist, auch derart unterstützten, daß darin alles Unterrichts- und Erziehungs- Störende beseitigt und so gearbeitet werden könnte, wie es einer Anstalt von so erhabenen Zwecke angemessen ist. Durch die Unterstützung des Thora-Studiums — 2vipv — Oip '.11, würde das zeitliche zu einem ewigen, bleibenden Gute umgewandelt werden. Welch' ein beseligendes Bewußtsein ist es, zur wahren Bildung echt jüdischer Lehrer beigetragen zu haben. Von diesem Gesichtspuncte aus, glaube ich sogar verpflichtet zu sein, von der Gelegend?'* "ne Spende p"ii piiil anzubringen, jedem Thoraliebenden, wohlthätigen Glaubensgenossen die Kunde zu geben; ich bitte schließlich, meine aus der Tiefe des Herzens gesprochenen Worte so zu würdigen, wie es die Wichtigkeit des Gegenstandes verdient, den sie besprechen, und verweise auf den Vers 12 '->1 pv! Lazarus Ottensoser, Rabbiner in Höchberg»