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Der Israelit · 1865-04-26 · Heft 17 (26.4.1865) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 17 (26.4.1865)
Date
1865-04-26
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage za Nr. 17 des Israelit. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Aus der Provinz Hanau (Kurhessen). Der Lehrer einer isr. Gemeinde im Kreise Schlüchtern, verkaufte seit einiger Zeit pk>2ri zu sehr billigen Preisen. Er bezog dieselben von einem -OiO in Ungedanken, rm Kreise Fritzlar. Gewöhnlich verkauft dieser das Paar zu 20 Sgr. Durch die außerordentliche Preisermäßigung, im Verhältiüß zu anderen O'-,LNO angezogen, kaufte Herr Maier M. Goldschmidt in Sterbfritz ein Paar neue p^ri für seinen Sohn, der 22 werden sollte. Herr Goldschmidt, ein .2X2' Hp2, wollte sich jedoch erst von dem rv2L?2 dieser überzeugen, und brachte dieselben daher einem 22D in der Nähe, den er für gewissenhaft hielt, um dieselben zu besehen. Beim ersten Blick mußte es dem '> Sachverständigen ins Auge fallen, daß die rm22 dieser nicht aus einem Stück gearbeitet, sondern sögej nannte „gelegte 20.22" waren, die aus verschiedenen Stückchen zusammengesetzt und mit Leim aneinander j befestigt waren. Was war da natürlicher, als daß j er sie seinem Kreisrabbinen Herrn Schwarzschild in . Schlüchtern zeigte, der dieselben natürlich alsbald für ' d'vr erklärte, und dem Lehrer, der sie seither verkaufte, sofort untersagte, dieselben weiter zu verkaufen; dieser > schickte darauf seinen ganzen Vorrath an die Bezugs quelle zurück. Herr Rabbiner Schwarzschild versäumte nicht, Herrn Rabbiner Wetzlar in GudenSberg, in dessen Bezirk Ungedanken liegt, von dieser Erfahrung in Kenntniß zu setzen, der gewiß die geeigneten Maßregeln treffen wird. — Ein anderer 22-2, Herr Asckmr Mai in Raboldshausen, Kreis Hersfeld, zeichnet sich ebenso durch die außerordentlichen billigen Preise seiner! aus. Derselbe 22D, dem die pb2N ans Ungedanken vorgezeigt wurden, glaubte bester zu thnn, wenn er sich um Kunden, die nur billige kaufen wollen, befriedigen zu können, ebenfalls solche billige pi-22 zum Wiederverkauf zulegte. Sein Vater, der die!;-^22 bei Herrn Mai kaufte, fragte zuerst ob man sich auf das 222-^2 dieser;ft22> verlassen könnte; ans die Versicherung Seitens des Herrn Mai, daß man dieses mit gutem Gewissen könne, erfolgte der Ankauf. Der junge 2^2, der jedoch nicht 222 m' .22.22 x'r.22 i7'Xl7 fein wollte, öffnete der Vorsicht halber ein Paar pd22. Wie groß war jedoch sein Erstaunen, eine solche Schrift, die ich Ihnen, geehrter Herr Redakteur, anbei zur gefälligen Bekräftigung meiner Angaben übersende, zu erblicken. 2^22.2 -w2k> wäre hier wohl vergebliche Mühe, da die Zahl der rwrvx die geschrieben sind, verschwindend gering ist. Eine durchgreifende Regel für die richtige Schreibart der 22^2 ist bekanntlich die, daß wenn ein puri 1222 ',7'X 27i, 22!2 17'XW die Buchstaben nicht lesen kann, dieselben 2122 sind. Die damit veranstalteten Versuche ergaben leider, daß z. B. Kinder anstatt ir>22pi in der zweiten -zx2' '2 .22-22 stets;222pi und anstatt i'7'p p2 jedesmal -'2 lasen. Bei dem -Hip von 2' jm.22 hängt der V72 mit dem oberen Theil ganz zusammen.*) Jedes eine für sich allein genügt schon, die H122;^2.2 zu machen. Man wird, wie gesagt, sehr wenige 2mwx finden, die nicht einen kleineren oder größeren Fehler haben. Ein oberflächlicher Blick in dieses 222 genügt schon, um selbst den Unkundigen zu überzeugen, daß nur der größte Leichtsinn und eine Gewissenlosigkeit, die ihrs Gleichen sucht, diesen 2-2H7 .22x^22 poip erfüllt. Gewiß bedarf es nur dieser Andeutung, um auch Herrn Rabbiner I)r. Enoch in Fulda zu veranlaßen, diesem Mißbrauch, der in seinem .21722 mit so ernsten Dingen getrieben wird, zu steuern. Unseren Glaubensgenossen mögen diese Thatsachen zum warnenden Beispiele dienen, damit sie in der Folge in dieser Beziehung vorsichtiger zu Werke gehen. Wir haben 2"2 auch noch fromme 2'2212 in Kurhellen. In Schenklengsfeld wohnt ein. über dessen Ruf ich stets nur Rühmliches gehört habe. In Falkenberg, Kreis Homberg, wohnt ein 2212 Namens Herz Roscnblatt, der ein P72 2727.2 des allverehrten Nabbinen Wetzlar in Gndensberg ist, und seine Ausbildung zum bei Herrn Goldschmidt in Heidingsfeld bei Würzburg, wM dem Nestor unserer deutschen 2'i2i2, erlangt hat. Obgleich seine Arbeiten in der Niedrigkeit des Preises, nicht mit denjenigen der Erwähnten concurriren können, so zeichnen sie sich jedoch durch ihre gewistenhaftc Bearbeitung und ihre außerordentliche Dauerhaftigkeit rühmlichst vor andern aus. Auch in unserer Gegend, hat sich seit einiger Zeit ein ->212 etablirt, Herr Wolf Grünebaum in Nollmerz, der bis jetzt sehr schöne Arbeiten geliefert hat, und recht tüchtig in seinem Fache zu sein scheint. — Mögen innere Glauoensbrüder doch beherzigen, daß das Gute nicht immer bill.-g, und das Billige nicht immer gut ist. Hcoref. Österreichischer Kaiserstaat. PreHburg. Mit tiefem Schmerz muß es jeden wahren Jehudi erfüllen, das Judcnthum in streitende Parteien zerfallen zu sehen; und eine schwere, Herz: brechende Pflicht ist es, gegen den eignen Bruder zu 0 Wir können das Obengcsagte aus eigener Anschauung bestätigen. — Red.

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