Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1865)
- Date
- 1865-04-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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225 Und thront zu Elam, 10) den Seinen zur Wehr', Auf daß Er der Feinde Pläne zerstör' Und vor den Geschossen Rettung gewähr', Erhebt sein Volk, den Frommen zur Ehr', ") Denn, wenn Er betrübt, so liebt er noch mehr!! Es denkt wohl Edom's schützender Geist, j Daß Bozra so viel als Bezer heißt, 21) Und Engel wie Menschen der Strafe entreißt,! Und Frevler wie Irrende schützend umkreist,! Nur Den schützt Gott, der treu sich erweist! — 22) Der Ziegenbock wuchs mächtig heran, Sein vierfach Geweih stieg himmelan, Die Seinen zu tilgen — sie dachten daran, — Ein Pristergeschlecht ib) zerstörte den Wahn, Die Güte des Herrn hält ewiglich an! — * *6) Und jetzt gerieth ich in Edom's Hand, Das Lust nach meinem Gute empfand; Doch Gottes Hilfe erhielt mich im Stand, * In dessen Hut ich stets mich befand, Der nimmer mich werden läßt zu Schand'. ^) Er kommt von Edom in röthlicher Tracht, ") Zu Bozra schlug er die blutige Schlacht, Der spritzende Saft hat sie blutig gemacht, Den Stolz der Fürsten beugt Er mit Macht, 20) Im Sturm find sie hinweggebracht! — Die Provinz Elymais in Persien mit der Hauptstadt Susa. — Vergl. Jerem. 49, 38. — "j Ps. 146. 14 — Klaget. 3, 32. — Alexander d. Gr. — Daniel 6, 8. — ") Das griechische Reich. Antiochus. — *b) Die Hasmonäer. — »v) Klaget. 3, 22. - Die Römer unter Titus. — Siehe Eben-Esra zu Jes. 63, 1 über die Benennung Edom. — '«) Klaget. 3, 31. — '») Jes. 63, 1 — 3 u. 34, 6. — Bozra ist eine edomitische Stadt. — -«) Ps. 76, 13. —! Es sammle die Seinen der gnädige Hort! Zu Sich, von allen Seiten, sofort,! Und führe sie hin zum heiligen Ort, I Erscheine Selber auch wieder dort,! Denn also spricht sein heiliges Wort. — 23) Gelobt sei Gott! Der so sich erwies!! Daß' Gnad' und Erbarmen uns nimmer verließ!! Er thue Dieß ferner und mehr noch als Dieß, — , Zur Ehre des Mannes, nach Dem Er uns hieß. 24) Gelobt sei Gott! Der uns geweiht, Zu preisen Seine Herrlichkeit, Und Einheit auch und 'Einigreit! So laßt uns sein dazu bereit, Mit Gut und Blut zu jeder Zeit! — Von Ihm, Dem der Frieden angehört, Sei Segen und Frieden uns allen bescheert, Allseitig sei Israel Frieden gewährt, Die Jugend werde in Frieden belehrt Und Herz und Seele zum Himmel gekehrt. Gelobt-sei Gott! Dem der Frieden gehört, Der Friedensfürst gelobt und verehrt! — 2») Bezer, im Stamme Rüben (5. B M. 4, 43. Josua 20. 8), war eine der Freistädte, wohin der unabsichtliche Todtschläqer sich flüchten durste. — Vergl. Malkoth 12 a. — «) Ps. 31, 24. — -U) 5. B. M. 30, 3. — Vergl. Raschi daselbst. — Jes. 43, 7. - ") Jes, 9, 5. - Ausruf au alle Menschenfreunde, insbesondere an alle israelitischen Cultus - Gemeinden. Die in Graz sich aufhaltendvn und Erwerb suchenden Israeliten haben sich korporativ vereinigt, einen Friedhof zu errichten — Die Erlangung hiezu scheiterte an dem von Maximilian I. im Jahre 1496 ertheilten Privilegium, nach welchem Juden nicht ein 24ständiger Aufenthalt in der Steiermark gestattet wurde Nahe an vier Jahrhunderte hat ein Gesetz aufrecht bestanden, welches allen menschlichen Gefühlen Hohn sprechend, in der Leidensgeschichte des Judenthums mit einem eisernen Griffel tief und blutig eingegraben ist. — Was historisch zu Recht bestanden hat, — dieses alte Privilegium ist gefallen, und mußte dem jetzt anerkannten Menschenrechte unter der Aegide unseres glorreichen, erhabenen Monarchen Platz machen. Herr Leopold Ritter, ein alter, streng religiöser, rechtlicher Kaufmann, ergriff zuerst die Initiative beim hohen Staatsministerium, unter ausführlicher Begründung der Dringlichkeit und Nothwendigkeit, in Graz einen Friedhof zu errichten, und der Umstand, daß Sanitätsrücksichten, eben so wie die entehrende Behandlung nach Polizei-Vorschriften jüdische Leichname, über die Gränze nach Ungarn, und dort einer fremden Gemeinde der Willkür zur Bestattung