Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1865)
- Date
- 1865-04-19
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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226 zu überantworten, siegte, und das Priucip der Humanität und Philantropie, wurde beim hohen^Staatsministerium zur Wahrheit Seit Januar 186t ist Herr Ritter im Besitze des hohen Erlasses, wonach der hiesigen Judencorpo-- ration. gestattet ist — einen jüdischen Friedhof zu errichten. Diesen hier in Rede stehenden Friedhof zu errichten, scheiterte an den materiellen Mitteln der in Graz wohnenden Israeliten. — Kaum 200 Seelen stark, ist diesen nach dem Vorausgeschickten bis jetzt kaum möglich gewesen, sich hier eine halbwegs gesicherte Existenz zu schaffen, zumal der Handel eben wegen der früher berührten Beschränkungen keinen festen Fuß fassen konnte. Zur Errichtung des Friedhofes nach dem behördlich vorgelegten Bauplane, mit Inbegriff der 2 Joch Feld, bedarf es, nach dem vom Baumeister vorgelegtcn Ueberschlag, einer Summe von mehr als fl. 9000 öst. W., eine Summe, die für die hier ansässigen Juden unerschwinglich ist. — In dieser Bedrängniß sieht sich die Grazer Judenschaft durch das hier gewählte und hier gefertigte Comite veranlaßt, an alle Menschenfreunde, namentlich an die Vertretung israelitischer Cultusgemeinden, die freundlichste Bitte zu stellen: Milde Beiträge an das hier gefertigte Comit ( zu leisten (die gesammelten Beiträge sind an den Kassier Herrn Jos Wechsler gefälligst einzusenden), und jede noch so geringe Gabe wird durch die Presse veröffentlicht, sowie alle gesammelten Beiträge unter Autorität verbucht, und die Verwendung zu--Jedermanns Einsicht in Evidenz gehalten werden wird. Graz, im Januar 1865. Das Comit^ der Friedhof-Verwaltung: Ignatz Rechnitzer. Leopold Ritter, Vorst. B Jos-sWechsler,kassier, Jacob Tritsch. Anton Schwarz. Auf Ersuchen des löbl. Comito's erlauben wir mrS, obigen Aufruf auf's Wärmste zur Beachtung zu empfehlen. Daß überhaupt Juden in Graz eine Cultusgemeinde bilden, ist so erfreulich, daß sich gewiß viele Glaubensgenossen veranlaßt sehen werden, die gemeindlichen Institutionen daselbst nach Kräften zu fördern. Die Redaction. k^ür einen mit den nöthigen Schulkenntniffen verse- O henen jungen Mann wird in einem respektablen Haufe, in welchem das Geschäft Samstags und Feiertags geschlossen ist, eins Lehrlingsstelle gesucht. Geneigte Offerten besorgt unter Chiffre k,. kV 234 die Expedition d. Vl. HSehufs Errichtung einer dritten Claffe wird für rittsere Elementarschule ein Lehrer gesucht. Das Gehalt desselben ist vorläufig auf 300 Thlr. festgesetzt. Qualificirte Bewerber wollen ihre Anträge unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand gelangen lassen. Cöln, 6. April 1665. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde L. N. Frank. /Ain promovirter israel Lehrer, der auch Unterricht in^ Englischen und Musik ertheilt, sucht zum sofortigen Eintritt eine Stelle an einer Gemeindeschule, oder als Hauslehrer. Bei letzterer würde derselbe auch die Führung der Geschäftsbücher übernehmen. Franko-Offerten sab Nr. 213 an die Exped. d. Bl. —, fLs wird ein Hilfslehrer an einer Schule gesucht, welcher im Stande ist, in den Elementargegenständen zu unterichten. Bei Gelegenheit zur Ausbildung in den talmudischen Wissenschaften erhält der Anzustellende nebst völlig freier Station einen jährlichen Gehalt von 150 fl. Reflectanten belieben ihre Offerten der Expedition d. Bl. sud 239 franco einzusenden. Am 1 Mai eröffne meine Resianra tion im Haufe Lu» LLrons, L Stock H A. Brarmschwerg, Cantor. o»- LSVI. '*« für gemütiss- und nervenkranke Israeliten. In meiner Anstalt, die sich seit ihrem Bestehen allseitiger Anerkennung erfreut, können Kranke beiderlei Geschlechtes Aufnahme finden. Für die Angehörigen solcher Leidenden möge es zur besondern Beruhigung dienen, daß alle Kranken, deren Zustand es «ur irgend erlaubt, an dem Familienleben des Unterzeichneten Antheil nehmen. Bayreuth (Bayern), dm 2. April 1865. D*. Würzburger