Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1865)
- Date
- 1865-04-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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318 die übrigen Erwägungen ds. Grund genug, nicht über v"o.i psu.-i pO2 hinauszugehen spr iimii ^>^1. Anderseits ist jetzt constatirt, daß, wenn nicht jede Besorgnis, welche z. St. erwähnt, wirklich vorliegt, oder der von erwähnte dießbezügliche Minhag Platz gegriffen p-e:) keinerlei NLM pan vorliegt. Or. Israel Hildesheimer. Rabbiner. Literarischer Gericht. Aus Ungarn. Lei der Verbreitung, deren sich Ihr geschätztes Blatt auch in unserer engern Heimath erfreut, dürften Sie es kaum verweigern, von einer literarischen Erscheinung auch dann freundlichst Notiz zunehmen, so selbe ihres sprachlichen Gewandes wegen für Deutschland minder zugänglich ist. Aus diesem Gesichtspunkte gestatten wir uns, hier eines Merkchens zu erwähnen, das soeben die Presse verlassen unter dem Titel: Lmetd - v« - LiuuuL. Biblische Geschichte (in ungarischer Sprache) in methodischer Verbindung mit den Grundsätzen der Religion und Moral. Für den Gebrauch Israel Volksschulen bearbeitet von N. Fischer, Lehrer an der Musterhauptschule zu S. a. Ujhely. Keine sonderlichen Freunde der vielen Unfterblichkeitsversuche, wie diese in der Gegenwart nur allzuhäufig uns entgegentreten: blätterten wir anfangs mit einem Grad von Widerwillen in diesem anscheinend anspruchslosen Büchlein. Wir bedauerten es seit lange aufrichtigen Herzens, daß unsere Literatur in der Neuzeit an Breite wohl, nicht aber an Tiefe zu gewinnen scheint. Um so erfreulicher war's für uns, rücksichtlich erwähnten Merkchens in vortheilhafter Weise eine Ausnahme machen zu können. In der Anlage sowohl, als in der Ausführung bekundet sich ein aufrichtiges, ernstes Streben. Gerne möchten wir hier einige Partien in eingehender, umfassender Weise besprechen, so dieß in einem deutschen Blatte möglich wäre. Wir glauben indeß, daß diese einfache Notiz genügen dürste, die ungar.-M. Lehrcrwelt auf dieses neue Schulbüchlein aufmerksam gemacht zu haben. Ferner erschien soeben ein poetisches Merkchen in hebr. Sprache unter dem Titel: srrr'Q von A. Rotten berge r. Schade, daß der Verfasser, der trotz der Schwerfälligkeit seiner Verse ein tüchtiger Kenner der hebr. Sprache zu sein scheint, in der Wahl seines Stoffes überaus unglücklich gewesen: der Stoff ist — der erste April! Der Verfasser fragt im Laufe seines Gedichtes, warum es denn im Hebräischen für „ den ersten April" keinen adäquaten Ausdruck gebe? — Gewiß unendlich naiv. Wir beabsichtigten mit dieser Notiz durchaus nicht, den Herrn Verfasser zu kränken; bedauern es bloß , daß ein Mann von eminenten Fähigkeiten seine geistige Kraft ähnlichen Spielereien zuwendet. M. Ehrentheil. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Hamburg, 4 Nißan. In der dritten Repräsentantensitzung hatte man wie bei den früheren nur noch die Geschäftsordnung zum Gegenstand der Beratung. Es ist im Interesse der Gemeinde auch sehr erwünscht, und von H. S. Herz deshalb energisch befürwortet, daß man sich zuerst über das Verfahren der Collegien unter sich und gegenseitig genau einige, denn sonst könnten die bei einzelnen Fällen entstehenden Dissidenzen das Zustandekommen eines Gemeindestatutes bis in die Ewigkeit verschleppen. Darüber kann nun kein Zweifel herrschen, daß dieser schwankende Zustand, in dem wir uns jetzt befinden, wie jedes Provisorium ein gesundes Gemeindeleben in der Entwickelung stört*). Eben dieser Dissidenzpunkt aber ist es, der nicht so leicht zu erledigen ist. In der Broschüre wird folgender Vorschlag gemacht, für die Verhandlungen nach Einführung des Statuts: Bei vorkommenden Differenzen zwischen Vorstand und Repräseiltantencollegium, soweit solche nicht Gegenstand des Kultus betreffen, bestimmen die Repräsentanten durchs Loos drei, und der Vorstand zwei aus ihrer Mitte, die zur Berathung und Beschlußnahme zusammeutreten. Es wu-de beschlossen, von Zeit zu Zeit die Ergebnisse der Verhandlungen dem Publikummitzutheilen. Ferner wurde der Antrag angenommen, daß der Präsident den Auftrag habe, von jedem Gemeindemitgliede Eingaben entgegenjunshmen, und das Amendement, die Verlegung derselben von dem Urtheil des Präsidenten abhängig zu machen, verworfen, well man, wie Hertz richtig bemerkt, sich nicht im Voraus die Hände binden wollte. In der nächsten Sitzung erwartet man die Vorlage des Statutes. *) Namentlich macht das Begräbnißwesen viel zu schaffen. Es ist wi'der ein aus einer Civ l'be hervo gegangenes Töchterchen gcstordc? , den» selbst der Präses des Vorstandes jetzt die Auf al'me auf dem jüdischen Friedhose verweigert, der nun der Jnronsrquenz in Bezug auf den vor einigen Wochen erwähnten Fall beim Senat an^eklagt, und auf das Stadthaus geladen ist.