Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1865)
- Date
- 1865-04-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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217 strictesten Materialismus huldigen und sich trotz der schreiendsten Unwissenheit und des gänzlichen Mangels an wahrer Bildung, indem sie die Abgeschmacktheiten der Atheisten nachahmen, für aufgeklärt halten — wie denn ja immer Unwissenheit und Dünkel sich paaren und der größte Thor sich als den Weisesten achtet —: dieß, dieß ist nicht genug Zu tadeln und für jeden echt Aufgeklärten und Wohlgesinnten in Israel tief betrübend. Würden die dem göttlichen Gesetze untreu Gewordenen Israels zur Einsicht gelangen über das, was sie thnn und was ihnen zu thun obliegt; würden sie neben andern lobenswerthen Bestrebungen ihres erhabenen Berufes sich bewußt fein und diesem mit aller Energie nachleben —, dann würden sie allseitig die wahrhafteste, die höchste Aufklärung besitzen; dann würde Israel wieder groß, stark, weise und glücklich sein und die Anerkennung und Achtung aller Nichtisraeliten genießen, und die innere Emancipation Israels wäre vollbracht und könnte da, wo die äußere noch aus Staatsunklugheit oder Gehässigkeit vorenthalten wird, diese äußere schneller, sicherer und allgemeiner herbeiführen. Wie wahr, wie ewig wahr bleibt doch das Wort der heiligen Schrift: MX 12V „Denn nur bei Dir, o Gott, ist die Quelle des Lebens, nur in Deinem, nur durch Dein Licht schauen wir Licht'" Gutachten aber die chemischen ürskandtycite öes Emmi. Jeder Sachverständige weiß, von welch' großer religionsgesetzlicher Bedeutung 12 N2-7 -X die Kenntniß der Substanz des sogen, „geschmelzt" x"^ ^'x -Br') d. h. die innere Glasur (Email) in den eisernen Töpfen ist. Die größten ^x "L'x haben ihre Unsicherheit bei Beurtheiluug dieser Substanz unumwunden ausgesprochen. So schreibt man dem (ch',7 9^ >), was von demselben stillschweigend zugestanden wird, daß Niemand diese Substanz genau kenne, da die betreffenden Fabrikanten deren Ingredienzen in's tiefste Dunkel hüllen. Nach x"^ l. c. enthalten sich auch Einige sogar der neuen Geräthschaften mit dieser Glasur für die Peßachtage. Ich habe mich nun zur Eruirung der Wahrheit an eine der ersten Autoritäten in diesem Fache, Herrn A- Schrötter, Professor der Chemie in Wien, mit i der Bitte um genaue Auskunft gewendet und theile in Folgendem dessen kostbares, eingehendes Gutachten mit: Email von gußeisernen Geschirren. 1. Grundmane: 30 Th. Quarzmehl,! 16^2 Th. Borax, l 3 Th. Bleiweiß, werden zusammengeschmolzen, wodurch etwa 39 Th. Masse entstehen, welche mit 9 Th. Quarz l und dem erforderlichen Wasser fern gemah-! len und mit 88^ Th. geschlämmten Pfeifen-! thon und ß-2 Th. kohlensaurer Magnesia! innig gemischt werden, > oder:! 30 Th. Quarzmehl, ' 30 Th. fein gemahlener Feldfpath, i 25 Th. Borax, nach dem Schmelzen mit Th.^ Thon,! 0 Th. Feldfpath und! G/4 Th. kohlensaurer Dtagnesia genüscht.! 2. Deckm'asse:! Sie unterscheidet sich von der Grundmasie da- > durch, daß sie vielZinnorid aber keinen Thon enthält: i 37',2 Th. Quarzmeyl, i 27^,2 Th. Borax, i 39 Th. Zinnorid,! 15 Th. calcinirte Soda, j 10 Th. Salpeter,! 5 Th. kohlensaure Magnesia. Ein wohlfeileres und sehr gerühmtes Email aus! Schlesien bestand nach einer Analyse von Faißt aus: I. II. Kieselerde 47,96 42,46 Thonerde 1,19 6,39 Kalk 11,27 0,73 Zinnoxid 10,68 12,66 Natron 28,51 87,13 1. Glasur zum Email von dein weißer Farbe. 2. Glamr zum Email von röthlicher Farbe. Die Grundmasse besteht zweckmäßig aus 79,83 LH. Kieselerde, 3,39 Thonerde und 15—16 Natron. Das Zinnoxid möchte vielleicht vortheilhaft durch gefüllten 11a 0, 50 3 zu ersetzen und die Kieselerde und das Alkali in Form von Wasserglas anzuwenden sein. Es geht daraus hervor, daß die O'.n^nx ganz im Rechte waren, wenn sie dieser Glasur den S? 9-. gaben, und dürste dieß jetzt nicht ,^2 sondern 'xm r>2Q geschehen. Verlieren auch hierdurch die Schlußworte in 9w : cx p-:O O-?. x:- selbstverständlich ihren Einfluß, so sind doch