Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 9 (1.3.1865)
- Date
- 1865-03-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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124 und nicht wenig dazu beigetragen, den gestörten Frieden in der Gemeinde wiederherzustellen. — Freilich gibt es noch immer einige Bethörte, die'an jenen schändlichen Tractätchen '-Qp ,'^p hangen und auf die Wahrheit jener entsetzlichen Blasphemien, die gegen die edelsten Männer Israels gerichtet sind, schwören; wir hoffen jedoch, daß es dem hingebenden, von den besten Absichten beseelten Wirken unseres Herrn Rabbiners gelingen wird, auch diese verirrten Gemüther zu beruhigen und der Eintracht und dem Frieden zurückzugewinnen. — Wir wünschten, in diesen Blättern eine Verurteilung jener wahnsinnigen Traktätchen zu lesen, damit alle Welt erkenne, daß die wahrhafte Orthodoxie mit jenem Unsinn Nichts zu schaffen hat, der in denselben für echtes Judenthum ausgegeben wird. (Wir ersuchen den geehrten Herrn Korrespondenten uns O'-np.i und die uns noch nicht zu Gesichte gekommen, zu übersenden. Red.) - Aegypten. Herr Heinrich Per ei re, Sohn des Herrn Emile Pereire aus Paris, bereift gegenwärtig Aegypten; wie das Journal von Cairo berichtet, hat der Vice^ könig ihn in auszeichnendster Weise empfangen und ihm ein eigenes Dampfboot für einen Ausflug nach Oberägypten zur Disposition stellen lasten. (Univ. Jsr.) Feuilleton. (Nach Inhalt, Reim und Rhythmus.) Von 1. Wie so lieblich ist Deine Ruh', Sabbat, Du, o Königin! Drum auch eilten wir Dir zu: Komm, o Braut, mit fürstlichem Sinn! *) Schön und festlich angethan, Stellten wir segnend Licht Dir hin; Alle Arbeit ist gethan, Ruhe bringt uns jetzt Gewinn. Süßes soll jetzt wohl uns thun, Fisch und Gans und fettes Huhn! y Baba k. 38 b. — Mit dem Abend standen bereit Leckerbissen aller Art; Rüsteten schon bei Tageszeit MastgeMgel, jung und zart. Süßigkeiten allerlei, Mit gewürztem Wein gepaart. Dreifach, 2) daß genug es sei Allen Mahlen, ungespart! Süßes soll jetzt wohl uns thun, Fisch und Gans und fettes Huhn! Endlos Erbe, Jakob gleich, Wird besitzen, wer ihn ehrt; Ehret ihn, ob arm, ob reich, Und Erlösung wird gewährt. H Ehret Ihr den Sabbattag, Gott alsdann Ihr angehört; b) Habt Ihr täglich Müh' und Plag', Heut' ist Lust uns unverwehrt. Süßes soll jetzt wohl uns thun, Fisch und Gans und fettes Huhn! Vom Geschäfte halte Dich fern, 6) Mit dem Rechnen halte ein; Sinnst dennoch Du so gern, Mag's für Deine Töchter sein. — Deinen Söhnen auch gib Dich hin, Seien sie groß und seien sie klein; Wecke ihnen Herz und Sinn, Führ' in Gottes Wort sie ein. — Süßes soll jetzt wohl uns thun, Fisch und Gans und fettes Huhn! Abgemessen sei Dein Schritt,?) Nenn' den Sabbat wonnig Gut; Auch ein Schläfchen nimm nur mit, 8) Da es wohl der Seele thut. Meine Seele ersehnte Dich, Weil sie gern in Liebe ruht, — Rosenumgeben, wonniglich, Um sich her das junge Blut. — .Süßes soll jetzt wohl uns thun, Fisch und Gans und fettes Huhn! -) Für die drei Sabbatmahle. Sabbat 116 a. — ») Ies. 59, 18. 14. Sabö. 118b. — y Schem. rab. par. 25 am Ende. — y Vergl. des. Svhar Bamidbar col. 332. S. 73». Sulzb. Ausgabe. — °) Jes. 58, 13. — Sabb. 113 ». — Tanchuma Ber. im Anfang. — -) Sabb. 113 ». 150 s. — y Nach dem bekannten Notarrcon vom Worte Schabbat. —