Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 9 (1.3.1865)
- Date
- 1865-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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L14 Goldes so schlagend beweisend« DMouären, daß schon! seit anderthalb Jahren dWe an den Hantz diefdvun-! absehbaren Kluft getriebeMn MugUckliGerL an u«sere > jüdische Verpflichtung appelliren, daß hundertjährige! Greise, wie die Säuglinge an der Mutterbrust, von! gleichen Gefahren umgeben, von denselben Netzen umstrickt, in dieselbe Glauhensfanatik gebarst, chr ver- ' zweifelteS „'N2„wi-AlMnochk* zum Allgütige«! hinaufseufzen; daß dieses Alles seit anderthalb Jahren! aller Welt so klar wie der Tag domonstrirt wird, und dem gegenüber entweder, und zwar meistens, gar nichts! geschieht, oder höchstens allerlei deprimirende Möglichleiten, Eventualitäten, Besorgnisse, Calculationen in! den Vordergrund geschoben werden; ja, sogar von einem der Edelsten, ThatkWästigften, sonst immer kühner atz tausend Andere die Initiative Ergreifenden i'MZVi i'y' i'-w' OV.-i sq entscheidend betont wird? — „Die Schwierigkeiten sind kaum glaublichich gebe dieß zu. „Las ganze Terrain ist noch in so großes Dunkel gehüllt;" ich gebe dieß zu. „Das Unternehmen von so ungeheurer Tragweite und Ausdehnung, daß es noch nicht einrnal ganz übersehen werden kann;" ich gebe dieß vollkommen zu. — Auf alles dieses mM aber jeder, der nur einen Tropfen jüdischen Herzblutes in sich zu haben vorgibt, mit drei kleinen Worten: antworten; „Und was daun??"; oder bester mit zwei noch kleinem; ,,'Uv rH»???" — „Ja, aber die Schwierigkeiten sind unübersteiglich;" daß gebe ich nicht zu. „Das Terrain ist unmöglich zu lichten;" daß gebe ich wiederum nicht zu. „Das Unternehmen mu ß sich jeder soliden Berechnung entziehen;" das ist wiederum nicht znzugeben; dir Beweise werde ich schon njcht schuldig bleiben. Soll ich erst daran erinnern, daß sogar hiß alten Heiden den Schweiß als den Thürhüter der Arbeit darsteüteu, oder an das rrn) ripr-w O'p-m.-i? Gab es noch je eine Frucht ohne Aussaat, ohne mehr oder weniger mühevollere Aussaat? oder führten etwa je rationell unternommene physisch mögliche Mittel ni cht zur noth- «ondige» Eonsequenz? Ist nicht «nzm rn-H? — Hat. um unser Gewissen auch durch außerjüdische Facta zu mahnen^ Christoph Calumbus auch etwa calciKrhj ob bei der Ausführung alle ungünstige Möglichkeitenhei Smte geschoben werden können, und doch standen auch ihm weder ein französischer noch ein englischer Crylstst Zur Seite? OmMs. ms«, vasvum xvrto war auch, seine THvije; und doch handelte es sich dort um H andelsifltfueNen, und zwar nur um Auffindung eiMn^p kürzeren. Weges nach.Ostindien; und UW was handelt es sich hier bei uns? Doch war sollen wir lgyge bei dev Reminiscenz an das Jahr der JHenyertreibung aus Spanien*), verweilen; blei- OUsich uns diese, besoMrK.<ch^ ihre WM VW, opvhsdoxen Sranvpuntte aus HrurshHIL, aerade-sür dse. avtzkawine MMnrssngeWrigMt' gar Mnche^ zu denken gM. beu Uür bei der Sache sMst. Sind vie Missionäre in Mringerer Geftchp, uUd werden sie etwa wegbWben? Und uch? And wir? Wir allein, die wir uns, M> zwar mit Recht, jene moralische Kühnheit, der die Welt gehört und immer gehören wird und soll, vindiciren, wir allein sollen die Feiglinge sein, welche ihr nimmer rastendes, mit vulkanischer Wucht hämmerndes und pochendes Gewissen mit bequemen Einschläferungstheorien abfertigen? — „Jeder hat näherlregende Interessen." Nein, und tausendmal «ein, ss gibt kein näherliegendes Interesse. „Jeder hat näherlregende Pflichten;" dieses mag wohl bei den Meisten zugegeben werden. Allein es bleiben immer noch so viele übrig, welche theils keine näherliegende Wichten haben, theils allen im reichsten Maaße gerecht werden können; es bleibt aber auch für alle Uebrigen ebenfalls der kategorische Imperativ, „trotz alledem und alledem" auch dieser Pflicht neben allen übrigen zu genügen. „Wenn doch nur die öffentliche Meinung so recht gründlich über die ganze Situation aufgeklärt werden könnte!" Freilich wäre dieß sehr gut; freilich haben wir dieß in unserem ersten Worte advisirt. Daß Solches bis jetzt noch nicht geschehen, davon liegt wahrlich die Schuld nicht an uns. Zur zweckentsprechenden Anfertigung der betreffenden Broschüre gehören neben andern mir bis jetzt unbekannten Quellen auch folgende: -iVdv vrp von Jsak Altrisch, Ludolf Historica Aethiopica, Käthe Reise in Abessynien, Oombss «t lauaissisi s an 8t«rv amorr§ tbs k'alasllas in Ab., Zunz ferner wäre sehr wünschenswerth ssouvval äe Vsbats vom5. u. 6. (?) 1845; ferner ksvue äes äsux moväes (November und December 1864). Zur Erlangung dieser Werke, resp. Berichte, bemühe ich mich unausgesetzt seit vielen Monaten durch Vermittlung meiner Freunde in Wien, Berlin und anderen BibliothMorten; aber alles vergebens. Wer mir diese und andere, die Kenntniß Abessyniens,^ insbesondere der Falascha^s, wesentlich fördernde ältere (8a1t etv. besitze ich) öden noch mehr neuere Werke aus einige Wochen verschaffen kann, wird zur mittelbare» Förderung dieser so heiligen Nälionalangelegerchsit wesentlich beitragen. Nach diesem laugen, aber unfreiwilligen Excurse wollen wir pflichtgemäß Zur objectiven historischen Darstellung zurückkehren. — Den zweiten Gegenstand des Berichtes bildet ein geehrtes Schreiben des oben angedeuteten, in allen jüdischen Kreisen hochverehrten jüdischen Gelehrten. Derselbe constatirt seine innigsten Sympathien, für diese große, schon stit 17 Jahren mit heiligstem JuterMö von ihm verfolgte Sache, und ver spricht auch mit seinem ganzen Einflüsse (und dieser will mehr als be( tausend Andern sagen) dafür ein- —^err, weny die ^achtz7 — reif sein, werde. "" " sei'aver jetzt während der Regierung des so graufa