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Der Israelit · 1865-03-01 · Heft 9 (1.3.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 9 (1.3.1865)
Date
1865-03-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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6. Jahrgan r Israelit Ein Central-Organ für das orthodoxe Judentham. Herausgegeben von V». Lehmann in Mainz. Mainz, den 1. März 5625 (1865). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens N/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 80 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehmm Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknotm laut Eours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 sl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Belicht über die Entwickelung der Falaicha- Angelegcnheit und Bnntheilung der hierbei gemachten Vorschläge. — Denlschrift über dre Revision der israel. Kirchen« Verfassung im Königreiche Württemberg «Fortsetzung). — LeitvngSnachrichtcn und Eorres-ondruzeu: Deutschland: Frankfurt a. M. Feuilleto«: Die Londoner Juden. (Forts.) — Auhalt der Beilage: ZeituugSuachrichtrn und Cvrrrs-ondrnzkn: Deutschland: Frankfurt a. M. Hamburg. Mainz. Frankenthal. Würzburg. — Oesterr. Ka isei st.: Wien. Kollin. Mako.— Aegypten. Feuilleto«: N'.N'N' Nv. Leitende Artikel. Bericht «brr die Entwickelung der Falafchk-Angelegenheit and Veurtheiluug der hierbei gemachten Vorschläge. Bon Or. llilüesdeiMer. (Siehe Nr. 49 v. Jahrg.)^ II. Seit meiner ersten Berichterstattung in dieser über jeden Ausdruck großen Angelegenheit sind bereits wieder so viele Kundgebungen theils zur öffentlichen, theilzu meiner Privotkcnulniß gelangt, dab ich nicht langer ar.strhen will, dieselbe hier zu besprechen, zumal die erstercn in fremder Sprache niedergelegt find.! Immer in chronologischer Ordnung referirend,! gereicht es mir nun zum besonderen Vergnügen, die! für die praktische Ausführung so höchst erfreuliche! vertrauliche Miltheilung eines edlen gelehrten Freun-! des an die Spitze stellen zu können, daß Einer unserer Glaubensgen offen von besonders her-! vorragendem Reichthume aber von noch! weil eminenterer Großmuth und Hochherzigkeit,im Großen und Ganzen wie im Ein-! zelnen und Besonderen, seine freudigsteBe-! reitwilligket zugesagt habe, dasUnternehmen, sobald es an derZeit sein werde, mit ergiebigen Geldmitteln zu unterstützen. ES mögen mir nun hier einige nothgedrungene subjektive Betrachtungen, hervorgerufen durch diese aufrichtende Kunde, gestattet sein. Da ich durchaus keine Veranlassung habe, meine dießbezüglichen Berichte und Beurtheilunacn in schönfärberische Formen zu gießen, da cs im Gegenlheile der Sache nur nützen kann, wenn das Bild des öffentlichen Interesses an der Entwickelung des Unternehmens so gezeichnet wird, wie es wirklich ist; so werde ich jedes der Daten in wahrhafter Gt stall geben, ungeschmückt, unverblümt und unverändert. Unter unS sei Wahrheit. Ich kann, ich mag dem Leserkreise das Schmerzliche des Totaleindruckes nicht verschweigen. Ja, das Schmerzliche, bei noch so erfreulichen einzelnen Thatsachen, bei noch so rühmlichen Ausnahmen. Oder wäre es etwa nicht sehr schmerzlich, zu sehen, daß schon seit anderthalb Jahren der ganze Jammer einer Anzahl von zweimalhundert fünfzigtausend unserer Glaubensgenoffrn, geklemmt zwischen der fürchterlichen Alternative: Verthierung durch Paganismus oder Bearbeitung von unermüdlichen, unverwüstlichen, mit großen Haufen

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