Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 5 (1.2.1865)
- Date
- 1865-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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57 der Gemeinde: Rabbi Samuel Castial aus Konstantin, Rabbi David Balilia aus Karagttor, RaM Ephraim Zalach aus Babel Und Rabbi Joseph Halevy aus Deutschland (rr^-rv^x). Nach einiger Zeit bauten die Portugiesen an der Meeresküste eine kleine Citadelle: sie standen mit dem Könige vott Cochin, dem sie keine Steuer auferlegten, in einem freundschaftlichen Verhältnisse; aber die Juden hatten viel von ihnen zu leiden, bis die Holländer kamen und die Portugiesen vertrieben. Den Holländern leisteten die Juden jeden möglichen Vorschub. Nach einiger Zeit jedoch kehrten die Portugiesen siegreich zurück, erschlugen die Holländer und wütheten gegen die Juden, verbrannten ihre Synagoge und erschlugen viele von ihnen. Die Uebriggebliebenen flohen in die Wälder und m's Gebirge. Später jedoch eroberten die Holländer die portugiesische Festung. Als die Juden das hörten, verließen sie ihre Schlupfwinkel und bewohnten wieder ihre früheren Wohnungen, wo sie mit den Mälabariern und Holländern in bester Eintracht lebten. So lange die Holländer in dieser Stadt waren, erging es den Juden sehr gut. Rabbi Jecheskel Rachbi aus Aram-Zoba war Mitglied der holländischen ostindischen Compagnie, und auch viele andere Israeliten waren bedeutende Kaufleute und hatten Handelsschiffe zur See; sie standen im freundschaftlichsten Verhältnisse zu den Juden von Amsterdam, die ihnen Gemarot, Mikro oth gedolot, Turim, Sifre Thorot und andere talmudische, exegetische Und kabaliftische Werke sandten. Auch die schwarzen Juden erbauten sich in Cochitt zwei Synagogen und zwei in Ängichemal und eine in der Stadt Schimut und eine in der Stadt Parot und eine in der Stadt Malar. Der Minhag und die Gebetordnung der schwarzen Juden sind gerade so, wie die unsrigen, die sephardischett; wir verschwägern uns nicht mit ihnen und ziehen sie auch nicht zu Minj aN zu. Als später die Engländer alle Holländer vertrieben, begann sür die Juden insofern eine traurige Zeit, da ihnen die englische ostindische Compagnie den Handel entzog; in Folge dessen sind viele der hiesigen Israeliten nach Bombay und Kalkutta ausgewandert. Jetzt fehlt uns G. s. D. Nichts; möge Gott uns und ganz Israel ferner segnen! Weiße Juden giebt es hier ungefähr 40 Familienväter (200 Seelen); schwarze Juden ungefähr 50 Familien (300 Seelen). In der Stadt Angichaimal, jenseits des Stromes, im Osten von Cochin, wohnen ungefähr 120 Familien (500 Seelen), die 2 Synagogen besitzen. In der Stadt Schimut, eine Tagereise von Cochin entfernt, haben 30 Familien eine Synagoge; 2 Stunden davon liegt die Stadt Parod, welche ebenfalls eine Synagoge besitzt; 8 jüdische Familien wohnen daselbst; in der Stadt Mala, 2 Tagereisen von hier, wohnen 20 jüdische Familien (100 Seelen). Züm Schluffe hätte ich noch eine klein^Bitte an Sie zu richten. In dieser unserer Stadt existtrt kein Beth-Ha Midrasch; möchten doch die israelitische Vereine zu Paris und London für die Errichtung eines solchen Sorge tragen. Wenn Sie für uns Ihre gewichtige Fürbitte einlegen wollen, so würden Sie Sich dadurch kein geringes Verdienst erwerben. David Schem-tob Chaligoa, Vorsänger und Schächter in der heil. Gemeinde zu Cochin. Cochin, in der Provinz Malabar, an der Grenze von Ostindien, am Freitag den 15. Marcheschwan 5625 " Einige Glossen M -er Frage über die Seschnri-ung der in Mischehen erzeugten Linder. 1) Ueber die von Herrn Rabbiner Or. Jllowy so strikt hingestellte Behauptung, daß unstatthaft, ja sündhaft sei, könnte vielleicht die divergirende Ansicht des zu i"' Ende angezo^ gen werden Allein die neueren und neuesten Interpreten zur St. haben ganz richtig gegen in Schütz genommen. Zuerst Tipis V'pv Nr. 14, welcher auf erwidert, daß von mit großem Bedacht die und nicht 26 d als Quelle angegeben, weil jene Talmudstelle nur von der Vornahme jener Operation aus sanitätifchen Rücksichten spricht, welche allerdings gegen Entgelt erlaubt. In vorliegender Stelle aber handle es sich um die Ausführung der Beschneidung an Nichtjuden, ohne obige Veranlassung, hier gelte ganz gewiß (nach More) der von zur Erklärung angegebene Grund, welcher schon im inn erwähnt, nach welchem eine Sünde dadurch begangen habe, daß er, nach der Tradition, die Aegypter zur Vornahme der Beschneidung veranlaßt, und wenn dieß schon bei ppp, dessen Absicht doch eine gottesfürchtige war, der Fall gewesen; um wie viel mehr erst die allgemeineVornahme eines solchen Aktes ohne Mw, welche „sehr verächtlich" sei (mnü p-un). Auch findet sich eine Parallelstelle (Mbnachot 43»), daß man kein mit linL'L versehenes einem Nichtjuderr verkaufen dürfe, weil dieses in die Hände eines räuberischen Heiden kommen könnte, der umhüllt darin für einen Juden gehalten, den Letzteren zu seiner größten Gefahr in verbrecherischer Mficht auf dem Wege begleiten könnte. Auch "v kömmt zu ganz denselben Resultaten; und endlich bemerkt w->2 nm zur Stelle, daß in nur von .ib'v ohne also von der bloßen Operation, nicht von der eigentlichen .iiLv die Rede sei, letztere aber von den als der