Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 4 (25.1.1865)
- Date
- 1865-01-25
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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50 hervorgebracht. Herr H. begab sich zu mir, um Erkundigung einzuziehen, ob er dadurch die pvsri nicht ^Os gemacht habe; anfänglich bewunderte ich die schöne Arbeit derselben, als ich aber den angebrachten Niß genauer untersuchte, mußte ich zu meinem größten Erstaunen erfahren, daß die wro aus Cement gefertigt sind. Aus Neugierde trennte ich dieselbe auf und fand endlich, daß sie nur der Form halber mit Cement begossen sind, denn es waren gehörigeres und ungeformte Pergament r'rs darin enhalten. Der Cement darüber ist ungefähr, hauptsächlich an den Enden, i/i<- Zoll dick; daß solche ^DS n^sr sind, bedarf keiner speciellen Anführung. Nachdem die pvsn Geschichte in meiner Gemeinde verbreitet worden war und sich Viele Die p>sr bewundernd angeschaut halten, wurden mir andere in Berlin gekaufte p'psr zur Besichtigung vorgelegt, unter denen ich noch ein Paar, das wahricheinlich aus derselben Fabrik stammt, vorfand. Die besagten habe ich in Besitz und nur von einem drei Cementwände abgenommen. Ich finde mich verpflichtet, diesen Mißbrauch, wodurch viele unschuldig dNL'Sü werden, der Oeffentlichkeit zu übergeben, um wo möglich den unreligiösen ->SD zu entdecken und ihm die Fabrik von rix -rvri.-n r-rvrr -ncm zu stören; denn nicht der ehrliche Verkäufer, sondern nur der hat die Schuld zu tragen, daß solche pdsn angelegt werden. " Um solche p^sr, zu erkennen, bedarf es nur der einfachen Probe; wenn man mit einem Messer an dem darüber gezogenen Lack schabt, so erscheint die blaugraue Farbe des Cementes; bei stärkerer Angreifung ist der ziemlich dickbelegte Cement sehr leicht abzunehmen. S. H. Willner, Rabbiner. Schweiz. Bern, 15. Januar. In der Judenfrage haben sich auch die Regierungen von Tessin und St. Gallen im Sinne Solothurns ausgesprochen , wonach eine Entkräftung der Beschränkungen in den Art. 41 und 48 der Bundesverfassung nur auf dem Wege der partiellen Revision zu erzielen. (Fr. I.) Frankreich. Paris. Bekanntlich macht gegenwärtig Renan mit feinen! Freunde Mariette auf Veranlassung des Vicekönigs einen Ausflug nach Ober-Aegypten. Nach Beendigung desselben nimmt er seine frühere Reiseroute wieder auf. Er hat nämlich die Absicht, ganz Kleinasien zu bereisen, um neue Documente für die Fortsetzung seines Buches über den Ursprung des Christenthumes zu sammeln. Dieses Werk wird im nächsten Winter erscheinen. Seine Stelle an dem College de France hat, wie bereits gemeldet, der Deutsche Solomon Munk — er ist aus Glogau gebürtig und jetzt 60 Jahre alt — erhalten. Renan's Mitbewerber um den hebräischen Lehrstuhl war ebenfalls ein Deutscher, Professor vr. Oppert, gewesen, und man hatte vielfach geglaubt, daß er der Nachfolger des Genannten werden würde, vr. Oppert scheint jedoch seinen Aufenthalt in Compiegne benützt zu haben, um zu verhindern, daß man ihm diese gefährliche Nachlassenschaft Renan's antrage, und hat darauf hingewiesen, daß sein Freund, der gelehrte Munk. sich, abgesehen von feinen Kenntnissen, wohl am besten dazu eigene, diesen Lehrstuhl zu übernehmen, da sein Zustand — Munck ist nämlich blind — die studirende Jugend jedenfalls abhalten werde, durch eine Demonstration zu Gunsten Renan's ihrem Mißvergnügen über dessen Absetzung Raum zu geben. (Didaskalia.) Palästina. Der Oberst Henry James erstattet in einem Briese an die „Times" vom 31. November d. I. Bericht über den Fortschritt der Nachforschungen über Jerusalem durch eine Kommission, die zu diesem Zwecke dorthin geschickt worden ist. Das Zustandekommen der Kommission beschreibt er au? folgende Weise. „Der Dekan von Westminster ersuchte auf Veranlassung des Bischofs von London und anderer Philanthropen und Gelehrten den Minister de Grey. daß eine Inspektion unter meiner Leitung veranstaltet werden möge, indem eine genaue Besichtigung von Jerusalem und seiner Nachbarschaft als eine nothwendige Grundlage zur Verbesserung des Gesundheitszustandes der Stadt und für die geeignete Besprechung zahlreicher interessanter Fragen, die mit seiner Topographie Zusammenhängen, betrachtet werden kann' gleichzeitig wurde gebeten, daß 500 L. St. zur Bestreitung der veranschlagten Kosten der Expedition zu meiner Verfügung gestellt werden möchten. Dieses Gesuch erhielt die Genehmigung des Ministers de Grey und mit der Zustimmung Sr. Kgl. Hoh. des Oberbefehlhabers wählte ich mir einen Offizier, Kapitain Wilson, und einige Subalternoffiziere und Sappeurs der königlichen Ingenieure von der Artilleriebrigade. Sie verließen England den 12. Sept. d. I. vollkommen ausgerüstet mit allen Erfordernissen zu der Erledigung ihrer Aufgabe." Oberst James fährt alsdann fort: „Aus den Berichten, die ich alle vierzehn Tage über die Fortschritte und die Ausgaben erhalte, erfahre ich, daß die Gesellschaft sehr befriedigende Fortschritte macht, und daß die Summe der veranschlagten Kosten nicht überstiegen werden wird." Kapitän Wilson benachrichtigt mich, daß er den freundlichsten Beistand des Paschas und aller türki-