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Der Israelit · 1865-01-04 · Heft 1 (4.1.1865) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 1 (4.1.1865)
Date
1865-01-04
Page
– (sequence 10)
Language
German
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10 des GotteSwortes hingezogen; ein ideales Unbefriedigtsein, Sehnen und Wollen erfüllt es schon früh und steigt mit dem geweckteren Bewußtsein im graden Verhältnisse. Allerdings kann der sorgenbeladene Familienvater es ermöglichen, einen 1^2 in's Haus zu nehmen oder wenigstens für einige Stunden zu engagiren, selbstverständlich aber keine Fachgenies für verschiedene Branchen, sondern im glücklichsten Falle eines sehr mäßigen Geistes Kind. Daß demnach sein geliebtes Kind, für das er lebt und strebt, nur sehr sekundären Nutzen von diesem Lehrer haben kann, ist klar, daher ,->-nn 222^ '^22 Wir müssen hier einen Sprung machen, indem wir das (im 12. bis 13. Jahre) austretende Kind im 14. bis 15.Jahre auf derJesch. wiederaufsuchen. „Wir müssen, sage ich, und zwar aus dem sehr traurigen Grunde (der um seiner großen Wichtigkeit willen einer eigenen Besprechung bedarf, und auf den ich auch später nochmals zurückkommen werde), da wir für Schüler zwischen dem 12 und 14. bis 15. Jahre (welches letztere das Minimum des Alters sein sollte, eine Jesch. zu besuchen) meines Wissens gar keine Vorbereitungsanstalt besitzen. — Wir finden hier nun die beiden Jünger wieder, hier den den Kopf in der Regel sehr hoch tragenden, bewußt auftretenden, weil mit größerer äußerer Selbstständigkeit begnadigten „Glücklichen"; mit ihm haben wir es hier selbstverständlich nicht zu thun. Dessen Existenzsrmöglichung ist die einfachste von der Welt, er sucht eine möglichst gute Wohnung, am besten zugleich mit 2^22 verbunden, desgleichen einen preiswürdigen Kostgeber, am besten zugleich in seiner Wohnung, zahlt demselben in verabredeten Raten und damit Punktum; er kann daher in der ersten halben Stunde mit Allem in Ordnung sein. — Der Andere allein, der bescheidene Plebejer, der im Bewußtsein seiner Armuth gedrückt und anspruchslos austritt, ohne Reisekoffer und Handtasche sich unfreiwillig zu einer alten Philosophie bekennt, die alles Ihrige mit sich trägt, er allein bildet unser Thema, ihn müssen wir aufsuchen. Wie erhält er sich da und durch wen? Zum vollen Verständnisse der Antwort müssen wir hier von den drei Gruppen und Schattirungen der größeren Gemeinden sprechen. Man nimmt (im Liefern Ungarn wie in Polen, Galizien, re.) fast in allen größern Gemeinden drei verschiedene religiöse Bekenntnisse (wenn man das erste derselben überhaupt noch ein jüdisch-religiöses Bekenntniß nennen kann, was ich selbst nicht anerkenne) mit mehr oder minderprägnantem Gepräge wahr, von denen die erste entschieden, die zweite nur mit wenigen rühmlichen Ausnahmen und nur die dritte eigentliche Stammhalter der nw'V' eigentlich 71^2 '->21^ 'p'mv sind. Die erste Abart bilden diejenigen, die dem traditionellen Jndenthvme und seiner rigurosen Pflichtenlehre den Rücken gekehrt, die sich zum bequemen Eudämonismus bekennen, im Banne des Materialismus liegen, mit einem Worte — die Nihilisten. Daß hier von keiner Unterstützung der Thorajünger die Rede sein kann, versteht sich von selbst; unmittelbar durch Kosttische kann es schon aus dem einfach-traurigen Grunde nicht geschehen, weil man nicht — bei ipien essen darf. Aus diesem Grunde, daß nämlich durch den Abfall des größten, wenigstens des maßgebendsten Theiles der Gemeinde vom heiligen Speisegesetze die Erhaltung der riw'i?' (deren größtes Contingent überall die 'a2 bleiben werden) eine Unmöglichkeit geworden, sind leider schon manche 212'L" zerstört worden, ja sind von gewissenhaften 22'w' '2212 selbst in sehr gerechter Besorgniß unberechenbarer 2'>^22 blutenden Herzens aufgelöst worden; so in T ... s, wo noch heute v'2' -pixd einer der ersten Koryphäen talmudischer Gelehrsamkeit p.2212 i'2d2 des rp22 2idw 5N2 funzirt, aus dessen reicher Quelle des Wissens viele ihren Wissensdrang befriedigten, bis sie von ihrem frommen Lehrer — heimgeschickt wurden. Wohl könnte von dieser Seite noch immer mittelbar durch Geld und sonstige nicht mit r^em religiösen Gewissen collidirende Unterstützungen derselbe Zweck erreicht werden, und dies geschieht wohl auch nicht selten aus verwandtschaftlichen oder sonstigen Rücksichten, allein bei dem jämmerlichen Widerspruche zwischen solcher Subvention und dem Leben des Gebers ist es fast nie die eigentliche 21-22 2-2'd 2,2:22. Dem Prinzip nach sehr nahe verwandt sind diejenigen, die, deren Haushalt zwar noch streng koscher ist, die sich jedoch zu Ansichten van Philippson, Geiger, Jellinek und Eons, bekennen; die praktische Unbrauchbarkeit derselben für die Stützung der 22:2 ist nur noch eine Frage der Zeit; prinzipiell ist dieselbe schon längst entschieden. Aber auch die in sehr vielen Beziehungen diametral entgegengesetzte Partei des Chassidismus ist rücksichtlich der eigentlichen Masse desselben auszuscheiden; wir haben Nichts von ihr zu erwarten. Ich sage absichtlich die Masse desselben. Ueber diese so merkwürdige religiöse Richtung hier so nebenbei ein Urtheil zu fällen (über dessen Ausfall der Leser bei meinem schon so oft dargelegten religiösen Principien übrigens nicht in Zweifel sein kann) ist selbstverständlich unstatthaft; auch handelt es sich hier nicht um die weitverzweigte Partei überhaupt, sondern um ihr Verhältniß zu den 2Q'L". Es muß hier nun ausgesprochen werden, daß es bei ihnen selbst keine '22m gibt, und wenn ja solches einmal Vorkommen sollte, so geschieht dies trotz des Chassidismus (wie z. B. beim Rabbiner zu Csenger, der übrigens jetzt zur früheren Einfachheit des Nichtchassidismus (o'ViiO, wie man uns gewöhnlich nennt), zurückkehrt,) nie und nimmer als Chassidismus. Was nun dis heilige

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