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Der Israelit · 1864-12-28 · Heft 52 (28.12.1864) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 52 (28.12.1864)
Date
1864-12-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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ken Gutes thut!" — Das Andenken, das sich David Saffoon gestiftet, wird ein dauerndes sein. — Mainz, den 21.Dec. Die hebräische Zeitschrift „Hamewaffer" veröffentlicht ebenfalls den die Falascha's betreffenden Aufruf des Herrn vr. Hildesheimer. Derselbe ist nunmehr in sechs jüdischen Zeitschriften und vier verschiedenen Sprachen publicirt. Das „Jew. Chronicle" theilt unfern Vorschlag, das Hauptconüts betreffend, mit, ohne eine weitere Bemerkrmg daran zu knüpfen. Oesterreichischer Kaiserstaat. Prag, am!8. Dec. Im vorigen Monat feierte der rühmlich bekannte Professor Wessely das 25. Jubiläum seiner Lehrthätigkeit. Adressen und Deputationen bezeugten dem Jubilar, wie sehr man sich in ihm geehrt fühlte, welche allgemeine Theilnahme seine wissenschaftlichen Bestrebungen gefunden. Belgien. Zn PeruweLz hat ein Pfarrer seinen Pfarrkindern empfohlen, ihre Produkte nur an fromme Katholiken zu verkaufen. Die Landleute wollen jedoch nur denen verkaufen, welche am meisten und am pünktlichsten bezahlen. (A. I.) Frankreich. Paris. Der Bau der beiden projectirten Synagogen soll endlich begonnen werden; die eine soll in der rus äs 1s Vistori« und die andere im Uarais am plaes vv^als errichtet werden. Die Kosten sind auf 4,000,000 Frs. veranschlagt, von denen oie Hälfte die Stadt und die Hälfte die israelitische Gemeinde tragen wird. — In der nächsten Zeit wird hier eine jüdische Arbeitsschule, zunächst für 15 Kinder, eröffnet werden. — Unser Glaubensgenosse, Herr Philipp Anspach, ist als Rath an den höchsten Gerichtshof Frankreichs, an den Cassationshof, berufen worden; es ist das das erste Mal, daß ein französischer Israelit ein so hohes Richteramt bekleidet; seit einigen Monaten fungirt ein anderer Glaubensgenosse, Hr. Gustav Bödarrides, an demselben Gerichtshof als Generalanwalt. — Die Israeliten der Schweiz haben die Absicht, an den Kaiser eine Deputation zu entsenden, um ihm ihren Dank für die Festigkeit, mit welcher er die Gleichheit der verschiedenen Kulte bei dem jüngst abgeschlossenen Handelsvertrag behauptete, auszusprechen. Diese Festigkeit tritt um so mehr hervor, da die Negierung Louis Philipp's bei demselben Anlässe sich nur zu schwach gezeigt hatte. Auf die Anfrage des französischen Gesandten zu Bern hat . der Kaiser bereits geantworLer, oaß er bereit sei, die erwähnte Deputation in Compiegne zu empfangen. (A I.) Amerika. ' Bei der jüngsten Präsidentenwahl! hat ein gewisser Beate, welcher für Abraham Lincoln i agitirte, sich unterfangen, die Juden anzuklagen und! zu beschimpfen. In Entgegnung hierauf weist die . „New - Yorker Handelszeitung" einfach auf die That- - fache hin, daß in der Unionsarmee 40,000 Israeliten - dienen, von denen 4000 Offiziere sind, daß überhaupt l die Israeliten sich als die eifrigsten Anhänger der Union auszeichnen, und daß dieselben 5 große Hospitäler für die Verwundeten und Zufluchtsorte für die Waisen und Wittwen der Gefallenen, und zwar eins zu New-Aork, eins zu Philadelphia, eins zu Chicago, eins zu Cincinnati und eins zu Sanct-Louis gegrünj det haben, zu welchen den Hilfsbedürftigen, ohne Unj terschied der Religion, der Zutritt gestattet ist.! ' " Feuilleton. Die treue Gattin und -er treulose Drudrr.*> Bon Ein Mann mußte einmal in seinem Geschäfte eine weite Reise nnternehmen, sah sich aber dabei genöthigt, sein iunges Weib allein zu Hause zurück- ' Anlassen. Er ging daher zu seinem Bruder und sprach: „Mein lieber Bruder! ich habe eine weite! Reise vor und kann meine gute Frau nicht mitnehmen. ' Gewähre mir daher die Bitte, daß ich sie während meiner Abwesenheit Deiner Obhut anvertraue! Ich! bitte Dich herzlich, trage Sorge dafür, daß ihr nichts - zu Leid geschieht; sie ist ein so braves, liebes Weib j und verdient wohl Deine brüderliche Liebe." Der ' Bruder versprach, für die Frau Sorge zu tragen, j wie es einem Schwager zukommt, und Acht zu haben, i daß sie an Nichts Mangel leide. „Reise mit Gott!" j sagte er; „ich werde Deine Frau zu mir nehmen, ihr das Häuschen iu meinem Garten einräumen und mit treuer, brüderlicher Liebe über dieselbe wachen."! Der Mann reiste ab und der Bruder that, wie er versprochen. Er nahm die junge Frau in sein l Haus auf, räumte ihr daselbst das Gartenhauschen *) Nach M»ahe-Buch Cap. 204. — Einige Ähnlichkeit in der Anlage, jedoch nicht in der Ausführung, hat die Erzählung: Havich/«d.E 497. Nach!

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