Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 44 (2.11.1864)
- Date
- 1864-11-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2446951-2447141-2447184--02966-2458336- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Taufe cwpsangen hat. Unmittelbar vor dem Taufakte wollte der Papst noch sein Gewissen beruhigen und fragte den jungen Bekehrten, ob er denn wirklich mit Lust und Liebe den neuen Glau ben annehme. Mit Heller Stimme und tiefgerührt von der Milde des heiligen Vaters antwortete der Knabe : e w i ß . i cb will i i e b > r e i n e n G l a n den bekennen, der mir schone Kleider, gute Speisen und Spielsachen (l!i in Hülle und Fülle schafft, und wo ich nicht arbeiten mutz, als in meine arme und elende Familie oder zu dem uuqläu bigeu Schuhflicker znrnckzukehren. der nur statt mp er Leckereien Püffe und Fußtritte gab." Da das rein griffe Gefühl, das aAemalls noch etwas unbestimmt üch äußern mag, von so tüchtigen materiellen Beweg gründen gestützt wird, so hat Se. Heiligkeit jede Be sorgmß, daß der Neophyte fernen Entschluß bereuen könnte, fahren lassen. und die Tauihandlnng wurde ohne Zögern vorgeuomiucn. rDldastälia.- F r g n krei är. Rabbi I onasWepl, welcher am Eeulral gesängrnß zu Nimes angeftelll ist, har ern Sckriftchen über die pidischen Gefangenen veröffentlicht, oem wir folgendes entnehmen. Dir indischen Gefangenen sind derselben allgemei n.n Behandlung, wie die anderer Religionei'. unter morst;r. während jedoch ihre Religion einige Berück nchtjgmrg nndel. Neben den katholischen und vrote stantischen Novellen ist ein Zinuner als Synagoge em gerichtet Ar: SaiMateu und Feiertagen ist den Ge iangemn gestattet, dreimal täglich Gottesdienst abzu Hallen. An den jüdischen Festtagen Und eie Juden von jegliche'. Arbeit bentit. Am Peßachfeste erhalten ne irngenniertes Brod. und die and-.rn Sveiffn w^r den unter Aussicht des?Nui-bi bereitet. Das statistische Verhältnis; der (Hestrugew. n steil: stch;u Gunsten der Juden br-raris. E n g l a n d. Londvn S:r Mösts Montene-m har ststaendes Eireular nach M.uoelo gesandt: „lllL.^i < Vst i!. bllu.! «7.2evt. >!.->6 i." „Ali die Radbiuen, Aeltesten und Gemeindevor stände der Juden von Marocko " Bl eine theureu Brüder nnd F-reundei In der ganzen Welt ist es eil; bezeichnender Charakterzug der Inder', daß sie loyale, gehorsame und friedfertige llnterthanen ihrer Fürsten sind. Was ich von meinen Brüdern in Marocko gesehen bade, gewährt mir die Ueberzeugung. daß dieselben von der allgemeinen Regel keine Ausnahme machen: es ist ja dieser Charakterzug eine Folge der Gebote der heiligen Schrift und der erhabenen Ermahnungen unserer Weifen. Wo die gerechten Anordnungen der gesetzmäßigen Obrigkeit keinen Gehorsam finden, da kann weder Ordnung. noch Ruhe errstrren. Das kaiserliche Edikt Eures erhabenen Monarchen beabsichtigt. Gerechtigkeit und Menschlichkeit im maurischen Reiche ausrecht zu erhol ten: wenn nichtsdestoweniger untergeordnete Beamte die Gewalt, mit der im ausaerüstet und. mißbrauchen, so lastet Euch dadurch zu keinerlei Kundgebung von Mißachtung der aesetzucken Autorität Hinreißen. Ihr dürft terneri Augenblick vergessen, daß Ihr Eurem Fürsten Gehorsam, m'ebe und Achtung schuldet: an ihn müßt Ib-r Erich wenden, cmmck er Euch vor Un terdrückuug schürze oder geschehenes Unrecht wieder ant mache. Ihr megA weder durch Wort, nom That Anlaß zu dem Verdachte neben, daß Ihr Eure Pflichten als Unterthanen Sr. Ken'erlichen Ma-estU mißachtet: Ihr müßt vielmehr bei jeder GeEaenbe»: Eurer? P. ritzenden Wunsch und Euer heißes Vrlangen e.usdrücken, Eure Liebe und Euren Gehorsam gegen rbn zu bezeugen, und ebenso sie Achtung und das Wohlwollen Eurer Landsleute zu gewinnen suchen. Daun wird es dahin kornmen, daß unter d-.s Allmächtigen Beistände Euch, die Herzen Derer stch. zurrenden «'erden. welche Euch feindlich gestuut sind, oder daß. wenn Euch Unrecht g-'schr.'hr. aastest« bestraft werden wird. Ich wünsche nur Eure Wohlfahrt: diese zu befördern habe iw mit großer Sorgfalt mich bemüht. Ich weiß. daß Für aui meine Worte Horen, deren Wahrheit erkennen und meinen Würstchen Folge leisten werdet. .Habet -'in wallstames Auge arn die ärmern uns minder aut erzcm-.nim El an-n msterer Brüdec in Ma rocko. damit ne die Achtung und den Gehorsam gegen die Obrigkeit nicht außer Acht lasten: mögen ne bei geringern Anläsfen geduldig stin. abi r treu und anbänglich rkrem erhabenen Fürsten, der stckerüch nickt veriehlen wirs, diejenigen zu besne.stn. welche seine Befehle mißbrauchen, sein Edlet ruißachten indem sie seinen jüdischen Unterthanen ernstlich Unrecht thun Ich hege die feste Zuversicht, saß in solchen Fällen das Ohr Eures erhabenen Monarchen gegen Eure Klagen nicht verschloffen bleiben wird. Möge es der Wille Gortes mm. aue ferneren Leiden von Euch sein zu Hallen. Euren Beherrscher mit dem Gerste der Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu erfüllen und Eurem erhabenen Monarchen eine lange und glückliche Allgierurrg zu verleiben. Das ist das herzinnige Gebet Eures Euch treu ergebenen Mores Blaute frörest' : Gibraltar EbronicE >