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Der Israelit · 1864-11-02 · Heft 44 (2.11.1864) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 44 (2.11.1864)
Date
1864-11-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
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>>, , nen. Wie viele, viele Deeennien, ja vielleicht Jahrhunderte tragen da Millionen, vermeintlich zum Dienste Gottes, ihr Scherflein dazu bei, daß die Mission aggressiv gegen uns thätig sein kann .' Und wir sollten nicht eine ganz allgemeine Organisation einrichten können, selbstverständlich rein defensiv und zum Schutze für unsere unglücklichen Brüder! Welch edleres und heiligeres Keren Kajemet kann der Begüterte hinter lassen, als eine reiche Spende, niedergelegt ans dem Altar dieser gottvollen Seelenerrettung? Wie kann der Einzelne, wenn ihm der Allgülige in seinen Ge schäften beisteht und ihn in seinen Unternehmungen segnet, würdiger den Zehnten geben, als durch Ab snhrung desselben für diese hochheilige Mission? Es ist wohl Niemand so gestellt, daß er keine diesbezügliche Pflichten gegen nabe Verwandte hat-, wohl wird Jedem in seiner eigenen Gemeinde Noth und Elend tagtäglich vor Angen geführt, wohl hat jeder Febudi hochwichtige Pflichten gegen das heilige Vaud und des sen Bewohner, und bietet ja auch meine Wenigkeit in Verbindung mit vielen Anderen seit einer Reihe von Jahren zur Forderung des Bauunternehmeus da selbst alles Mögliche aus. Allein, nur nicht verzagen; und wenn für ganz seeniidüre Fnteresscu eine Zerstückelung der Mizwath Zedatah und eine Schmälerung aller genannten unabwei-Archen Pflichten allerdings sehr verhängnitzvoll und daher nachdrücküchsr Zruückzuweisen ist. so liegt uns hier eine gebieterische Ausgabe vor. welche keinen Jebudei ruhig schlasin lauen dari. Vor zaget nicht, meine Brüderdas alte jüdische Sprüch- .m m „was man will, kann man," wird sich auch hier bestätigen! Das indische Herz ist elastisch, die jüdische Gabe auch , ne haben sich immer nach den Bedürfnissen dehnen können, und sie werden es auch jetzt. Das -L'xr-r-.Ld-ir--2 ist wahrlich kein leeres Wort, die Geschichte der jüdischen Wohlthatigkelt doeumen tirt dies. Daher, meine theuren Brüder, erbarmt euch unserer zweimalhunderttausend armer und verlassener Brüder, schaffet Rath, thut euch Zusammen, machet Vorschläge, aber schnell, denn die Noth drängt, die Frage ist brennend. Nur weil Letzteres w sehr der -voll ist, habe ich meine Scheu überwunden, als ^x-^-- -r-xi hiemit vor die Oeffentlichkeit zu tre ten, was ich aber nur in der sichern Hoffnung tbue, datz recht bald ein Anderer oder mehrere Ändere, welche von größerem organisatorischen Talent als ich, und die nicht so sehr wie ich den ganzen Tag Andern angeboren, die Angelegenheit viel besser und zweck die iw lieber in die Hände nehmen. Ich schließe, indem ich meinen unmaßgeblichen Vorschlag mache; dieser bestellt darin, daß > - überall Comita's gebildet und orgamsirt werden, welche die ständigen Beiträge und Spenden entgegennehmcn; diese Beiträge haben in Geld zu bestehen; die Spenden sowohl hierin als in iVT. ">52, -w? theils mit, theils ohne Commentar ,--2 MÄtn, (die drei letzter» im Ganzen oder in einzelnen Theilen) 'vsn- - rwd-NL', -w'Oti ,rnnt2 vLva wobei das Comite sich die genügende Garantie über msz zu verschaffen hat. 2) Es werden drei Vertrauensmänner an Ort und Stelle gesandt, um sich dieser hochheiligen Mission, die allerdings große Ovser heischt, OV7, zu unterzieheil. Von diesen drei Männern soll womöglich der eine io zu sagen die intelleetuelle Miffion übernehmen und daher, um nie ohne Auskunft zu bleiben, ein sein; der Zweite, der w Zn sagen du diplomatischen Theil fördert, cin solcher, der Zu dergleichen Sendungen schon etwas Routine hat. Dieselben nehmen die bis dahin eingegangenen Spenden an mit, und erhalten die spater gewidmeten periodenweisi nachgesendet. De. dritte endlich sei für den Snbalterndu nst. Es leuche Lct ein, daß für dre Famrlwn der von uns Gesandten gworgr. somit, daß mtt densi,'ben von vornherein über deren Entgelt negoe.rt werden muß. Ich habe bereits die Zulage Zweier Männer in Jerusalem, welche den beiden ersten Sendungen genügen Zu können glauben,! erlangt: inwieweit dies wirtlich der Fall ist, können wettere Erkundigungen murren. Dieselben muffen auch die amhürische Sprache erlernen, wozu in Jerusalem vollständig Gtstegenbett, welche die lepta nannten Herren wahrzunehmen begonnen haben. Alle einflußreichen, glaubenseifrigen Brüder, welche mit den hohen Negierungen irr Verbindung stehen, besonders in Oesterreich, Preußen, England, Frankreich und Rußland, miwen alle Anstrengungen machen sannt diese,'. Sendboten die krättigsten Schutzbncfe an. mmmtliaw hiermit in Verbindung stehmde Eo.ttnlan und an dn dortige Regierung erwirkt werden, sowie auch die wirk sawsten Empfehlungsbriefe an die Eonsulate, Eisen bahn und Dampfschiffs Directionen, deren Unterstützung ihnen auf dem Wege dorthin von dem größten Nutzen sein mutz. Dieß Alles dürste wohl um w leichter sein, als man den hohen hiesigen Regierungen leicht Zen aen kann, wie unsere Intention durchaus keine offen ' sive, prosiflqtenmachende, sondern nur schützend und . abwehrend ist. Es versteht sich von selbst, daß beim Beginne der Ausführung ebensowohl Garantien über die Einhaltung dev oben angegebenen Verpflichtung ' gegen die Sendboten, als auch über die Fortführung des Unternehmens wenigstens für einige Jahre bereits gegeben werdcn müssen. Die mehrgenanntcn Herren haben die Möglichkeit ausgesprochen, bis zum nächsten Sommer, s. G. w.. Zum Antreten dieser Reise vollständigst inftl'UiN zu sein, was um io wünschen-weither ist, als un anderen Falle die Miffion um ein ganzes Jahr verschleppt werden müßte. Auch aus die , sem Grunde, verbunden mit der mehrfachen Erfahi rung, daß durch zu penibles Vorarbeiten auch die ' größten Angelegenheiten ins Unbestimmte hinansgezo

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