Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 44 (2.11.1864)
- Date
- 1864-11-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2446951-2447141-2447184--02961-2458331- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
r>7t. - Erwägungen, resp. Nachforschungen dreierlei Art ichi nen uns für diese unaussprechlich große Sache be- ^lM-^sonders wesentlich: 1. und selbstverständlich ist bei weitem die Hauptfrage, ob wir es hier überhaupt mit Juden zu thun haben. I I. Ob eine etwa zu organisch ende jüdische Ms non. wenngleich mit großen Gefahren, doch wenigstens ohne die ultimo, rstio derselben, ohne Lebensgefahr dort wirksam lein könne. III. Ob diese Mission rücksichtlich der Mittel überhaupt auskührbar sein werde. .Xr!!. Wohl hat man trüber dre Abstammung di er „Aalascha's" von unserm Volte in Zweifel ge zogen, und es gibt wohl noch je:-.! einige Wenige, meicke dies noch thun. Aber abgesehen davon , daß wenigstens bereits in der ersten Hälfte des lti. Jahr Hunderts der gewöhnlichen Zeitrechnung dieses außer Frage stand, indem im iM" ein Rechksgntachten nach uniern traditionellen Prämissen an dieselben gerichtet ist. bat der so früh verstorbene gelehrte Phyloren Luzatto in den „ArchiveS Jsraälites" durch eine Reilw von Artikeln, welche später m einer Broschüre separat herausgegeben wurden, nch einae hettd mit dieser Frage beschäftigt und von vielen Sei > ten dasselbe Resultat argumentirt. Einer meiner Freunde hat es übernommen, irr einer dentich geschriebenen Broschüre (die obige ist selbstverständlich trau zösisch geschrieben! dieses erste und entfcheidenoe Poftu lat der Oeffentlichkeit zuzusübreu, außerdem habe ich in Jerusalem Erkundigungen über dielen Punkt eingezogen und therle Ui größter Kürze die Resultate mit. welche von d . r viel eicht sichersten Quelle, nämlich dem geistlichen Ober Haupte ocr abesipnischen Christen. Ra m-.iiK Jizchak den Michael, geliefert sind. , Die adesspruschen Juden. die sogenannten Fatascha'L, bekennen sich mit Ostental on bei jeder Gelegenheit als Juden, es gckll deren weiße imd schwarze. Die Sprache derselben ist die arrchürische; nach seiner Meinung sprächen zwar dre Gelehrten noch eine andere Sprache unter sich, aber es gäbe ihrer sehr wenige. Dieselben halten Sabbate und Feiertage, aber weniger nach ältester Tradition --mrw. als wert das ganze 'christliche Gesetz, wenngleich nur in amhärischer Sprache, noch in rann Händen, so daß sich auch die Christen das Gesetz von ihnen mrerpre tiren lasten. Nach einer andern durch 'Vermittlung eines Freundes mir gewordenen Aeußerung eines ge tauften Juden, welcher selbst dort früher als Miffio- » när gennrtt hat, hätten wir als Jehudinr weit mehr ' Hoffnung, unsere Bemühungen mit Erfolg gekrönt zu sehen, als christliche Missionäre, wsil sich die Fala j scha's zu uns hingezogen fühlen und ans sehnsüchtig erwarten. Durch alle dien Nachrichten wird sicherlich jeder! Leier über den Ursprung der Falalcha'S beruhigt fein j urrd die Zeit ftrr unsere thärigfte Lbeilnabme als ge komnren erkennen. Rck li. lieber diese ebenfalls iebr ernste Frage habe ich euch wfoct, nachdem die im Eingang erwähn teil Jammernnchrichtrn uns Alle aufgc rüttelt. an dre so berühmte und einflußreichettmm- II-n ei'->,si!a gewendet, uru deren Narb und Unterstützung bittend. Dieselbe hat in Bezug aus Letzteres mit ge wohnter Bereitwilligkeit und Freudigkeit alles in h rer Kraft Stehende offerirt, lat aber in Bezug aus Erste res auch die Netbwendigkeit uachdrücklichsi bttorrt. durch Vermittlungeil der hohen europäischen Regm-nu gerl kür diese unsere Missionäre den nothweudigeir Schutz gegen de» Fanatismus der dortigen Vevölte rung, sa der dortigen Regierung selbst, bei der letzteren zu erwirken, weil 'onst solche Mission allerrsiuas nicht ohne Lebensg-siabr n' ternonimen werden kann. Hak II! Es nkgein mir und meinen Freunden durchaus nicht, daß die zu diesem Unternehmen erforderlichen Mitte! 'v überaus groß nun mästen, w sehr die hartnäckigste Zähigkeit ans ganz unbestimmte Zeiten beau'vruäen. ko sehr die Hand aussirecken nach den Hmrderten aus den Palästen der Reichen, nue nach dein Groschen ans derl Hutten der Annen, daß alle Gcsammtunternehmungen unserer Glanbensgenas sen, so rührend großartige Resultate diele auck schon erreicht habe::, im Entferntesten nicht mit diesem Rio senplane einen Vergleich aushallen können, und die Schwicrigtettcu. die ück noch in dieser Beziehung bim un-lau tbarmen, scheinen merklich der Art. daß sie a::ch den Mntbiast-.m rsieder'ch'.n.ettern könnten. Jna-.ß. es hane tt; sia> nur di-. Errettung von L.sttt.tttttt Glarrbrusgenoffeu von der gänzlichen Verdumpfung nnd dem Auigeben in heidnisches Götzentbnui einersttts, und dem itttelliNtuellen Schutze gegen dre unermi'idi'ck-: Thäligkeit der christliche!: engln-khen Miisivnäre auo. rerseits. Und wenn ->x: -.x-r-o .-->x r-se --o Br 2--7 2--. wie erst her zweimal buudertfünfMtausend Seelen! Die über jeden Ausdruck erhabene. Tragweite des Zweckes stählt ankere Brust mrt Math und Hoffnung, die wekenttlch durch das Bewußtsisin vergrößert wird, daß über diese heilige Pflicht wohl alle unsere Glaubensgenossen obne Unterschied der rettgiosen Farbe nngetheilt eiing kein worden. Und wenn auch rer Bedarf noch so groß, es wird kehr 'eicht fern, m mi sich Groß und Klein. Reick' und Arm, Gemeinde and Private sreudigst amckließen dieses Riokenwerk zu Ende zu führen, und kolkten wrr auch nur auf's Kurs tigsie die Initiative ergriffen haben, sollte ansora Km dern, vielleicht erst umern Enkeln es beschiedra am, diese heilige Angelegenheit zu Ende zu führen, so möge man nur bedenken, daß auch schon jeder Schritt sin Schritt zum Resultat ist, daß stetes Tropfen den Stem höhlt , daß einzelne Sandkörnchen einen bobon Berg konstruiren. Lernen wir nur von anderen Confessio