Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 41-42 (12.10.1864)
- Date
- 1864-10-12
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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554 Minern, 7 ans Marokko, 1 aus Ostindien und 1 aus Georgia. Kranke unter 20 Jahren waren eS 4; 12 in einem Mer zwischen 20 und 30 Jahren; 10 in den Dreißigern; 16 in den Vierzigern; 15 in den Fünfzigern; 28 in den Sechzigern; 13 in den Siebzigern und endlich 2 zählten 60 Jahre. Außerdem erhielten ärztliche Hilfe, Medicamente rc. 1118 Israeliten, und 88 Muselmänner in 2913 Recepten. Von diesen 1206 Kranken sind gebürtig: 530 aus Jerusalem, 1t aus Hebron, 1 aus Saphet, 2 aus Jaffa, 1 aus Liberias, 40 aus Syrien, 255 aus der Türkei, 290 aus Rußland, 13 ans Oesterreich, 3 aus Frankreich, 5 aus den Donaufürstenthümern, 3 aus Preußen, 39 aus Marokko, 4 aus Persien, 3 aus Aegypten und 6 aus Ostindien. Es befanden sich unter ihnen: 224 Knaben; 189 Mädchen; 230 Männer; 563 Frauen; unter 20 Jahren 510; von 20 bis 30 Jahren 145; von 30 bis 40 Jahren 137; von 40 bis 50 Jahren 114; von 50 bis 60 Jahren 77; von 60 bis 70 Jahren 110; von 70 bis 80 Jahren 103 und endlich im Alter von 80 Jahren 10. Feuilleton. Das Söhnlein Hanmuna's -es üllrrn.*) Von -R. Hamnuna, der ältere, ein hochverehrter Mann der Vergangenheit, von seinen Schülern und Lehrgenosien oft nur einfach der Alte genannt, berühmt auch durch ein tiefsinniges Buch, das er geschrieben, war schon einige Zeit todt und hatte ein Weib und ein fünfjähriges Söhnlein hinterlassen. — Einst befanden sich die beiden Weisen N. Jizchak und N Jehuda auf einer Reise und kamen eben nach dem Orte, wo Hamnuna, der Alte, gewohnt. Sie kehrten bei einer Wittwe ein, die ein einziges Knäblein hatte, das schon die Schule besuchte. — Das Kind war eben zur Schule. — Die Wittwe war aber die Frau Hanmuna's, doch wußten die beiden Weisen dieses nicht. — Als nun das Kind aus der Schule nach Hause kam, sagte die Mutter zu ihm: „Gehe, mein Kind, zu den beiden würdigen Männern, daß sie Dir ihren Segen ertheilen!" — Das Kind trat den Männern näher; doch als es ihnen schon nahe war, ging es wieder zurück zur Mutter und sprach : „Mutier! ich mag den Beiden mich nicht nahen, sie haben heute frühe das Schema nicht gebetet, und also hat man mich gelehrt: Wer am Morgen das Frühgebet zur Zeit nicht verrichtet, der befindet sich im Banne für den ganzen Tag." — Mit Erstaunen hörten die beiden Weisen die Worte des Kindes, erhoben ihre Hände und gaben ihm ihren Segen und sprachen dann: „Es ist wirklich so, wir haben heute das Frühgebet nicht verrichtet; es fehlte uns die Zeit dazu. Wir waren mit der Ausstattung zweier armen Waisen beschäftigt, deren sich kein Mensch angenommen, und wer mit einer frommen That beschäftigt ist, ist von der andern ent' Kunden; aber sage, liebes Kind, wie wußtest Du es?" — „Der Geruch Eurer Kleider, als ich mich Euch nahte," antwortete das Kind, „verrieth es mir; sie find nicht so, wie sie vor und also auch nach dem Gebete hätten sein sollen." Man setzte sich hierauf zum Esten nieder, wusch die Hände, brach das Brod und sprach den Segen darüber. R. Jehuda jedoch, der eine der Weisen, hatte die Hände nicht gehörig gewaschen, sie waren nicht ganz rein, und dennoch sprach er den Segen- — Da sagte das Kind: „Wäret Ihr Schüler R. Schemaja's, des Frommen, so hättet Ihr nicht mit beschmutzten Händen den Segen gesprochen. Wer mit beschmutzten Händen den Segen spricht, macht sich des Todes schuldig!" — Und das Kind begann und sprach: „Geschrieben steht: *) „„Wenn sie hineingehen in das Stiftszelt, sollen sie sich waschen, auf daß sie nicht sterben,"" aus diesem Verse ersehen wir, daß Derjenige, der dieses Gebot nicht beachtet und mit unreinen Händen vor dem König aller Könige erscheint, des Todes schuldig ist. Sehet, die Hände des Menschen sind von hoher und tiefer Bedeutung, und wer die Reinheit seiner Hände nicht beachtet, nährt das Thierische und Unreine, dessen der Mensch sich entheben soll. — Einen Finger hat die Hand des Menschen, es ist der Fmger, den Moses warnend zum Himmel erhoben. — Fünf Niegel, heißt es,**) sollst Du machen für die eine Seitenwand der Wohnung und fünf Riegel für die andere Seitenwand der Wohnung, und der mittelste Riegel schließt von einem Ende zum andern. — Glaubt Ihr etwa, der mittlere Riegel sei ein neuer Riegel? Es ist nicht so, der mittlere Riegel zählt zu den fünf Riegeln, zwei von dieser und zwei von der andern Seite und einer in der Mitte, größer und höher als alle, der alle zusammen befestigt. Er deutet auf die feste Säule Jakob, welche in der Mitte steht zwischen Abraham und Jsak und Moses und Aharon, ja er deutet selbst auf den Finger Gottes hin. — O, die Hand des Menschen enthält tiefe Geheimniste, und die Hand des Priesters, die sich rein 2 B. M. 80, 20. **) 2 B. M. 26 , 26—28. — Vergl. auch Sohar Beschäl, f. 21, col. D. ') Nach Sohar Debariin f. 107, col. c.