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Der Israelit · 1864-10-12 · Heft 41-42 (12.10.1864) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 41-42 (12.10.1864)
Date
1864-10-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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545 kein Opfer scheuen, die Kinder im Hause in Gottesfurcht zu erziehen und außerhalb desselben für sie jüdische Schulen zu gründen, die Kinder, das sind die künftigen Männer und Frauen in Israel, auf ihnen beruht unsere Zukunft 22222 wip p2i. Wohl mag in manchen Verhältnissen die ächt jüdische Erziehung der Kinder große materielle Opfer erheischen; allein, sie ist auch der größten Opfer werth, sind sie döch unser höchstes Gut auf Erden, von keinem irdischen Preise ausgewogen! Erziehen wir unsere Kinder wahrhaft treu in Gottes erhabener Lehre, so werden sie sein der Stolz unseres Alters und unsere Freude am Abend des Lebens. Wird aber die Erziehung der Kinder vernachlässigt, geben die Eltern sie ungeschützt und ungewarnt den gefahrvollen Stürmen des Lebens preis, dann werden sie gebrochen zu ihnen zurückkehren, krank an Leib und Seele, den Eltern zur Schmach und zur Schande. Und wie werden diese dereinst die Verantwortung tragen am Tage des Gerichts? Zwar soll das Auge des Vaters und die liebevolle Sorgfalt der Mutter die Kinder überwachen und leiten zu jeder Zeit; allein vorzüglich eignet sich dazu die Sabbat- und Festeszeit, da alle Geschäfte des Alltagslebens ruhen, und senken wir in ihr den Keim des Guten in unserer Kinder Herz, so krönen wir damit unsere würdige Fesiesfeier, die da gewidmet sei, neben der Ruhe und dem Genuß, der Erhebung der Seele im Gebete, der Erinnerung an die Vergangenheit Israels, der Forschung in der Gotteslehre, dem Ausbau des häuslichen Glücks, der Beschränkung unserer Beziehungen nach Außen und der Forterbung des Gottesgeistes, wie er uns von unfern Vätern geworden ist 7-r ^2 2^17 221 '2 '2127 ^22 ^21 ^'U2 «bx 1')2 X2P2. Literarisches. Apoflag, Ende August. Der jüdische Kalender hat sich sein Terrain längst erobert. Er wird in der Regel selbst von solchen Kreisen in Anspruch genommen, die sich sonst um die Schöpfungen der Literatur wenig zu kümmern pflegen. Die den Kalendern gewöhnlich beigegebenen liturgischen Notizen haben zu deren Popularität nicht wenig beigetragen. Besonders ist es die sogenannte Taschenausgabe derselben, die sich der Gunst des Volkes in hohem Maaße erfreuet. So mancher ehrenwerthe Laie hat es ausschließlich seinem Luach zu verdanken, daß er nicht nur über Dinge der nächsten Zukunft Bescheid weiß, sondern auch über gottesdienstliche Gebräuche am geeigneten Orte ein Wörtchen mitzusprechen verstehet. So weit ist Alles in Ordnung. Wer wird nicht freudig emstimmen in > den Wunsch 2'2221 2'X'2Z '2 2P ^>2 ''.21?2' 'v! Dessenungeachtet darf eine andere, minder befriedigende Seite dieses Gegenstandes nicht unbeachtet bleiben. Das Luach enthält gar oft in seinen 2.22'O falsche oder ungenaue Angaben, die um so störender rücksichtlich synagogaler Ruhe und Andacht sein müssen, als sie zum großen Theile in die Hände solcher gelangen, die nicht in der Lage sind, die betreffende Notiz mit den einschlägigen Quellen zu vergleichen, um sich so über die citirte Speeialität ein selbstständiges Urtheil zu bilden. Das Publikum läßt sich, mindestens für den Moment, schwer bereden, daß das, was im Luach gedruckt stehet, nicht zur Richtschnur genommen werden könne. Die natürliche Folge davon ist, daß sich an geweihter Stätte ein dumpfes Murren vernehmbar macht, so oft die Vorschriften des Kalenders aus triftigen Gründen in der Praxis unberücksichtigt bleiben. Wenn ich es daher für gerathen halte, einige diesbezügliche Punkte namhaft zu machen, so geschieht es selbstverständlich nicht in der Absicht, der Leserwelt originelle Productionen vorführen zu wollen, das sicherlich auch von vielen Andern wahrgenommene Mangelhafte wird von mir deßhalb zum Gegenstand der Mittheilung gemacht, weil hiervon ein praktisches Resultat erwartet wird. Nun zur Sache. In dem sonst trefflichen Taschenkalender für das Jahr 1864 im Verlage von Löwy's Sohn in Pest wird in den 22"2 ^212 Seite 25, Schlagwort 2x angeführt P22 -^1 «"rr .-imv'?. Diese Angabe ist offenbar falsch und könnte nur dann Geltung beanspruchen, wenn von 22^2 V210 2"2 die Rede wäre, wie aus O. CH 552, 12, 553, 1 hervorgehet. Allerdings findet sich in dem Tagesverzeichnisse desselben Luach dem 2"s;ni2"l7 W222 hinzugefügt; dieser Widerspruch ist jedoch nicht geeignet, das veranlaßte Mißverftändniß zu beseitigen. Seite 24 kann die Angabe 22222 212 '22« n^2S '2 222 '22 wohl vertheidiget, in dieser bestimmten Fassung jedoch schwerlich gerechtfertigt werden, da die stehende 22222 für 2"L22 222 xv.2 2"x ist, wie aus Nema O. CH. 428 Ende ersichtlich ist. Ebendaselbst bedarf das Citat: 2)2222 2'22irr nicht minder der Berichtigung im Sinne des O. CH. 295. Das Berührte wird hoffentlich genügen, die Aufmerksamkeit ber betreffenden Redacteure wach zu rufen. Em. Basch, Bez.-Rabbiner. Bau jüdischer Ärmen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Durch Vorstand L. Simonsohn in Zirke a. W. ges. 5 Thr. — I. Mr. in W. 1 fl. — (F. d. A. d. h. L.: Lissard in Amoeneburg für Sal. Sterns

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