Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 38 (21.9.1864)
- Date
- 1864-09-21
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
- Amoraim 1× ep/1003430
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504 cht gekommen, wo zu einem von Herrn Rabbiner D. Deutsch gegen vr. Jost replizirenden Aufsatze folgende Anmerkung zu lesen ist. „Gelegentlich sei mir gestattet, hier mein Bedenken über eine Stelle in Semachoth C. 8 auszusprechen. Sie lautet: iHp rn'LOv.-i'-np p irpbn;vp.i. ES ist mir unbegreiflich, wie R. E. ben Asarjah mit R. G. dem altern gleichzeitig die Leichenrede halten konnte. Zur Zeit der Tempelzerstörung lebte R G. der ältere nicht mehr, sondern dessen Sohn R. Schimeon. (Nach Zemach David im Namen des Juchasin starb R. G. 18 Jahre vor der Zerstörung.) Diesem Sohne folgte R. I ben Sackai, der jedenfalls einige Jahre als Naßi fungirte, und auf ihn erst folgte R. G. der jüngere, der den Streit mit R. Josua hatte, weswegen R. E. b. Asarjah zum Naßi eingesetzt worden. R. E. b. Asarjah war damals 18 Jahre alt. Es steht fest, daß zur Zeit jenes Streites R. G. schon einige Jahre Naßi gewesen. Es ist ferner wahrscheinlich, daß die Trauer über S. Hakkaton einige Zeit vor dem Ableben R. G/s abgehalten wurde, mithin jedenfalls noch vor der Geburt des R. E. b. Asarjah. Höchst wahrscheinlich ist daher die Zusammenstellung der beiden Thanaim eine unzulässige. Da wir nun sicher einem S. Hakkaton zur Zeit R. G.'s, des jüngern, begegnen, Ber. 28, 2. und wohl ohne dringende Nothwendigkeit nicht zwei verschiedene gleichen Namens anzunehmen sind, so würde ich glauben, es habe sich hier an dieser Stelle und auch unmittelbar früher, wo ebenfalls von diesem Sch. die Rede ist, das Wörtchen Ipin irrthümlich eingeschlichen, was auch die Parallelstellen zu dieser früheren, Sanh 11,1., Jerusch. Sanh., wo ipni nicht steht, zu bestätigen scheinen. Jedoch widersprechen dem die Sanh. ebend. angeführten Prophetischen Worte Schemuels in dessen Todesstunde, welche lauten: und zu beweisen scheinen, daß Schern, vor R. Sch. b. Gamliel I. gestorben sei. Doch vielleicht hilft Raschi diese Schwierigkeit beseitigen durch seine erklärenden Worte: und wäre demnach zu übersetzen: „Schimeon und Jischmael sind bereits dem Schwerte anheimgefallen, auch deren Genossen werden dem Morde anheimfallen". Gleichwohl bleibt es denn noch immer schwierig, daß dieser Schern, ein Schüler Hillels genannt wird. (Sanh. ebend., Schir hasch, rabb.) Es ist kaum möglich, daß ein Zeitgenosse des jüngern R. G. ein Schüler Hillels gewesen sei. Allein die Bezeichnung i'Qdn ist wohl nicht streng zu nehmen, so wenig wie von Hillel die Bezeichnung «iip dn Herr Deutsch hat vollkommen Recht, wenn er den Wortlaut der aus Semachoth allegirten Stelle als ein solches Paradoxon betrachtet, das nur durch ein Correctur verständlich werden kann. Allein die Art, wie Herr Deutsch durch Jdentifizirung des Schem. Hakkaton in Semachoth mit dem in Ber. 28, 2, das Räthsel lösen will, kann nicht so leicht befriedigen, und zwar deshalb, weil eben Herr Deutsch eS für unmöglich hält, „daß ein Zeitgenosse des jüngern R. G. ein Schüler Hillels gewesen sei". Daß der Ausdruck ii'vdn nicht im engern Sinne aufgefaßt werden muß, das ist wohl wahr. Jedoch folgende Stelle wird uns zeigen, daß Schem. Hakkaton in der That ein Zeitgenosse des Hillel Hasaken gewesen. Jeruschalmr Sotah, am Ende, heißt es: 10222^ .iVpa ivrr p"2 r<"-!2 O'2pr 12N21;7IQ;p17l VNP.-I ll'2w ^2'2'3 VEV2?7,'2'p. „R. Josua b. Levi erzählte: Als die Gesetzeslehrer in dem Obergemache des Gadja zu Jericho versammelt waren, ließ die Stimmtochter sich vernehmen: Zwei Männer unter euch sind würdig des heiligen Geistes; einer von diesen ist Hillel Hasaken. Da richteten sie den Blick auf Schem. Hakkaton und erkannten ihn als den zweiten." Da haben wir doch ein authentisches Zeugniß, daß Schem. Hakkaton nicht nur ein Schüler Hillel's, sondern sogar ein berühmter Gelehrter in Hillel'sZeit gewesen. Wohl differiren die Parallelstellen in Sanh. 1 la, jer. Sotah 9, 9 von der Erzählung des R. I. b. Levi; allein diese differiren bloß in Betreff des p"2, mit Nichten aber wird der Behauptung widersprochen, daß S. Hakkaton ein Zeitgenosse Hillel's gewesen. Nach Einigen war R. I. b. Levi ein Thanai, und da war ihm zweifelsohne die Zeit, in der, nicht lange vor ihm, S. Hakkaton gelebt, genau bekannt. Aber wenn er, wie Raschi Niddah 18 a behauptet, auch nur ein Amoräer war, ist kein Grund vorhanden, die Authentizität eines solchen, von den Talmuden hoch gefeierten, Mannes zu bezweifeln. Sehr plausibel würde uns scheinen die Ansicht des R. Jechiel, Verfasser des Seder Hadoroth. Sub Littera 0 frägt auch dieser, wie es möglich sei, daß R G. Hasaken mit R. E. b. Asarjah über Schem. Hakkaton eine Trauerrede gehalten habe, und behauptet, daß der Abschreiber der genannten Stelle in Semachoth die Abbreviatur vor sich hatte, dieser glaubte, es sei hier die Rede von R. E. ben Asarjah, in Wahrheit aber wird kein Anderer, als R. E. ben Aroch gemeint. Auch nach dieser Conjectur ists nicht nöthig, zwei Schemuel mit dem gleichen Epitheton hakkaton" anzunehmen. Denn wenn es auch Ber. 28, 2 '2sd 7I22'2 heißt, so kann auch dies auf R. G. Hasaken sich beziehen. (S. Seder Hadoroth Sub Lit. G.)O Schon zur Zeit des Tempels war R. G. Hasaken in Jamnia, denn vierzig Jahre vor der Zerstörung ward das Synedrion dorthin versetzt, und dort hat Schem. Hakkaton das Gebet gegen die Sadducäer stilisirt. Dieser Meinung ist auch der Verfasser des Schalschelet Hakabbalah. Wohl wird nach Tosafot Niddah 6, 2 unter ohne Bezeichnung „Hasaken" in der Regel