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Der Israelit · 1864-09-14 · Heft 37 (14.9.1864) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 37 (14.9.1864)
Date
1864-09-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
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496 kommen, mit denen gemeinschaftlich er einen regelmäßigen Gottesdienst adhielt. Sein schöner langer Bart gab ihm das Aussehen eines Patriarchen. Sein Saboatbrod war nach jüdischer Sitte gebacken; seine Speise und sein Wein wurden von Juden geliefert. An der Thür seines Zimmers erblickte man die Mesusah und in demselben den. Talit- und den Tephillinbeutel. Der Gerichtshof verlangte Bürgschaft von ihm; er stellte zwei arme polnische Juden, die aber ihrer Armuth wegen der Gerichtshof als Bürgen anzunehmen sich weigerte. Die reichen Juden thaten Nichts zum Beistände des Gefangenen, weil sie für sich Unannehmlichkeiten fürchteten. Als sein Tod herannahte, ordnete er an, daß man ihn auf dem jüdischen Friedhofe nach jüdischer Sitte beerdigen solle. Diesem seinem Wunsche zuwider wurde, er von seinen Angehörigen im Grabgewölbe der Gordon'schen Familie beigesetzt. Er starb im Jahre 1798. Feuilleton. Der tägliche Gast. Von H HamlrurASr , I^anck^rabbiuer m Lmcks». Ins Hebräische übertragen von I. S. Wittkower in Altona. 1. O mein Herz, denk' immerfort, j ->12? '23 1- An den Schöpfer, deinen Hort,! 7^12 Der die edle Seele eben j "WÜN Zur Verwahrung dir gegeben. Nil 2. Die sich stets für Fremdling hält, 122 2. Hausend in dem ird'schen Zelt; Wandrer scheint in deinem Schoos, N7>1>r2 Um zu übernachten blos.?13^ NNLU (Bechinot Olam 32.)*) So oft die Schulzeit aus, 122 '3 111»'3 01' ,333! Und Hillel ging nach Haus, 12X ,131'23 21^ ,rrv3>I 3x2. 2M Empfahl er bei den Schülern sich, (N2y1. 2^ 21123 ,2'2Y rilVn^YZ) Und sprach: „Ein Gast erwartet mich." — —"Nllx '2tz ^lltz N1YY 1^ „„Wie kommt es, daß du hast 12'M3 NX3Y2,,: 1113M 1'2'y^ 2xs Tagtäglich einen Gast?"" "? 11221V ,N21X 7,3 L7. 32231,, Also die Schüler einst gefragt; 3IMS2 1221P2 ,2"N Nil „Ist unser Seelenlicht— ein Gast im Körper nicht?— NN12Y 122 NXW x'3„ N^x Wohl ist's am heut'gen Tage mein; — N2Z'8 1N21 ,N21^Y2 2l'N «'3> 3>l1r<3„ Wer weiß — wo es wird — morgen sein?" — (Wajkir. rabb. Parasch^ 34.) *) Das Motto (nach der metrisch-gereimten Uebersetzung von vr. M. C. Stern) ist vom Uebersetzer hmzugefügt. Hierzu eine Beilage. Brrantwortltch« Redaktion: vr. Lehmann. — Drrlag der Le Roux'lchrn Holbuchhandlung. — Dampf-Schnrllprrssendruck von I. GottSlebe« in Mainz.

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