Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 35 (31.8.1864)
- Date
- 1864-08-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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465 gab. In Jerusalem hatte ich 2500 Fr. im Namen der jungen Wittwe des leider zu früh verstorbenen Salomon, Freiherrn von Rothschild, und ihrer Mutter gegeben, ebenso 4000 Fr. für die 4 heiligen Städte Jerusalem, Hebron, Sephat und Tiberiah. Fassen wir nun das Resultat meiner Beobachtungen und Erlebnisse auf dieser Reise zusammen, so ergeben sich bedeutende und glückliche Veränderungen, die unser Herz mit Dank gegen Gott zu erfüllen geeignet find. Genehmigen Sie die Versicherung wahrer Hochachtung, mit der zu verharren die Ehre hat Ihr ganz ergebener Albert Cohn." Ga« jüdischer Irmennnd Mgerwshnnngen in Jerusalem. *) Durch Ascher Levy aur Polzin (Pommern) daselbst gesammelt 10 Thaler. — Ungenannter aus Mainz 1 fl. —Durch Aaron Hirsch L Sohn: von der Gemeinde Drosten 4 Thlr., von der Gemeinde in Neudaunen 2 Thlr. 12 Sgr. 6 Pf., Rabb. Hirsch Kalischer in Thorn 37 Thlr. 3 Sgr., zusammen 43 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf. — Durch Distr.-Rabbiner Flamm in Welbhausen gesammelt bei der Hochzeit des S. Wallfisch in Dornheim 5 fl. 30 kr., bei der Hochzeit des M. Schneider in Nenzenheim 4 fl. 30 kr., zusammen 10 fl. — Durch Distr.-Nabb. Skutsch in Treuchtlingen bei der Hochzeit des Eduard Stettauer dort mit der Wittwe Weinrann gesammelt 5 fl., abz. Porto 4 fl. 45 kr. — Durch Galling er in Binswangen gesammelt bei der Hochzeit des Jos. Heimann 7 sl. 20 kr. — Durch Lehrer Oppenheimer in Theilheim von Hirsch Acholshausen 2 fl., Js. Rosenbaum 30 kr., zus. 2 fl. 30 kr. — (Durch denselben s. T. CH. i. h. L.: von Hirsch Acholshausen 2 fl., Joel Rosenfelder 18 kr., Ungenanntem 12 kr., zusammen 2 fl. 30 kr.) — (Durch denselben für Abr. Rumpf in Jerusalem von Js. Nosenbaum 30 kr.) — Durch Lehrer Sonn aus Steinach bei einerges. 5 fl. — Durch Rabb. Alexander Adler in Lübeck ges. 3 Thlr., von M. I Gumpelfürst dort 1^/2 Thl. — (Für Abr. Rumpf in Jerusalem: von demselben *) In No. 15 dieser Blätter wurde angezeigt, daß Herr Rabb. Sänger in Buttenrviesen 77 fl. 25 kr. eingesandt habe, von denen die Hälfte für das Bauunternehmen, die Hälfte f. d. A. d. h. L. bestimmt sei. Dies ist dahin zu berichtigen, daß die eine Hälfte nicht f. d.A.d. H.L., sondern f. d. n. S. i. I. bestimmt wurde. Wir bitten das löbl. Comite zu Amsterdam, hievon Notiz zu nehmen. Red. 1 Thlr.) — (F. d. A. d. h. L. in Lübeck gesammelt 4 Thlr.) — (F.d.n.S. i.J. dort ges. 21/2 Thlr.) — Durch Banquier Prag aus Düsseldorf, ges. durch A. Goldschmidt bei der Hochzeit des I. Sachs mit Iba Seelig 7 Thlr., bei der .i-'v ri'-Q des Söhnchens des Jak. Simon 1 fl., von ihm selbst 2 Thlr., zusammen 16 fl. 45 kr. — (F. a. T. CH. d. h. L. von M. R. in B. 1 Thlr.) Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Aus Württemberg. Die „Ztg. d. Judenth." bringt in ihrer Nr. 33 gegen die Hohenbucher Versammlung und deren Tendenzen eine Fortsetzung des Schmähartikels, welchen der „Israelit" bereits beleuchtet hat Die an jenen anknüpfende Einleitung hat große Aehnlichkeit mit einer Leichenrede, denn der zweifelsohne officielle Verkäster jammert über den Hingang der württ. Ober-Kirchenbehörde und ihrer Institute, und daß ohne ihn leider Niemand da wäre, der sich um sie kümmern und für ihr längeres Leben eine Lanze einlegen wolle. Brüderlich reicht er deßhalb dem Eskamoteur in Nr. 27 dieses sogenannten „unparteiischen Organs" die Hand zum Danke, daß dieser sich der Schwerverfolgten so ritterlich — wenigstens in einer Privatmittherlung — angenommen habe. Allein schon die Nr. 34 ds Bl. macht seine Freude zur Illusion, da selbst nach diesem Bericht und sogar in der Eßlinger Versammlung, auf welche die extreme Reform doch ihre letzte und ganze Hoffnung gesetzt hatte, über die Nothwendigkeit der Reorganisation unseres Kirchenwesens alle Parteien einig waren und die Reformer auch die Principien der Orthodoxie über die Autonomie der Gemeinde in Cultus- und Ritussachen adoptirend, deren Realisirung — allerdings sehr inkonsequent — nur verschoben wissen möchten. Auch Du Brutus! mag jetzt der Panegyriker in der „Ztg. d. Judenth." rufen. Der Korrespondent möchte gerne eine Partei hinter sich haben und siehe — er ist ein Herzog ohne Land, und Niemand glaubt ihm, wenn er das religiöse Elderado in Württemberg zu sehen vorgibt. Der bisherigen württ. Synagogenordnung von 1838 möchte er einen Nimbus dadurch verschaffen, daß er behauptet, alle, auch die frommen und orthodoxen Rabbiner unseres Landes hätten dazu ihre Zustimmung gegeben. Mit „Zuziehung", nicht aber mit Zustimmung sämmtlicher Rabbinnen ist unsere Synagogenordnnng damals eingeführt