Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 33 (17.8.1864)
- Date
- 1864-08-17
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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445 Antwort des marokkanischen Ooziers an Sir MoseS Montefiore. „Preis sei dem einzigen Gott. Es gibt keine Kraft und keine Macht, denn nur in Gott, dem Allerhöchsten. Von ihm, welcher ist der Diener Gottes, der Sekretär des Staats und der edle Gebieter, dessen Name von Gott ist Sid Taib El Uarniny an den berühmten, weisen und höchst wohlwollenden Sir Moses Montefiore, Baronetl Nachdem wir dem allmächtigen Gott Preis und Dank gewidmet haben, beehren wir uns, Ihnen mitzutheilen, daß wir Ihren Brief empfangen haben, in welchem Sie den gnädigen Empfang beschrieben, der Ihnen von den verschiedenen Monarchen geworden ist, in welchem Sie ferner von deren Billigung des Gegenstandes sprechen, den Sie ausgeführt haben, und von den Vortheilen, welche daraus hervorgehen. Alle Menschen werden Ihnen danken für die Sorgfalt und die Hingebung an die gute Sache, welche Sie dadurch bewiesen haben, daß Sie die Angelegenheit zur speziellen Kenntniß der Großmächte brachten. In Bezug auf Ihre Mittheilung, die Angelegenheiten der jüdischen Unterthanen unsern Herrn betreffend, welchen Gott gesund erhalten möge, haben wir zu bemerken, daß sie Seine Unterthanen sind und Er, Gott schütze Ihn und verewige Seinen Ruhm und Seine Größe, liebt es nicht, daß sie verfolgt werden sollen durch Handlungen der Ungerechtigkeit, weil Gott der Allerhöchste ebenso Ungerechtigkeiten verbietet gegen diejenigen, welche unsere Religion bekennen, wie gegen diejenigen, welche sich zu einer andern Religion bekennen. Unser Herr, Gott schütze Ihn, hat bereits den Einwohnern aller andern Provinzen in Seinem Reiche befohlen, daß Seine jüdischen Unterthanen mit Liebe und strenger Gerechtigkeit behandelt werden sollen, so daß Keinem von Ihnen ein Unrecht geschehe. Er hat auch die Einwohner aller andern Provinzen Seines Reiches auf die Macht und Strenge Gottes hingewiesen und sie getadelt wegen der Ungerechtigkeiten, welche sie bereits gethan haben. Wir haben Ihre höfliche Aufmerksamkeit und die Gütewelche aus Ihrem Briese hervorgeht, nicht vergessen; wir werden niemals verfehlen, ernstlichst über das Vorgehen der Beamten in den Provinzen unseres Herrn, welchen Gott erhalten möge, zu wachen. Geschehen im Monat Mohharam im Jahre 1281 der Hedgirah." (Jew. Ehr.) Amerika. New-Uork. Herr Jsaks, Vorsänger der isr. Gemeinde „Schaare Tephilah" und Redakteur des „Yewish Messenger" feierte unlängst den 25. Jahrestag seiner Hochzeit. Derselbe erhielt zahlreiche Geschenke, Beweise von Liebe und Achtung, doch keines, das sich mit dem seiner Gemeinde hätte vergleichen lassen. Diese sandte ihm eine Adresse zugleich mit einer Anweisung auf 29,000 Doll. (ca. <0,000 fl.). Die Adresse lautete: „New-Aork, den 24. Juni 5624. Ehrwürdiger und werther Herr! Das Unterzeichnete Comits machte sich im Aufträge Ihrer zahlreichen Freunde in der Gemeinde „Schaare Tephilah" das Vergnügen, bei Gelegenheit Ihrer silbernen Hochzeit beifolgende Anweisung zu überreichen, welche Sie freundlichst entgegennehmen wollen ebensowohl als ein Zeichen ihrer persönlichen Ehrerbietung und Achtung, wie auch als einen Beweis der Anerkennung des lobenswerthen Eifers, welcher Ihr ganzes Leben kennzeichnet überall, wo es galt, die Interessen unserer Gemeinde und die Wohlfahrt des Judenthums zu befördern. Ihre Freunde sind glücklich, Ihnen, Ihrer würdigen Frau und Ihrer Familie zu diesem frohen Ereigniß Glück wünschen zu können. Möge der allmächtige Gott Sie ferner segnen und ein Leben auf lange hinaus verlängern, welches so ernstlich der heiligen Sache Israels gewidmet ist. Möge es Ihnen vergönnt sein, nach einem Leben voll Glück und Gesundheit auch noch die goldene Hochzeit zu feiern!" (Folgen die Unterschriften.) Wir fügen hinzu, daß Herr Jsaks sowohl, als auch die von ihm redigirte Zeitschrift der orthodoxen Richtung angehören. Feuilleton. Auszüge von Erzählungen, Gleichnissen, Gedanken und Meinungen, wie Erklärungen von Schriftstellen aus hebräische« Werken. Von Zoaepll Lav!e»!o vreslaiu Von'David, als er seinen Verstand verstellte vor Abimelech, und der ihn hinwegtrieb, und er ging.