Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 32 (10.8.1864)
- Date
- 1864-08-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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430 Hiob 19, 24. LarLiwiseba hat, vielleicht in Zusain- I menhang mit dem Ortsnamen ^arkemiscb, Jes. 10,! 9., Jerem. 46, 2., II. Chron. 35, 20.); deckil, das! vom Silber gesonderte (daäal) Blei, das staul »uw der Alten, „Werk"; dann auch Zinn (4. B M.! 31, 22.) plumduin album (Aruch: Artikel ^istsror» j — x«l/cst^vv), und selbst »eebosebtztir, Erz, , Kupfer, scheint seinen Namen — wenn nicht eben-! falls von der ihm eignen schlangenühnlichen Farbe — > von der dem Kupfer bekanntlich von den Alten zuge-! schriebenen Heilkraft zu haben, also von »aebasob,! zischen, flüstern, besprechen (vergl. 4. B. M. 21, ' 8 — 10. mit 2. König, 18, 14. und die Erklärungen i der Eommentare); nur dsrssl deutet auf eine spe-! cifische Eigenschaft des Metalls, auf dessen Härte und Eindringlichkeit (von daras, xaras, parss-, eindringen, durchbrechen, woher Chaw. und bei den Talmudisten dirss, Stich, Oeffnung, Wunde; der Endbuchstabe larnsä in darsel entspricht etwa der deutschen Endsilbe el in Stachel, Hebel u. s. w , vergl. Marmel.) — So tritt denn auch diese Eigenschaft des darsei in vielen bildlichen Ausdrücken auf, z. B. Ps. 2, 9. sededet darsel, eisernes Scepter —strenge Herrschaft, „welche die Empörer wie irdene Gefäße zerschmettert," — Jes. 48, 4. „denn ich weiß, daß du hart bist, dein Nacken ist eine eiserne Sehne (§iä daret) und deine Stirne ehern (veedusedad)." So nahm das Wort darsei, ohne irgend einen Zusatz, noch andere entsprechende Bedeutungen an, und zwar (2. König 6, 5.) zur Bezeichnung eines Werkzeuges, um Holz zu fällen; (Pred. 10, 10.) „ein stumpfes Eisen (Schwerd), dessen Schneide nicht geschärft." — Fesseln indessen finden sich sowohl von darse! (Ps. 105, 18. 107, 10.), als von needosedetd (Klagel. 3, 7. Richter 16, 21. 2. Sam. 3, 34.). — Auch der Eigennamen Larsilai <2. Sam. 17, 27. 21, 8. Esra 2, 61.) heißt wohl: ein Mann von Eisen, fest und unbeugsam, „Eisenmannn," „Eisenhart". — Nicht unwichtig ist auch die Stelle (Spr. Sal. 27, 17.) : „Eisen (darsel) wird an Eisen scharf, und ein Mann wetzt die Schneide des Andern." — Auffallend ist endlich auch, daß sich nur von »eedosedetd ein Adjectiv findet: »sedused (Hiob 6, 12.), needusedad, welches das Dar^am denn auch durch Xarkui» gibt — (Ps. 18. 35. Hiob 20, 24.). — ..' A. Tendlau. Jeremias. (Nach Midrasch Schah.) Noch rauchen Jerusalems Trümmer. Es fliehet das Volk vor der Geißel Der Fremdlings zu Fremdlands Fesseln! Wo gibt's einen Schmerz wie den meinen? Dort unter dem Schult und dem Moder, Da sitzet gebeuget, bekümmert, Ein Greis, einst edel gestaltet, Nun beut er ein Bild des Jammers! Wohl stieret das gramvolle Auge Wie irr auf die traurigen Trümmer, Es lallen die bebenden Lippen: „Wo gibt's einen Schmerz wie den meinen? „Als ich zur Sendung berufen, Zur Sendung wider die Völker, — Nicht dacht' ich im Fluch zu vernichten Auch dich, du Fürstin der Völker. — „Die Fürstin war Buhlerin worden. Sie sandte der zürnende Gatte Zur Schwelle des heiligen Hauses Den Trank, den verfluchten, zu trinken. „Es reicht ihr der Priester die Schale Und spricht die grause Verwünschung: „„So komme, wenn, Weib, du bist schuldig, Verzehrend der Trank in dein Jnn'res. „„Er lasse dir schwinden die Hüfte, Wie Gift mag den Bauch er dir schwellen, Du werdest zum Spott deiner Nachbarn, Zum höhnenden Sprichwort der Gassen; „„Auf daß du anheimfällst der Schande, Entblöß ich dein schmachvolles Antlitz."" — „Entfernt ist die Hülle — der Priester Erkennet --die eigene Mutter! „Die Mutter, die ihn geboren!- Erfüllt sind die Flüche des Sohnes. Jerusalem, du meine Mutter) Wo gibt's einen Schmerz wie den meinen?" Hierzu eine Beilage. »rrantwortlich« Redaction: vr Lehm «UV. — Verlag her Le ««»k'schen Hostuchhandlnug. — Dampf-SchnellpreffendruS von I. Sottslebe« in Mainz.