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Der Israelit · 1864-08-03 · Heft 31 (3.8.1864) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 31 (3.8.1864)
Date
1864-08-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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418 der Aufklärung und rationellen Anschauung mit verachtendem Hohn auf den niedrigen langst überwundenen Standpunkt des positiven Judentums herab; und soll, der Jugend zirgemuthet werden, daß sie in diese» Abgrund västsige und verkomme? Wer auch in den Schulen, auf dem Lande begegnen wir der traurigen Erscheinung, daß im Widerspruche mit der orthodoxen Richtung der Mehrheit der Gemeindeangehöriaen, durch den vergewaltigenden Einffuß der sog. Fortschrittsmänner, ein destruktiver Geist und Ton vorherrscht; da sehen wir das Judenthum nicht als das lebendige, geistige, als das belebende und begeisternde JuvenHum zu seiner Geltung gebracht werden, sondern als ein Todtengerippe aus den nächtlichen Schatten finsterer Jahrhunderte hervorgezogen in seiner Schauerlichkeit dem jugendlichen Gemüthe vvrgeführt; dem jugendlichen Gemüthe, das nur die Gegenwart erficht, nur für das Lebendige Empfindungen hat, damit in demselben keine innige Theilnahme und kei» «ärmeres Interesse als das kalte Geschichtliche Mrückbleibe. — „Gründen wir eine Schulet" diesem Rufe ein freudersülltes und. opferwilliges Herz «tgeAenzMage«, war der Jude von je gewohnt: — aber der Zauber, den dieser Ruf auf uns ausüben ßMe, er ist dahin! Die schönen: Hoffnungen, die in uns- M wecken er geeignet ist — sie schlummern gleichsam, sie rege« fich nicht; den» dieser so schön, klingele Ruf deutet: eher das traurige- Signal, wie eine Gemeinde ihr gottgefälliges Leben beschließt und ihre Religiosität zu Grabe trägt, als das ihres moralischreligiösen Austebens, ihres geistigen Auferstchens. — Diese Betrachtung muß uns überzeugen, daß die Gründung von Schulen ebenso der Umsicht und Vorsicht bgnöthiget, und es. sich ohne prophetische Sehergabe Vorhersagen läßt, wiedie Verbreitung von jüdischen Schulen in der modernen Richtung, und besonders mit der uns zugedachten Bescheerung eines jüdischen Ober-Schulrathes, die Seminarsfrage ganz bedeutungslos machen und eine aus solchen Schulen hervorgehende Generation über dem Gvabe des orthodoxen Judenthums in Ungarn die Tempel, des modernen und die Hallen seiner Priester hoch und stolz; ansrjchttzn würde! —- Jedoch rufen wir uns zu, '.22 W S. Diamant, Bez^.-Rabbiner.. Feuilleton. WtkM Mt Lisgraphie dcs Rabbi Samuel Gbeks ^p"irrr. (Nach. ^Hanescher" frei bearbeitet:) Dia Menschheit, besonders aber das Judenthum, hat vielei großh und berühmte Ramm ausznweisen, deren Ruhm ausgebreitet ist über den gangen Erdkreis, deren Name weit hinaus über den Wirkungskreis ihres engeren und. wertere» Vaterlandes dringt und an allen Orten und in allen Gegenden der Erde mit Staunen genannt wird, derm Gelehrtheit von allen Sterblichen bewundert wird. Auf den Besitz eines großen Mannes ist sem Aufenthaltsort stolz, und ihn gezeugt zu haben, schätzt sich seine Vaterstadt glücklich, welch' beide Städte um ihn auch allgemein beneidet und gepriesen werden. Sein Ruhm und Nams ist «»sterblich und pflanD sich vo«. Geschlecht zu Geschlecht fort, aber die. Zeit und der Ort. seiner Geburt und seines Wirkers wird oft mit der Zeit vergeben. Zu diese» große» Männer», den» Ruhm wir hier zu schildern versucht haben, gehört ohne Zweifel auch;enes Helle Lickst i» der Knsterniß der Berka»- nung, jener bekannte Rabbi Samuel Elieser, welch' letzterer Name in der populären Sprache Ebels heißt), Sohn des Rabbi Juda Haler» Wer sollte diesen Mann nicht kennen, «er von dem große» Talmuderläuterer «10 "->»12 noch nicht gehört Habs», der ja in Israel bekannt ist von Ost bis West, besten Name genannt wird i» Süd, und Nord, besten Schriften für Lede» Tnlwudbesilstenes ein sicherer Führer durch das große Feld der mündlichen Lehre sind 2 Daß derOrt, wo er nach segensreichem. Wirken aus dem Leben schied, Osteraw in Rußland ist, steht fest; wo und wann er aber das Licht der Welt erblickte-, wo er vor Öfters« war,, wann er seine Werke schrieb u. drgl. Date» aus seinem Lebe» zu ermitteln, ist schon schwerer. Den» das Buch, das sichere Auskunft darüber gebe» könnte; das Gemeindebuch von Osterow, wurde vor ca. 5V Jahren ei» Raub der Flammen, und Niemand von MN dortigen Gemeindsgliedern erinnert ßch, etwas Zuverlässiges und Genaues über das Leben des große» Rabbi gehört oder gelesen zu haben. Deßhalb müsse» wir zu einzelnen Büchern, die seinen Erwälprung thun, unsere Zusiucht nehmen, um mit .Hilfe derselben e« Büd seines thatenreichen LÄens zu entwerfen. In dem Werke „Kore hadoroth" finden, sich über ihm nur die Worte : „Zur Zeit des Rabbi Meir aus Lublin lebte der große Tai-mndist Rabbi Samuel Elieser der Aschkenasi,. der Sohn des Juda HalevL." Zwar steht im Widerspruche damit fest, daß ein Pole von Geburt war; wenn man aber bedenkt, daß in genanntem Werke Alles, was nicht Portugiese war, z» dm. Datschen gezählt wurde, so kann unter dem. erwähnten Rabbi Samuel Niemand anders, als unser Samuel Edels verstanden sein. In dem Buche „Seder hadoroth" wird er mit wenigen Worten erwähnt!, welche wir , da es sehr viel» daraus ankömmt, «Le man dieselben ausfaßt, hier folgen lasten .->^'22 bsnvV 2L."rr ^7l.r 8PX^P2. Diese Angccke wurde gerwöhnlich so archgchaßt; daß »s^^M-Vorketer m Lra-

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