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Der Israelit · 1864-08-03 · Heft 31 (3.8.1864) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 31 (3.8.1864)
Date
1864-08-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage za Rr. 31 des Israelit. Zeitungsnachrichten «n- Correspott -enzen. Oesterreichischer Kaiserstaat. HZechy-Neutors, 1. Tamus. So wenig ich eS mit meinen Grundsätzen, mit meiner Gemüthsrichtung und den Gt boten meiner sonstigen Verhältnisse im Einklang finde, meinen wenig gekannten Namen der Oeffentlichkeit vorzuführen, so tritt doch die unabweisliche Pflicht an mich heran, folgende Erklärung in diesem, auch von mir hochgeschätzten Blatte abzugeben. - In einer Extra-Beilage des „Israelit" Nr. 22 vom 1. Juni d. I bespricht eine Korrespondenz angeblich aus Pechy-Neudorf vom 19. Mai die ungarische Rabbiner-E enlinar-Argelegen heit. Dieser Beilage wurde noch die von einer ungewöhnlichen Wichtigkeit zeugende Begünstigung zu Theil, in besonderen Exemplaren sehr vielen Rabbinen eigens und gratis zugesendet zu werden. Vielen von meinen ehrwürdigen Amtscollegen, Freunden und Bekannten, welche die Lokal-Verhältnisse der hiesigen Gemeinde und ihre Angehörigen kennen, mutzte die Vermuthung nahe liegen, daß ich der Verfasser jenes Artikels, oder daß wenigstens derselbe das Werk meiner Anregung und Inspiration wäre. Nun ist es zwar keineswegs die Furcht vor dem Tadel und den Angriffen der bekannten Seite, die mich zu einer öffentlichen Widerlegung bestimmte, denn wer in Reihe und Glied der 166, tue ich die ttaräs des orthodoxen Rabbinenthums der Gegenwart nennen möchte, mit Gleichmuth und kalter Unbeweglichkeit das Gekrache der Vollgeschosse aus dem gegnerischen Lager über und um sich erdröhnen läßt, der fürchtet die unschädlichtN Pfeile eines jüdisch zeitschriftlichen Schmähartikels nicht mehr; gleichwohl mag ich jenen Korrespondenz Artikel nicht adoptiren und aus wohlerwogenen Gründen mir dessen Vaterschaft nicht zueignen lassen. Diese Letztere weise ich am Sprechendsten mit der unbestreitbaren Thatsache von rkir ab, daß ich zur Zeit der Ofener Seminar Conferenzen nicht in Pesth sondern fortwährend hier zu Haufe anwesend war, und meinem seelsorglichen Berufe oblag; und daß ich sogar schon seit 10 Jahren nicht in Pesth gewesen, daher auch selbstverständlich jene Geschehnisse und Besprechungen als Augen- und Ohrenzeuge mittheilcn zu können nicht in der Lage bin. — Indem aber bekanntlich kein Anderer aus Pechy-Neudorf der Verfasser jenes Artikels sein konnte, und auch seit einem vollen Jahre Niemand aus dem hiesigen Orte in Pesth war, so erweiset sich die Orts und Namenangabe als eine fingirte und gibt manchem Zweifel über des Einsenders Absichten Raum. Nun seien mir noch folgende Bemerkungen gestattet, um meine Ansichten jener Correspondenz gegenüber darzulegen. Was das ehrenwerthe Commissions-Mitglied Hr. P * * * * im vertraulichen Cirkel der Conferenz gesprochen, ist mir wie so vielen Anderen ein Geheimniß geblieben; und dürfte jede diesbezügliche Mittheilung höchstens auf wohlgegründeten Voraussetzungen beruhen. Vermuthungen und Voraussetzungen aber als Facta und Geschehnisse in die Welt zu schicken, kann man sich nur als In cognito-Korrespondent erlauben. Das gehobene Gefühl der Befriedigung und Zustimmung, mit dem wir den Worten, die Hr. P * * * gesprochen haben soll, folgen, was besonders von dem eisten Theile der Rede gemeint ist, verläßt uns da, wo der Artikl das Objekt aus den Augen verliert und sich in ehreverletzender Weise mit Namen und Persönlichkeiten beschäftigt. Alles Lob dem muthvollen Kampfe für die Wahrheit, der unerschrockenen Vertheidigung der gerechten Sache; den Pranger aber, an den man Männer von Ansehen öffentlich hinstellt, um einer schaulustigen Menge eine Augenweide zu bieten, den überlassen wir — unfern Gegnern NDlll OPI. In Bezug auf die am Schlüße jenes Artikels angeregte Frage über die Verwendung des Schulfondes, würde ich mich jeder vorlauten Meinungsabgabe enthalten. Diese Frage hat außer ihrer Tragweite, da sie in engster Verbindung mit den geistigen und in naher Berührung mit den materiellen Interessen sämmtlicher Israeliten Ungarns stehet, ihre verschiedenseitige Gesichtspunkt-, und wir können nur wünschen, daß ihre endliche Lösung, die gewiß eine gerechte, auch eine unsere Erwartungen erfüllende sein möge. Bevor ich aber, wie es der Korrespondent gethan, der Vermehrung und Verallgemeinerung jüdischer Schulen das Wort redete, würde ich mich fragen, ob denn in der Mehrzahl der bereits in Ungarn bestehenden den religiösen Anforderungen in solchem Maaße entsprochen, und die religiösen Interessen in solchem Grade gewahrt und gefördert werden, daß die Entbehrung einer solchen Schule so fühlbar, und nur deren Vermehrung und Ausbreitung anzustreben wäre? Und wahrlich die Ueberzeugung, die unzähligen zu Tage tretenden Erscheinungen mußten es entschieden verneinen. In den größeren Gemeinden blickt die moderne Intelligenz von dem vermeinten Gipfelpunkte

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