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Der Israelit · 1864-08-03 · Heft 31 (3.8.1864) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 31 (3.8.1864)
Date
1864-08-03
Page
– (sequence 11)
Language
German
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41S kau gewesen sei. Dieser Ansicht trat der frühere Rabbiner von Osterow. Rabbi Chafim Napoport >"i, entgegen, welcher in seinem Werke „Ozroth Chajim" die fragliche Stelle dahin erklärt wissen null, daß durch dieselbe, da unmittelbar vorher vom Gaon 2"2 gesagt wird, daß er 2i"w verfaßt habe, und die in diesen 2i"k7 vorkommenden Gaonim aufgezählt werden, auch vom XV"i.i2 erzählt wird, daß ihn n"2 einmal anführe, und zwar als er sich im Jahre 53^0 in Krakau befand die Stelle, wo x^"i.i2 angeführt worden, fei in der 03. Abhandlung (2z/"O). Diese Ansicht hat für sich, daß in ''2 22".i 2i"n vz/ wirklich sich die Worte finden: „Und der große Gelehrte, Rabbi Samuel, Sohn des Rabbi Juda Halevi stimmte für Erlauben." Der Umstand, daß xn"i.i2 damals Rabbiner in Osterow war, widerspricht der Meinung des Rabbi Cyafim Napoport nicht, wenn wir bedenken, daß sehr oft die Rabvrnen sich damals gegenseitig besuchten; und daß dieser Sitte auch Xl7"i.i2 huldigte, ist aus feinen Worten 1211 's -po >111 >>2'si pi.i ersichtlich. — Seinen gewöhnlichen Namen „Esels" hat xn"->.i2 sich nach dem Namen seiner Braut in Posen beige legt, wre aus dem obenerwähnten „Ozroth Hachafim" zu ersehen ist, welches sich auf das Zeugnch tns „Eben Haschoham" beruft. Dieser sagt in seiner Vorrede: „Damals war xL7"i.i2 in Pose» Bräutigam mit seiner Nichte Edel, nach der uu,ere Familie benannt ist." Am Anfänge des 3. Perek in Sanhedrui nennt ihn Rabbr Samuel aus Posen (,. auch Tosaphot Chadaschnn z. St.), so daß wir zu der Annahme berechtigt zu sem glauben, wenn nicht der Geburts-, so doch der Aufenthaltsort unseres großen Rabbi Samuel Edels, bevor er nach Osterow überfied.lte, sei Posen. Ferner sagt obiges Buch „Ozroth Hachajim," daß er ein Nachkomme des berühmten 'Rabbr Akiba Kohen aus Ofen sei, welcher 5207 rn Prag verschied. Wie lange Rabbi Samuel in Osterow war, ist unbekannt. Das Haus, welches er bewohnte, steht noch, freilich in sehr ruinösem Zustande; fern Alter scheint sehr groß zu sein, da es ganz schwarz geworden ist. Oberhalb der Thüre gegen die Straße befindet sich eine sehr verwitterte Tafel, auf der noch folgende Worte zu erkennen sind: „Außen übernachte kem Fremdling, meine Thüre öffne ich dem Gaste". Und so erzählt man sich auch von R. Samuel, daß er Fremde ohne Zahl immer in seinem Hause beherbergt und bewirthet habe, und daß er mit einer großen Wohlthätigkeit eine außerordentliche Geduld verbunden habe, Eigenschaften, durch welche er würdiger Nachfolger des >'7 >-7"i.i2 wurde, der 40 Jahre lang vor ihm Rabbiner in Osterow gewesen war. — Die Synagoge in Osterow, von der auch erzählt wird, daß in rhr durch ein Wunder bei einer Belagerung der Stadt im Jahre 1792 die ganze Gemeinde gerettet wurde, heißt die „xoi".i2 -Synagoge", damit cin Geschlecht dem andern sage, hier habe Rabbi Samuel Edels in der von ihm gegründeten Synagoge gelehrt. Das Recht, den Grundstein legen zu dürfen, wurde, wie die Sage erzählt, von einem Landmann sehr hoch erstanden, der es dann an Rabbi Samuel Esels abtrat. — Etwas mehr, als über das Leben Nabbi's Samuel Edels, wissen wir über seinen Tod, indem vor 13 Jahren die „Chebra Kadischah" von Osterow seinen Grabstein renornren ließ. Auf der einen Seite desselben ist die Inschrift zu sehen: „Hier ist begraben und gesammelt zu feinem Volke ein heiliger Mann, em großer Geis:, gleich seinem Vater ein tiefer Denker, iin Wunder der Zeit, ein reiner Schleier, (Anspielung auf Sach 3, 5.) ein Rabbi, berühmt durch Weisheit, Bescheidenheit und Gottesfurcht, dessen Ruf gegangen ist von Sonnenaufgang bis zum Untergang, der erleuchtete alle Wei en Israels durch sein großes Werck, das er verfaßte über Gemara, Raschr und Losaphoth mit seiner Erfahrenheit und seinem Scharfsinn, Rabbi Samuel Elieser, Sohn des Rabbi Juda HaUvi s. A., Rabbiner von hier. Er wurde abberufen vom Nathe Gottes und starb binschrkah. Erstieg in den Himmel und sein Ruheplatz wird ein ehrenvoller sem unter den Ruhe Findenden. Er verschied am Sonntag, den 5. Kislev, un Jahre 539^. Seine Seele möge ausgenommen werden in den Bund des Lebens." ,'2>21 xii mip r?'x rfO-ui im .is ,11.12.1 m.i 2212 ,111 pi m xr.i 1Z/2L1 ,.1X1'21 .122,12 1 >212.1 21.1 >2 1'X.I ,1X122 1>/ L?20 ,11122 XL' 1>1L^>22 wlilN >111.1 1112112 ^>X1L?- '22.1 ,2S2121 '"W1 LII'S X121 >p 121S'1221 1"1.1122 1tp'7X >X120 l"l.1l2 .121 flXl.1 >w ,12'0'2 I?P2211 ,.l".1^L1 '1>,1 X11.1' 2'2W> .1>P1 ,1P'L2 22'22 221 ,1>P2 ksOXI! ,.1,1112 'XL122 1122 12NU2 .11'.11 2"Llel 221^2 1'>22 V112> 2'2' '.1 X O1'2 . 22" LI 2 p"s^> Auf der andern Seite steht die Widmung: „Dieser Stein wurde bereitet und von Neuem aufgestellt durch die Mitglieder der Chebra Kadischah in der heiligen Gemeinde Osterow am Sonntag den 6. Tamus 56 ll zur Ehre und zur Herrlichkeit unseres Fürsten, Lehrers und Unterweisers, des Lehrers der Lehrer, des i Vorzüglichsten unter den Vorzüglichen, des Lichtes i Israels und seines Heiligen, dessen heiliger und reiner Name geht von einem Ende der Welt zum andern, des Gerechten, des Grundpfeilers der Welt, des Rabbi Samuel Edels seligen Andenkens."

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