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Der Israelit · 1864-08-03 · Heft 31 (3.8.1864) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 31 (3.8.1864)
Date
1864-08-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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d«<r «Ls die Anbetung einer Mrdm und timbstum- «en, gedankenvnd «illenlosr» Ubsvluten?" -- Ferner ist der Nachweis des Gers. hervorMhebr«, daß Spinoza den Aben-Esra falsch zittrt habe. Spinoza führt nämlich den Aben-Esra als Gewährsmann an für feine Behauptung, Moser habe den Pentateuch nicht geschrieben, was sich nach Vergleichung der betreffenden Stellen im Aben-Esra als unbegründet ergibt. — Im Uebrigen läßt der Vers, seinem Philosophen bei jeder Gelegenheit Gerechtigkeit widerfahren und nimmt ihn gegen Angriffe in Schutz. — Von dem übrigen Inhalte dieser mit Fleiß und Sorgfalt ausgearbeiteten Jnauguralschrift, durch welche der jugendliche Verf. die besten Hoffnungen erweckt, interessirt uns hier wohl Nichts mehr, als die 2. Beilage, in welcher der Vers, den spinozischen Gottesbegriff dem jüdischen gegenüberstellt. Wir geben hier die eigenen Worte des Vers, wieder: „Man hat Vieles gefabelt non dem Einflüße, den der jüdische Monotheismus auf den spinozischen sogen. Monismus ausgeübt habe. Statt nun zu untersuchen, wieweit dies der Fall sei, oder darznthnn, daß neben den Mischen sich nicht wenige christlich-dogmatische Elemente in der spinozischen Weltbetrachtung vorfindcn, wie z. B. die überall durchgesührte Unterscheidung zwischen natura nsturavs und natura uaturaia; statt dessen wollen wir hier am Schluffe den Gegensatz, den die spinozische Gotteslehre zu der jüdischen bildet, beleuchten durch eine kurze Vergleichung beider. Den passendsten Anhaltspunkt zu einer solchen Parallele bilden die ersten Verse der Lffenbarnngsböcher, verglichen mit den ersten Sätzen der spinozischen Ethik. Tort hat ein Gott die Welt erschaffen; es ist ein Geist Gottes da; Gott sah, daß es gut war; die Welt beruht auf einem vernünftigen Gedanken, es herrscht Ordnung und Gesetz; das ist die Lehre des Moses und der Propheten. Spinoza lehrt: Kein Gott hat die Welt erschaffen, sie ist die Ursache ihrer selbst; kein Gottesgeist und keine göttliche Vernunft, ein blinder Fatalismus führt die Herrschaft, kein Gesetzgeber hat die Natur geordnet, die Welt ist ein bloßes vernunftloscs Chaos. Auch für Spinoza gilt das Wort: „daß die Erde wüst und leer sei," das hat er eingesehen; zu dem Gedanken aber: „und Gott sah, daß es gut war," war er nicht gekommen." — Kalligraphische Borlegblätter für isr. Schulen Judnch - deutsche Currtntschrift von A. MooS, Lehrer. Coesfeld 1861 bei Jstwan. — Der Verf. sagt in seinem Vorwort: „Die Vorkegblätter sind nicht etwa bestimmt, die Zahl der bereits vorhandenen zu vermehren, sondern lediglich dem Bedürsniffe einer schnellen und leiäten Erlernung der jüdisch-deutschen Currsutschrift abzuhelsen. Es ist selbstredend, daß diese Blätter für die Hand des Schülers berechnet fi»d> denn sie stsv«, Hchrer Vas -Mranbende Bvrschreiben ersparen, und darf Verfasser mit Recht ans eine vielfache Einführung in isr. Schulen hoffen." — Mr können uns diesem Wunsche des Verf. nur anschließen, da die Borlegeblütker wirklich empfehlenswerth sind. — Gau jüdischer Armen- und Pilgerwshnrmgen in Jerusalem. Durch Jos. Raph. Landauer aus Hürben von ihm selbst 27 fl.; von Gebrüder Landauer in Mainz 54 fl. Zusammen 81 fl.; davon 2/z f. d. A. d. h. L. — Durch Lehrer Falk in Aub gesammelt bei der Hochzeit des Maier Mannheimer von dort fl 4. 30 kr.; von einem Ungenannten fl. 3. 30 kr. — Durch Distr.- Rabbiner Weis köpf in Wallerstein von Gabr. Holzin g er aus Feuchtwangen 1 fl.; Ungenannter aus Ederheirn 36 kr.; durch Sal. Ettenheimer aus Kleinerdlingen gesammelt bei einer rv-,2 bei Stern in Pflanmloch fl. 1. 45 kr. und bei A. Regensteiner in Kleinerdlingen fl. 6. — Durch Lehrer Stern in Poppenlauer bei der Hochzeit des H. Oppenheimer mit Regina Werner dort gesammelt 3 fl.; abz Porto 2 fl. 40 kr. — Durch Lehrer Falkenstein in Bendorf gesammelt 4Thlr. ^^Sgr.; abz. Porto 4Thlr. 4 Sgr. — (F. d. A. d. h. L.: durch Hirsch Trier, Vorsteher in Höchst, 2 fl. 48 kr.) Zeitungsnachrichten und Correfpoudenzen. Deutschland. Frankfurt, den 15. Juli. Herr Philippson wollte den Eindruck, den die ihm vertraulich — sicherlich nur im zustimmenden Sinne — gemachte Mittheilung einer in diesen Blättern erscheinenden Rüge seines auf Kosten des Literaturoereins edirten Gebetbuches auf das Lesepublikum machen würde, durch die lächerliche Angabe verwischen, daß ihm von allen Seiten Anerkennung und Dank für diese weltbeglückende und geisterfrischende Arbeit ausgedrückt worden, und selbst die zweite Auflage schon vergriffen sei. Wenn auch diese lächerliche Erdichtung einer vergriffenen zweiten Auflage auf die Sekbstvergstterung Ph.'s das gehörige Licht wirft und keines weitern Commentars

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