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Der Israelit · 1864-07-27 · Heft 30 (27.7.1864) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 30 (27.7.1864)
Date
1864-07-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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401 Orlhsd. - isr. GibelanftaU. Gebr. Binswanger in Osterberg fl. 5. Gesammtsumme 6532 fl. 37 kr. Gau jüdischer Armen- und Pilgerwshnungen in Jerusalem. Bei der Hochzeit von Benjamin Hirsch in Halberstadt mit Julie Auerbach gesammelt 38 Thlr. Bei dem zur Feier dieser Hochzeit in Eisen st adt stattgehabtm Mahle durch Hugo Lob von Mainz gesammelt: von ihm selbst fl. 2, Fr. Rabb. Hildesheimer fl. 2, Simon Gellis fl. 1, N. B. S. fl. 2 . N. T. fl. 1, L. K. fl. 1, zusammen fl.^ 9. — Gebrüd.r Binswanger in Osterberg 5 fl. — Aron Kaufmann Beer in Ncckarbischofsheim 36 kr. (f. d. A. d. h. L. fl. 7. 9 kr.) — Durch Abr Sonn in Großlangheim bei einer gesammelt 5 fl. — Durch Distr.-Rabbiner Adler in Burgpreppach bei der Verlobung des I. Adler in Kleinsteinach mit Sara Friedmann in Burgpreppach gesammelt fl. 9. 45 kr. — (F. d A. d. h L.: F. H. Berg in Würzburg beim Aufrufe zur Thora in Kissingen gespendet i Thlr.; abz. Porto fl l. 34 kr. — Durch Rabb. Liber les in Breiten gesammelt in Breiten und Menzingen fl. 12. 22^/2 kr.; abz. Porto fl. 12. 6l/2 kr.) Zeitungsnachrichten und Correspon denzen. Deutschland. Bad Homburg, 15. Juli. (Privatmittheilung.) Donnerstag, den 14. d M, wurde unter großer Teilnahme Seitens des Publikums der Grundstein zu unserer neuen Synagoge gelegt. Der Landgräfliche Geheimerath, als Stellvertreter des Landesfürften, die Chefs des Hofmarschall-Amts und der Militärbehörden, die Mitglieder der Landes-Regierung, die Geistlichkeit der verschiedenen Culten Homburgs und der Umgebung , die Chefs des Justiz - und Verwaltungs- Amts, der hiesige Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderaths waren als Gäste erschienen und lieferten dadurch den Beweis ihrer Würdigung dieseedlen Strebens. Nachdem der Zug auf deck Bauplatz angelangt war, hielt der allgemein verehrte Herr Rabbiner Fromm eine so gediegene Festrede, daß am Ende derselben der höchste Vertreter des Fürsten unter Händedruck „im Namen seines hohen Mandaten" dem Redner seinen tiefgefühlten Dank aussprach und die Versicherung des höchsten Wohlwollens und der Geneigtheit gab. „Möchte diese Rede denselben Eindruck bei allen Anwesenden Hervorrufen, den sie auf mich gemacht," äußerte der hohe Stellvertreter ferner, und wirklich realisirt sich dieser Wunsch aufs Schönste, denn ein ungeteiltes Verlangen gibt sich unter dem Publikum kund, das dahin geht, diese Rede gedruckt zu sehen. Die Theilnahme der Gemeindeglieder an diesem Baue ist aber auch immer noch eine wachsende, und hat sich die Zahl derer, die durch freiwillige Beiträge zu dem Unternehmen Nichts beitrugen, nur auf drei reduzirt Wenn nun trotzdem manche Stimme sich hören läßt, die das Ansehen der Gemeinde zu schmälern sucht (wie dies ein Herr Lehmann aufs Neue in Nr. 26 d. Allg. Z. d. I versuchte, worauf wir aber später s. G. w. in einer der nächsten Nummern d. Bl. zurückkommen werden) so wird sie in Anbetracht solch erfreulicher Thatsachen verstummen müssen. Welche Würdigung das Treiben unserer wenigen Schismatiker in den Augen der höchsten Behörden findet, möge folgende Tatsache characterisiren. Seit Winteranfang hat sich ein bekanntes Gemeindemitglied einsallen lassen, einen Separat - Gottesdienst abzuhalten, in welchem es nach Willkür deutsches Gebet mit Confirmation und Weglassen mancher Gebete rc. rc. abwechseln ließ. Nachdem nun die Justizbehörde nicht strafend dagegen einschreiten konnte, weil die Synagogenordnung, die allerdings das Abhalten eines Prioatgottesdienstes verbietet, nicht die Kraft eines die Justiz bindenden Gesetzes erlangt hat, hat nun hohe Regierung jenen Paragraphen dieser Verordnung, der dieses b-zügliche Verbot enthält, durch Publikation im Gesetzesblatte zum Gesetze erhoben, und somit diese sog. „Privatandacht" aufgehoben. Es ist diese Erscheinung von größter Tragweite für die hiesige Gemeinde. Wenn auch das Publikum der Separatversammlung weder ein großes noch ein gewähltes war, so hätte dieselbe immerhin eine Spaltung in unserer Gemeinde Hervorrufen, und dies allein hätte schon für die Zukunft unheildrohend werden können. Wir können bei dieser Gelegenheit wiederholt den erhabenen Sinn unserer erlauchten Regierung für das allein Wahre erkennen, wie sie auch schon früher einmal die Gelegenheit ergriff, das edle Streben der Vertreter unserer Gemeinde zu fördern. Im verflossenen Jahre petitionirten ungefähr ein ganzes Dutzend jüdischer (?) Metzger bei unserer Regierung um Entfernung des praktizirenden Schochets,

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