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Der Israelit · 1864-07-27 · Heft 30 (27.7.1864) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 30 (27.7.1864)
Date
1864-07-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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paration mit und r^urm-, gebracht werden. In der obern Abtheilung macht sich das Convolut der Pensa aus fast den ganzen drei sehr gut auf dem Papiere, und macht sich insbesondere ganz ausgezeichnet und imponirend die Vorschrift, daß (S. 8 u §. 9) der Examinand (wie dort unzweifelhaft aus dem Zusammenhang hervorgeht) muswendig jede Stelle im Pentateuch nach dem inhaltlichen Zusammenhangs unter abweichenden Meinungen der Commentatoren gründlich zu erklären rc. im Stande sein soll. Noch viel tausend Mal imponirender aber, wenn 8l>. §. d die mündliche Prüfung sich über zweihundertsechsundzwanzig Abschnitte im ri"«, einhundertdreiundzwanzig des "i"', vierundsiebzig des in Summa vierhundertdreiundzwanzig enthaltend die allerschwierigsten ganz 512W und siOS '"p V2P -!"' '"O von denen mitunter jeder allein „eine ganze Welt". Eine Prüfung darin macht sich auf dem Papiere sehr gut, allein, allein, wem will man einreden, daß dies bei einundzwanzig und ein halb wöchentlichen Unterrichtsstunden, wenn man erst 3^ Jahre vorher zum gekommen, zu erreichen ist. Die ehrwürdigen Herren Rabbinen haben, G. behüte, nicht prahlen wollen, allein durch mangelhafte Calculation haben sie sich getäuscht. Daß aber nun, da einmal Alles so massenweise genommen wurde, der so behandelt wurde, als wäre er ganz antiquirt, kann ich bei diesen ehrwürdigen Herren Rabbinen auch nicht begreifen. Gibt es denn, um von den tausend andern Dingen wie für 'v rDO zu schweigen, keine kein rn-rp mehr, und ist die Kenntniß dieser Abschnitte nicht heute auch noch dringend nothwendig, ja in Bezug aus rnip nothwendiger als je? Ich kann mir doch unmöglich denken, daß diese ehrwürdigen Herren Redactoren der durch Unverstand über den vse'v.i p 'n so sehr irregeleiteten sogenannten öffentlichen Meinung Weihrauch streuen wollen. Was die Prüfungen betrifft, so begreife ich nicht, wozu diejenige, welche nach Absolvirung der fünften Classe stattfindet (8 ». Z. 7), vorgenommen wird, wenn nicht die Anstalt das Recht haben soll, legale Maturitätszeugnisse zu ertheilen, wovon aber im Entwürfe keine Andeutung gegeben. Darf ich nun, trotzdem ich nun mit meiner eigentlichen Proposition zu Ende bin und trotzdem diese Recension schon lange die ihr ursprünglich gesteckten räumlichen Grenzen überschritten, noch Einiges hinzuzufügen? Ich wage es, werde aber sehr bald zu Ende sein. Ich will nämlich nur einige wenige Redactions- ' monita machen. Während die ganze Ausdrucksweise und Haltung des Entwurfes eine der ehrwürdigen Herren Verfasser vollkommen würdige ist, sind doch einige wenige Stellen entschlüpft, die zu Mißverständnissen führen könnten, welche die ehrwürdigen Herren Verfasser gewiß nicht beabsichtigten. So gibt S. 1 Alm. 3 zu der Interpretation Veranlassung, als seien die gegenwärtig nicht im Sinn und Geiste des Statutes fungirenden vielen Rabbinen Ungarns, darunter die Edelsten und Besten, zu dem erforderlichen Ansehen bei der jüdischen Bevölkerung nicht berechtigt, sowie zur Ausführung der Anordnungen der Organe der hohen Regierung und zum nothwendigen Verkehre mit derselben nicht befähigt Es hätte daher heißen sollen, was die Herren Verfasser auch sicherlich sagen wollten, daß eine Zeit eintreten könnte, in der das Vertrauen bei den Gemeinden und das moralische Ansehen bei den Behörden schwinden könnte; allein Aboth 1, 11. — S. 2 b. Alin. 1 Ende: „Die gG. glauben, daß in diesem Plane die Anhänge der unter den Juden gegenwärtig hervortretendcn Richtungen ihre vollkommene Befriedigung, die etwaigen wahren oder angeblichen Besorgnisse und Einwendungen wegen einzelner Extreme und Eiferer aber die gründlichste Widerlegung finden werden". Ob diese sehr unzarten und einer Nabbinercommission wenig geziemenden Ausfälle motivirt sind, ob wirklich Alles so gründlich widerlegt ist, das sias ira tzt stuäio darzuthun, hat sich die ganze obige Auseinandersetzung zu zeigen bemüht. Wie weit? wird der geschätzte Leser schon selbst beurtheilen Uebrrgens riecht dieses Einzelnen Jndieschuheschieben nach Doc-, Lrinen, wie die, daß diejenigen, die den Muth haben der allgemeinen Unzufriedenheit rücksichtslos einen Ausdruck zu geben, eben nur die Malcontenten feien; man kennt das schon. — Ibidem Alin. 4 Ende stimmt nicht mit S. 6 b. Alin. 10 und 11. Wir sind zu Ende. Gott ist mein Zeuge, daß ich ohne Zu- oder Abneigung, ohne vorgefaßtes Resultat, ohne präoccupirte Meinung gewissenhaft mit gebührlichem Ernste untersucht und nachgedacht habe; oas Resultat mußte ein negatives sein. Das Elaborat ist in gegenwärtiger Form bei noch so gut gemeinter Absicht, bei noch so aufrichtigem Wollen und Streben ein verfehltes, mit den bestehenden Verhältnissen in Collision nicht zum Frieden, sondern zur Zwietracht und zum Kampfe führend, es ist in aller und jeder Beziehung einseitig, ja im Einzelnen nicht einmal vorsichtig genug calculirt. Wie btffer machen? — Nun das ist natürlich nicht meines Amtes; vielleicht könnte ich nicht einmal Besseres an dessen Stelle setzen. Aber das wird sich doch Jeder zug< stehen, daß wenn einmal etwas Positives geschehen soll, es wirklich etwas Positives, dem orthodoxen Standpunkte vollständiges Vertrauen Einflößendes möglichst viele ehrwürdige Rabbinen für sich Vereinigendes sei; dazu möge un- Gott verhelfen!

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