Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 30 (27.7.1864)
- Date
- 1864-07-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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SS9 verbrauchte hie bedeutende Summe von 25826 fl. Skr., während der Ersatz zahlender Patienten 564 fl. 61V? kr. betrug. Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau wurde mit 200 fl., ebenso die Bäder zu CarlSbad, Marienbad und Teplitz mit je 100 fl. unterstützt. Für Verköstigung der Soldaten, wie der Sträflinge zum Pesach-, Neujahr- und Versöhnungsfeste wurden 1272 fl. 93 kr. verausgabt. An Stiftungen sind bei der Wiener Gemeinde folgende Kapitalien deponirt: 1) für Arme 10,900 fl.; 2) für das Armenhaus (Stiftung der FannyJeiteles) 31,500 fl.; 3) für Ausstattung armer Bräute 15,000 fl; 4) für Bekleidung armer Schulkinder 5000 fl.; 5) zur Erhaltung der ewigen Lampe im Leopoldstädter Bethause 500 fl.; 6) für den Frauenverein <800 fl.; 7) für Stiftungen zum Kadischiagen und Anzünden von Seelenlichtern ca. 28,000 fl.; 8) für Grabmäler 20l 0 fl.; 9) zur Unterstützung von Handwerkern ca. 70,000 fl.; 10) zum Besten der Bewohner d. h. L. mehr als 100,000 fl.; 11) für die isr. Kinderbewahranstalt 8320 fl.; 12) für den Theresienkreuzerüerein 3000 fl.; 13) für den Pensionsfond 10,000 fl.; 14) für Prediger und Rabbiner 6625 fl.; 15) für Neligionslehrer 2«<00 fl.; 16) für Schulprämien 5500 fl.; 17) für Spital und verwandte Anstalten 36,500 fl.; 18) für Studirende: a. für Rabdinatscandidaten 6100 fl., d. für Juristen 80< ,0 fl, e. für Mediciner 9000 fl., ä. für Techniker 8000 fl; e. für bildende Künstler 7000 fl., L für Gymnasialschüler 3000 fl., A. für Lehramtscandidaten 8000 fl.; k. für Talmud Thora — 500 fl.; 19) für Waisen 13,230 fl.; 20) für Wöchnerinnen 400 fl. Die Chebra - Kadifchah, welche im Jahre 1764, also gerade vor 100 Jahren gegründet wurde, hat im Jahr 1863 verausgabt 10,602 fl. 74 kr. Dieselbe zählt 648 Mitglieder und besitzt ein Vermögen von 10,502 fl. 72 kr. — Die Armenanstalt hat an Arme vertheilt 27,677 fl. 85 kr. — Der Frauenverein, welcher 807 Mitglieder zählt, besitzt ein Vermögen von 22,758 fl. und hat an Arme vertheit 9221 fl. 59 kr. — Der Verein zur Beförderung der Handwerke hat 6520 fl. 69 kr. ausgegeben, die Kmderbervahranstalt 6008 fl. 43 kr. — Das Taubstummeninftitut, welches 504 Mitglieder zählt, hat mehr als 21,000 fl. ansgegeben, der Theresienkreuzerverein, welcher es sich zur Aufgabe macht, Kinder mit Schul- und Lehrgeld, Schulbüchern rc. zu unterstützen, hat nahe an 6000 fl. zur Vertheilung gebracht. — Der Verein für Krankenpflege von Commis und Handlungslehrlingen hat ca. 5000 fl. verbraucht, ebenso der Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger Waisen; der Verein zur Unterstützung mittelloser tSr. Studirender hat ca. 2300 fl. verwendet; der Verein „Chonen Dalim" ca. 600 fl.; der Verein „Derech Hajaschar" ca. 900 fl.; der Verein „Esrath Israel" ca. 600 fl.; der Verein „Pekuach Nefesch" 474 fl. 27 kr.; der Verein „Sandekaut" ca. 170 fl. Wir haben hiermit eine Uebersicht der wahrhaft großartigen Stiftungen und Wohlthätigkeitsanstalten der isr. Gemeinde zu Wien gegeben; wir glaube» kaum, daß dieselben von irgend einer andern Gemeinde der Welt übertroffen werden. Es wird uns und auch wohl unfern geehrü n Lesern sehr angenehm sein, wen» uns auch von andern Gemeinden derartige Berichte zur Veröffentlichung zugesandt würden. Der vm der Nabbinercommission M Pejih veröffentlichte Entwurf;ur Gründung eines NaLbinerseminars. Beurtheilt von vr. 4. üi1äe8kejMer. (Schluß.) 3) Was nun die Haupldisciplin, den Talmud, betrifft, so hätte ich nicht übel Lust, mit dem Entwürfe eine Principienfehde über das Aussuchen von O'pis und rn'-iiO anzubinden, und kann ganz ernstlichst die Bemerkung nicht unterdrücken, daß der Präccdenzfall, daß auch in der Musterschule „ausgesucht" wird, für'sLeben »in übles Omen sein dürfte. Jndeß priveipiis odsts! Aber selbst abgesehen hievon, finde ich in dem diesbezüglichen Passus etwas Unmotivirtes von <2^ ist I.-nn übergangen worden; warum sie nicht wenigstens und pIp und andere praktische herausgehoben? Und warum enthält nicht Cap. 9 und 10 in 2"2 auch des Wissensrverlhen? Warum ist ferner im zweiten Cursus bei der erste Abschnitt ganz abrogirt worden, ohne auf rnns nns, auf Rücksicht zu nehmen, ohne welche ja pvivi welche doch in den Bereich der Vorlesungen gezogen wurden, ganz unverständlich? Warum ist rinw? als die offenbar schwierigere der untern Abtheilung und pv'Z der obern reservirt? Warum ist bei letzterer Claffe für der vierte, fünfte und sechste Abschnitt mir den vielen praktischen Abhandlungen ganz eludirl; warum ist für die untere cursorische Lectüre gerade auf die wichtigere Partie des zweitenAbschnittes von O'liOO hingewiesen, und nicht auch der erste» np'iI und; den Anspruch (S. 4a. H. 1 Ende), daß selbst in den höheren Claffen (also auch in der fünften zu 19 Jhreu) nur Präparation des Talimcktextes mit Rafchi und Tosphot nöthig sei, muß man für sehr bescheiden halte», und ist dann die Erfüllung des Anspruches an die in die Candidatenklaffm Uedergktretenen (S. 4 b. §. 3) Benutzrmg von rnnrn« und rein unmöglich, «reuigstensollten die neunzehnZährigen Schüler zur Prä-