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Der Israelit · 1864-07-06 · Heft 27 (6.7.1864) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 27 (6.7.1864)
Date
1864-07-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
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367 aus der einen und eine Rümmer aus der andern Büchse, was folgendes Resultat ergab: — Die Wohnungen werden bezogen durch 1) Herrn Judas Lob Schacheslas aus Preßburg Nr 2 der oberen Wohnungen. 2) „ Schmajah Joseph Ginsler aus Ujehely Nr. 11 unteren Wohuungen. 3) „ Jonas Lob Mendelssohn aus Joke Nr. 4 der größeren oberen Wohnungen 4) „ Hirsch Geresch und seine verwittwete Mutter aus Schaschin Nr 8 der unteren Wohnungen. Aus Ungarn. 1) „ Jsaac Hirsch Zellinker aus Sorau Nr. 1 der kleineren oberen Wohnungen. 2) „ Abraham Bär Cohn aus Zesas Nr. 3 der größeren oberen Wohnungen. 3) „ Nachmann Nathan Koronel aus Amsterdam Nr. 9 der unteren Wohnungen. 4) „ Raphael Mordachai Pakus aus Posen Nr. 10 der unteren Wohnungen. Aus Holland und Deutschland. 1) „ Jakob Cohn Spiro aus Schulm Nr. 17 der unteren Wohnungen. Aus Galizien (Chassidim.) 1) „ Joses Margolius Siralko aus Warschau Nr. 12 der unteren Wohnungen. Von den Peruschi m. Die den Sefardim zugefallenen Wohnungen Nr. 15 und 16 der unteren wurden von den dazu Bestimmten nicht bezogen und muß deren Verloosung daher wiederholt werden. — Ein Haus wurde zur Beherbergung der Fremden reservirt. Nr. 6 der obern Wohnungen wurde für den Aufseher des Fremdenhauses und Diener der Fremden Maier Bär aus Ungwar bestimmt. — Die Separatwohnungeu des m-i» riu bezogen: die Herren Salomon Elbe aus Hamburg Nr. 5 der oberen Wohnungen. Rabbiner Nathan Jos. Goldberger aus Liska Nr. 7 der oberen Wohnungen. Frau WLw. Sara geb. Ascher aus Bayern Nr. 6 der oberen Wohnungen. Herr Ephraim aus Schewreny in Rußland ^122 Nr. 14 der unteren Wohnungen. Bei dem jedesmaligen Ziehen eines Looses steigerte sich die Ungeduld und die Erwartung der Anwesenden, zu erfahren, wer noch zu den Glücklichen gehören werde, bis die Vertheilung beendet war. Da einige Wohnungen noch verschiedener Kleinigkeiten bedürfen, um vollkommen ausgestattet Zu sein, so bestimmte man, daß die Ausgeloosten erst am 1. Nisan ihre betreffenden Wohnungen beziehen sollen. Als dieser Tag herangenaht war, dieser Tag, der schon durch die Errichtung des ersten Gotteshauses und Verleihung der zehn Kronen geheiligt ist, wurde überall Freude und Jubel laut. Aus unzähligen von Dankbarkeit überströmenden Herzen stiegen heiße Gebete und Lankeshymnen zu dem allgütigen Vater, der feine unerschöpflichste Huld aufs Neue unserer heiligen, leider so lang verödeten Stadt, gezeigt hat. Es war ein rührender Anblick, zu sehen, wie ein Jeder von der allgemeinen Freude ergriffen war, und wie selbst die kräftigsten Männer heiße Thränen des Dankes weinten. Und wer könnte sich auch enthalten, unsern himmlischen Vater zu preisen, wessen Brust würde nicht von Gefühlen innigsten Dankes durchglühen, wenn er das fast unmöglich Geglaubte vollzogen, wenn er das verwüstete Zion, wenn auch nur theilweise, wieder aufgebaut sieht. Möge die Zeit des Glanzes unserer heiligen Stadt nicht ferne sein! Feuilleton. Die Schatzgräber der Wüste. Paris, im Mai. Eine Gerichtsverhandlung, welche von dem Gerichtshöfe in Conftantine (Algier) vor einigen Wochen verhandelt wurde, bietet viele charakteristische Merkmale zu der Erhebung, welche im gegenwärtigen Augenblicke Afrika durchzuckt. Leider sielen auch mehr als zwanzig Glaubensgenossen dem Aberglauben zum Opfer. Anlaß zu diesem Prozesse gab folgende mohamedanische Mythe, welche Jedermann in Algier geläufig ist. Als Mohamed der Prophet in einem von Feuerrossen gezogenen Wagen gen Himmel fuhr, befand sich das Scepter der Welt in seinen Händen. Dieser Herrscherstab war so groß, wie eine Cypreffe und aus gediegenem Golde, Tausende von Edelsteinen, leuchtend wie die Sterne des Himmels, funkelten an demselben, die Saphire beschämten das Azurblau des Himmels durch ihren Glanz, die Rubinen waren kristallisirtes Blut der Serafim. Dieses Scepter solltevon dem Nachfolger des Propheten getragen werden, und sein Besitz ihm die Herrschaft der Welt sichern. Da rief Allah vom Himmel herab den Namen: „Mohamed!" Der gehorsame Prophet, sich beeilend, dem Rufe Allah's Folge zu leisten, ließ das Kleinod, indem sein Wagen sich in die Wolken erhob, herabfallen, so daß es in lausend Stücke zerbrach. Die Engel Allah's weinten darob 40 Tage und 40 Nächte. Das Scepter zertrümmerte im Falle einen Wald und veriank in die Erde, unsichtbar allen Sterblichen Nur der Knauf war aufgefunden, welcher jetzt noch im Besitze des Pavischah ist Die Mythe erzählt weiter, daß das Scepter rm Sande der Wüste 1000 Klafter unter der Erde vergraben liegt, und dessen Wiederauffindung die Weltherrschaft der Moslems bedeute. Eine Feuersäule wird während der Nacht aus der Erde steigen und den Ort bezeichnen, wo das Scepter ruht, des Goldes und der Edelsteine wird so viel gefunden werden, daß 1000 Kameele die Last nicht ertragen werden und der Padischah sein ganzes Reich

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