Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1864-07-06 · Heft 27 (6.7.1864) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 27 (6.7.1864)
Date
1864-07-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2447141-2447168--02735-2458089
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

nachgebildet ist, für einen -iivli -M'-r erklären. Daß wir uns auf den M.'er T. zunächst beziehen, hat seinen Grund darin, weil dieser die Veranlassung zu der ganzen Chorcontroverse war. Was den rn-up betrifft, so verstößt er, wenn er solchen Chor meint, der dem kirchlichen nachgeahmt ist,*) gegen den vielerwähnten Rema: pvio'sr-i", dessen „Nachsatz" unsere Interpretation nur noch unzweifelhafter macht, wie auch gegen die von uns bereits citirte, von Raschi und Toßafoth (auch von Maimonides und andern Rnchonim und Poßkim) recipirte Erklärung des Sifri über .->222. Mit den Worten „gegen die Gemara" meinten wir Sota 30, denn es schien, daß Herr Rabb. F. auch hinsichtlich des Nichtzugleichsagens des Schema auf den Minchot Kenaoth sich berufen. Nun aber erkennt er selbst die Unzulässigkeit dieses Nichtzugleichsagens an, erklärt, die Beseitigung dieses Mißbrauchs in M. selbst empfohlen zu haben (damit dementirt er seine „wiederholentliche" Aeußerung (Nr. 1), „daß der dortige Vorstand seine Bereitwilligkeit faktisch bewiesen hat, alles Anstößige ohne Weiteres zu beseitigen"), daß also seine Absicht nicht war, diesen Verstoß in Schutz zu nehmen, sondern nur die Zulässigkeit des Sin ge ns des Schema (aus einer Stelle, in der des Gesangs nicht im Entferntesten gedacht wird) zu beweisen, „und zwar nach der einfachsten logischen Regel, wenn a — d, ist auch d —a" u. s. w. Herr Rabb. F. hat wohl nicht bedacht, daß nur reciproke Begriffe, die wohl verschiedene Merkmale haben, doch im Grunde nur eins und das selbe sind, sich gegenseitig decken, aber bei sonst diversen und nur zum Theil etwas Gemeinschaftliches habenden Begriffen die Combination nicht über die Sphäre dieses Gemeinschaftlichen hinaus ausgedehnt werden kann; wonach diese „einfachste logische Regel" hier falsch angewandt ist, denn wenn die Schira mit dem Schema hinsichtlich des gegenseitigen Verhaltens zwischen Vorsänger und Gemeinde in Bezug auf die Gleichzeitigkeit des Satzaussprechens verglichen wird, so kann dieserhalb noch nicht das Schema zurück mit der Schira hinsichtlich des Gesangs verglichen werden, selbst wenn es bewiesen wäre, daß bei der Schira förmlicher Gesang stattgefundcn. — Wo übrigens R. Nechemjah von „Feierlicherem" und „Erhebenderem" spricht, suchen wir vergebens. Der Beleg, daß „rr^p" Ablesen heißt, gesteht Herr Rabb. F., ist schlagend! Nur fragt er, warum man das Thora- und Schemalesen, das die Regina erfordert, Aeriath Hatthora und Keriath Schema nennt. *) Was übrigens aus der vom Hrn. Rabb. F. citirten Stelle nicht erwiesen ist, denn bei den Lbaßtkim singt auch dir ganze Gemeinde — rn^,1PS2 — (freilich in Unisono) und zwar reckt tobend nach altem Brauch (Pesachim 85). Aber dieses rn>."IP!2 ist himmelwett entfernt vom Kkchengesaugstyle. Abgesehen davon, daß die Regina immerhin nur Nebensache ist, und däff es etwas Parabox scheint^ ^e' sogen. Regina, die nur eine Art Deklamation ist, als eigentlichen Gesang zu betrachten, wessen wir Herrn Rabb. F. auf Sota 35 a. hm: 111 .10 'ZSv. — Wir kommen nun auch seiner Bitte: zur Beruhigung seines Gewissens zu erklären, ob Berachah ^N7i rm keine Berachah Lebatalah ist, da, wie er meint, Hallel nicht gelesen, sondern förmlich gesungen wird, hiemit bereitwillig entgegen, indem wir ihn auf Rabbenu Nisfim zu 1-w'n i'^2 piw.-i verweisen; dort ist ersichtlich, daß sich, wo bloß Töne ohne Text erforderlich sind, wie Tekiath Schofar die Berachah auf das Hören, bezieht, wo aber auch articulirte Worte erheischt werden, die Berachah auf das Lesen sich beziehen muß, („mip^" oder „rnpv siche auch Rabb. Ascher z. St.) Wir ersuchen jedoch Herrn Rabb. F, uns zu beweisen, daß Hallel gesungen werden muß, da ihm die riOu solche Scrupel macht. Simonides. Palästina. Jerusalem, im Monat Jjar 5624. (Privatmittheilung.*) Der 14. Adar, ein Tag, der von jeher bestimmt und geeignet ist, die jüdischen Herzen mit Freude und Jubel zu erfüllen, war auch für unS hier in diesem Jahre ein Tag der Freude und Wonne. — Es sollte nämlich die Vertheilung der mit so vielen Anstrengungen und Mühen in Stand gesetzten Pilgerwohnungen an diesem Tage vollzogen werden. Zu diesem Zwecke versammelten sich die Mitglieder des hiesigen Eomit6's, und gesellten sich zu ihnen auf Anordnung des Herrn K. K. GeneralconsulS noch andere würdige Männer, um jeder etwaigen Unzufriedenheit und Beschwerde vorzubeugen. — Die Vertheilung, welche in der K K. Kanzlei vorgenommen und vom Herrn A K. Generalkonsul nebst seinem Secretär überwacht wurde, Hing in folgender Weise vor sich. — In eine der 2 bereit stehenden Büchsen wurden die auf besondere Zettel g schriebenen Namen aller Angehörigen der Genossenschaftern Ungarns , HMrndS und Deutschlands gelegt; ferner die Namen einiger würdigen Männer aus Galizien (Chassidim) und einiger Sefardim und Pensichim. In die zweite Büchse sodann die Nummern der fertigen Wohnungen. — Ein Waisenknabe zog sodann je einen Namen *) Wir werden später die Ehre haben, das amtliche Protokoll, welches von dem Herrn Generaleonsut ausgearbeitet wird, . mitzuthetlen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.