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Der Israelit · 1864-06-22 · Heft 25 (22.6.1864) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 25 (22.6.1864)
Date
1864-06-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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332 so antwortete man ihm „um des leicht entstehenden Mißverständnisses willen" .i'i2 .1'^ 'io. „Jeder, fährt Vers. S. 16 fort, der nicht wie alte Weiber ohne Quellenforschung Alles glaubt, wird die Antworten „grade recht" finden. Freilich hat ein verwirrter Mensch (12P12 '^2vi22) einen nichtigen Anstoß (V2.1 piipi) daran genommen, daß es in der Aussage des Herrn H. nicht heißen sollte: Jeder Israel, glaubt, sondern: muß glauben, aber wer solches sagt, will nur kritisiren. (Vp22 tti.i.-Uttiri Pi) Denn, warum steht p2^ rin piip '22'tt2 und nicht 211,1b p2"2 rc.?" Nun, uns scheint, Herr Rabb. H. wird sich höflichst vor solchen Verteidigern bedanken. Jede religiöse That ist natürlich eine pflichtschuldige, sonst geschähe sie nicht; der Glaube aber muß durchaus nicht immer pflichtschuldig sein. So kann mancher Schriftsteller glauben, für seine Schrift Dies oder Jenes zu erlangen — er muß es aber nicht glauben. Doch Schade um jedes Wort; übersetzen wir lieber eine interessante Stelle im vorliegenden „Werke". „Aber, so wahr ich lebe, die Kritik hat selbst nach dem Jrrthume des Kritikers (soll heißen der einhundertsechsundsechzig Kritiker) nur in einer schlammigen Quelle und verderbtem Ur sprunge ihren Ausgang, ans Haß oder Neid, Ehrsucht oder Hochmuth; und darüber muß jeder in Wahrheit in der Thora Forschende bekümmert sein, wie ein Handhaber der Thora durch seine Ränke verdrehen kann, den Gottesstab aus seiner Hand zu werfen, daß er zur beißenden Schlange werde, er seinen Schwanz ergreift und zum Stabe der Verwundenden wird, und er erhebt den Stab und schlägt das Lasier — von welchem der Ausgang jeder edlen Tugend." Ebenso salbungsreich wie unsinnig. Uebrigens VO12 12122 Vvir.i ^2. (S. 17.) Verf, der nicht gerade karg in Selbstbeschreibung ist, beglückt uns jetzt mit einigen selbstbiographischen Skizzen, daß er all sein Leben lang im Glauben und Leben ein ganz braver Mensch gewesen, und wie seine Eltern und Großeltern an itt'2 ri'VQN glaubt (wärmsten Dank und Händedruck!); spricht natürlich wie immer unter fortwährenden Kniebeugungen und Elogen die Ueberzeugung aus, daß auch seine beiden Herren Patrone ein Gleiches thun. Wir geben das gern zu; es kommt aber daraus gar nicht an, sondern immer wieder nur auf die Mißverständnisse, welche aus deren Aussagen gefolgert werden können.—Dann kömmt wieder unsäglicher Bombast, durch den man sich immer schwerer hindurch arbeitet. — Zur Veränderung wieder ein „Pschättel": Selbst die Divergenz über 2'w2 zugegeben, hängt das Urtheil erst von der Meinungsdifferenz des 2221 und i2tti Tsch. 1117 ab; da ja auch hier nur höchstens falsche Interpretation den Jrrthum hervrrgerufen, weshalb also der Betreffende nach 12^1 nicht 1212 sei! — Nun da nach Sabbat 30 d. rücksichtlich 2112 '121 Proverb. 26, 5 gilt, so wolle« wir Einiges hierüber bemerken. Hiernach nämlich dürste ja i2tti Melach. XI 1 zu den Kraftworten des 2221, daß, wer die Ankunst des persönlichen Messias leugne^ .1"P1"V221 2'tt2Z2 1212 sei, nicht schweigen? — In der That ist auch dieses „Wörtchen" den übrigen dieser drolligen Schutzschrift vollkommen ebenbürtig, und nur eine Lügenhaftigkeit sonder Gleichen kan» das gerade Entgegengesetzte von einander abhängig machen. Dort meint 12x1 (vergl. v"2), daß ma» Einen nicht für 1212 erklären könne, der durch de» einfachen Wortsinn der WP122 zum Jrrthume gekommen; dies ist leicht zuzugeben. Hier aber ist es umgekehrt. Hier sprechen die sicher messianischen Stellen (von Cap. 53 ist hierbei gar nicht die Rede) mit der Tradition von einem persönlichen Messias, und wer diese klaren Bibelstellen solange herumdeutet, bis sie das sagen, was man sie gerne sagen lassen möchte, der ist nach i2tti, 2221 und Allen ohne Ausnahme .i"p i"22i .111221 2'tt'2)2 1212. Nehmen wir wiederholt Akt von solchem tendentiösen Treiben. — (S. 18.) Ein anderes Bild, etwas diplomatisch gehalten. ,W?nu man jene 2^12, gegen welche die Erklärung gerichtet, fragte, wie denkt ihr euch denn eigentlich die Organisation Israels als Messias; so würden diese gewiß antworten, Gott wird einen persönlichen Leiter 2'L?2 erwählen." In Wahrheit werden diese, die die Prophetieen auf das Volk beziehen, dieses wahrscheinlich bleiben lasten. Unser Vers., der zwar zu denen gehört, die so gern Alles gleich, wenn auch nicht muchen, doch wenigstens darstellen wollen, wünscht dies vielleicht Aber wenn das die Männer des Gesammt - Israels- Messias wollten, so konnten sie ja gleich bei unserer Ansicht bleiben. Nein, diese sagen, wie schon von Alters her einer und neuerdings unser Verf. (S. 7), 2'wiip 2V2, ob etwas laxer oder gewissenhafter, sind nur Lappalien. Wir von Grätz-Kompert Gnaden sind Messiasse; wir werden uns schon unsere Präsidenten oder unfern erblichen oder Wahlkönig wählen. Ob vom Hause David (die betreffenden Stellen darüber sind ja nur bildlich, unter der Leuchte des Nationalismus, zu nehmen), das werden wir uns schon überlegen. (S. 19.) Jetzt folgt wieder eine Partie dünkelhaftester Beleidigung der 168 Rabbinen, welche die Erklärung unterschrieben, wiederum als Oaptatio deosvolentios an die Privatadresse des Herrn Or. Hild. gerichtet. Dann wird, natürlich unter wiederholter Herabwürdigung derselben, die große Gelehrsamkeit ausgekramt, daß, im Falle die Aussage wirklich falsch, aber damals bei vorgefaßter Meinung gewissenhaft gewesen wäre, der Eid nach eingetretener besserer Einsicht keine GewissenSscrupel zu machen brauche -p^tt 12-. Obgleich nun sämmtliche sehr bekannten Beweise für vorliegenden Fall

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