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Der Israelit · 1864-06-22 · Heft 25 (22.6.1864) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 25 (22.6.1864)
Date
1864-06-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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331 uen vielen Wandlungen schon vorgethan hat, nicht die Religion und nicht die Glaubensgenossenschaft, nicht deren Heil nnd Gedeihen ist es, um was es ihm zu thnn war, sondern nur seine persönliche Geltung, sein Ehrgeiz und seine Eitelkeit, sein persönlicher Einfluß und sein persönlicher Vortheil." Und nun fragen wir noch einmal den unbefangenen Leser, trifft dieses Bild nicht zu? Aber wir werden uns durch die Wuth der Gegner nicht beirren lassen. Mögen sie immerhin sagen, daß unsere Bestrebungen feit dem Siege der Neaction in der politischen Welt, seit 18)0 datiren — wir werden nicht in den entgegengesetzten Fehler fallen und unsere Gegner mit der Revolution identisiciren. — Nicht wir haben den Streit und den Hader in die Gemeinden gebracht, die wir das Bestehende, das seit Jahrtausenden Bestehende, erhalten wollen, sondern diejenigen, die das Bestehende zu stürzen und zu vernichten sich bestreben. Unsre von Gott geoffenbarte, auf Bibel und Talmud basirende Religion ist von, ewig her eine geklärte und geläuterte .12112 'i riiO-r und braucht nicht erst von PH. und Consorten geläutert zu werden. — Auch wir erfreuen uns der socialen und politischen Freiheit, auch wir wollen die Thore der Ghettos nicht wieder aufbanen, wie in schmählichster Weise unsere Gegner zu behaupten nicht aufhören, aber das wollen wir: wir wollen uns unsere heilige Religion erhalten unverfälscht und unverkürzt, wir wollen uns die Sabbate und die Feiertage, die Speise- und Ehegefetze, den Glauben und die That nicht nehmen lasten, wir wollen unsere heilige Religion nicht verkaufen, nicht um Richter- oder Officiersstellen, nicht um Lehrstühle an Universitäten, noch um Sitze in den Häusern der Volksvertreter. Es ist uns kein Preis hoch genug, um den wir unser höchstes Gut losschlaj gen möchten, es ist uns zugleich kein Wehe zu schmerzlich, das wir um unseres Gottes willen nicht zu erleiden bereit wären. Was wir zu thnn haben, das ist vor allen Dingen, streng festznhalten an der geoffenbarten Gotteslehre nnd ihren Gesetzen, nicht zu wanken und nicht zu weichen, die Verleumdung, den Haß, die Lüge nnd die Beschimpfung von Seiten unserer Gegner gleichmüthig zu ertragen, dagegen in Familie, Schule, Synagoge und Gemeinde das Gute mit allen Kräften zu fördern — und jene Eintagsfliegen werden vergehen, wie sie gekommen, das Wort unseres Gottes aber besteht ewiglich. Das Wort unseres Gottes aber ist an uns Alle, Alle ergangen. Daher hat auch jeder Einzelne die Pflicht, für dessen Erhaltung, für dessen Bewahrung zu wachen und zu sorgen. Je schwieriger der Kampf, desto größer müssen bei uns Muth und Ausdauer, desto energischer muß unser Austreten, desto rückhaltloser unsere Hingebung sein, denn unsere heilige, angestammte Religion, unser größtes Kleinod seit mehr als drei Jahrtausenden, die ist es, die wir uns nicht nehmen lassen. Für sie haben unsere Väter ihr Blut vergossen, ihr Leben gelassen, sie wollen wir uns und unfern Kindern erhalten. ' Die Literatur des Äomprrt'schen Preßprocelses. (Schluß.) Auch des Herrn Prediger vr. A. Jellinek und dls von ihm gegründeten sogenannten i"2N2 wird sitzt erwähnt; über Beide denkt die Orthodoxie anders, v I-z der Vers. Doch ist einer Seits hier nicht der Ort, davon zu sprechen, theils haben wir uns fest vorgcnommen, nicht auf Persönlichkeiten einzugehen; und daß wir hier überhaupt diese kurze Bemerkung machen, ist nur die Absicht, zu verhüten, daß Schweigen für Zustimmung genommen werde. S. 14 bietet uns der Verf. zur Abwechslung etwas .mn '->211 „Zeitlebens, klagt er uns, quälte ich mich mit dem Verständnisse des Ausspruches des R. Hillel und hörte nie etwas Befriedigendes darüber, bis ich endlich von;ii8 ^.112 ^L2.iV§ii.i (!) 21.1 p'2pd^p' den wahren Sinn der Worte (2'i2i,i 2iii'2) hörte;" N. Hillel sagte dies nämlich bei einer religiösen Controverse mit einem Nazarener und will sagen, daß die Erhaltung und der Bestand der .mri nicht von der Ankunft des N'rr-O abhänge; ii>2-r aber ist — die Oblate*) (!!!) — dp piri O'p2.i 8iip 1121 ixL'.-i. Was Wunder, daß so prachtvolle;!mri) Alles hindrängt zum „.1^81.1 728". Was nun (^"i2.i^>) die wirklichen Erklärungen dieser schwierigen Stelle betrifft, so hat darüber schon Warb, -im Jeschuoth Meschicho Th. 2, Abschn. 1. Cap. 3 und R. Moses Jszerles im Thorath Haolah (beide citirt und erläutert vom Rabbiner Dr. Gugenheimer in Jeschurun Mon. Jjar d. I.) des Ausführlichen darüber gesprochen; in einem vom Herrn Or. W. Braune in Pesth versendeten Flugblatte glauben wir einmal die Erklärung gelesen zu haben, daß mit ^812-'^ im Gegensätze zum Reiche Juda, wo allerdings noch der Messias aus dem Hause David zu erwarten, das Reich Israel gemeint sei, welches in den Zeiten Jechiskajahus der gänzlichen Auflösung zuschritt; und 11^28 beziehe sich dann auf Salmanaffar. Da aber auch Israel in Verbindung mit Juda eine Zukunft hat, *) 8'.1 '2'2 1.l!)28 1222- 12822 1.1^28 l1>21 1k1211k1.12- 1227 '1812 ^2- 2N1 N12'L2 5>k18 122 5121122 12p.

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