Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 24 (15.6.1864)
- Date
- 1864-06-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447141-2447165--02686-2458037- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Pflichtrnäßigkeit" u. s. w. wübersetzt läßt. *) Wer aber die Pfbichtmäßigkeit derFolgeleistung anerf kennt aber glaubt, daß die entweder nicht iröthig oder den Zweck nicht erreiche **) oder dergl. nr., d er steht auf dem Boden des -non und unterscheidet sich von Elfterem wie Finsterniß vom Lichte. — Eine jetzt folgende wiederholte Beleidigung gegen die 166 Rabbinen, daß sie, weil sie nichts wußten, ('p2 .-»irr i'r-rV -ps>O) widergesetzlich gehandelt, stehtim entgegengesetzten Verhältnisse zum Werthe des Beleidigers (L"'LiQ.-ii 's- , braucht daher nur zur festgesetzten Charakterzeichnung des „unparteiischen, nicht aus Freundschaft oder Feindschaft" schreibenden Pamphletisten constatirt zu werden. Es folgt dann eine begütigende Redensart gegen Herrn Or. Hildesheimer; Jetzt nun geht der Verf. von der Theorie zur Praxis über, uyd halten wir es für dringend geboten, uns einmal mit ihm in Bezug auf das nicht nur von ihm, sondern auch von seinen Tendenz- (und Gesinnungs-?) Genossen erdichteteLüg engewebe und diefrechenBubenstücke ernstlich auseinanderzusetzen. Vers, schiebt uns eine Beleidigung gegen Herrn Nabb. Hororvitz, gegen Herrn Prediger Mannheimer und gegen die Wiener Gemeinde zu. Derselbe spricht dort, gelinde gesagt, ungeheuer schwülstig von den Verdiensten derselben. Gegen Letztere haben wir Nichts einzuwenden. Wir wissen, daß Herr R. Hororvitz zeitlebens ein frommes Leben geführt; daß derselbe aber zu großen Mißverständnissen Veranlassung gegeben, mußte constatirt werden. Niemand vielleicht war mit Herrn R. Hororvitz befreundeter, als Hr.Vr.H., Niemand vielleicht ehrt und verehrt dessen glorreiche Ahnen mehr, als wir; undHr. Di-. H. wie alle Gefertigten haben schweren Herzens diesen Kampf heraufbeschwören müssen, dessen wahrscheinliche Heftigkeit uns durchaus nicht entging; allein eben wie -re-v.-iv p sagt x-p.-isvrv vrpv.-r prr--, x npL» rinppn-i 'v' -s und so durften wir nicht schweigen, wo wir durch Schweigen nach unserer Ueberzeugung Sünder (pL^) geworden wären; Herr R. H. mag darüber anders denken, allein Jeder muß seine Pflicht thun. Hätten unsere Gegner auch nur die blässeste Idee von Achtung vor haben fMaim. Mamrim II, 2^) an diese Btbelstclle angelehnt wird. fSabb. 22, a. Succah 46, Zur Steuer der Wahrheit bemerken wir, daß tm ursprünglichen Entwürfe diese Worte in der That nicht stanken unv so auch in der ersten Veröffentlichung im „ Israelit" fehlen; aber nur reßhalb, well sie rn dem Worte negirt inbegriffen zu sein scheinen und eigentlich wirklich sind. Durch ein Monitum eines der ehrw. Herren Rabbiner, lieber etwas deutlicher zu sein, wurde die Erklärung in vorliegender Fassung unterfertigt, unduur darum kann es sich handeln. '*) So Maim. z.KSt.: MN VNQ PLPL Vi'Dr .npnim; -rr.-rr cn'p rp-w -Ql Ueberzeugung auch nach entgegengesetzter Richtung, sie würderr nicht so mit Beleidigungen rc. unrherwerseu- Aber so wissen sie nichts weiter als herabzruvnrdrgeu. und herabzusetzen, Lasier «mzulügen, den Glaubenstreuen Mißvergnügen au der politischen Freiheit zu erdichten u. drgl. m. Die in Rede stehenden Aeußerungen nun mit einer persönlichen Beleidigung zuconfundiren, dazu gehört eben jene niedrige Kriecherei, welche hierbei von Anfang an die Begriffe zu verwirren bemüht war. Da werden die gemeinsten Jnoectiven, wird die niederträchtigste Verleumdung vorgesucht, Alles ist Recht, wenn es nur zum Ziele führt. Aber ein ehrlicher Mensch macht sich aus allem diesem unzeitlichen „Krimskrams" keinen Pfifferling; je toller und gemeiner unsere Gegner verfahren^ desto schlimmer für sie. Was die von Herrn R. H. erzogenen „ Schüler ", welche mit gegen ihn aufgetreten sein sollen, betrifft, so heben wir, wenn sich dies bestätigen sollte, eine alte Antwort hervor, diejenige nämlich, welche unsere Weisen dem 'lirr pV-.-i' gegeben haben (Berach. 63 ».), nämlich O'-rt l-l.-n-iL' und ,-ivsn s'Xl prr 7ILP l'81. — Was Herrn Prediger Mannheimer betrifft, so stimmen wir gerne Ln das ganze Lob des Vers, über die seltene Edelmüthigkeit desselben ein; dessen im ganzen Leben betätigte unglaubliche Mühe zur Beförderung von jeder Art, und zwar für alle Nuancen der jüdischen Lebensweise, *) verdient wahrlich die höchste Bewunderung; und kann man in ritueller Beziehung auf einem ganz verschiedenen Standpunkte stehen lind dennoch so edle Züge gebührend bewundern. Eine beabsichtigte oder überhaupt nur geschehene Beleidigung gegen denselben hat aber nur der von Klatscherei lebende Theil der Presse herauf disputiren können. Die Wiener Gemeinde, deren Humanitätsbeftrebungen sowohl nach der allgemeinen menschlichen Seite wie nach der des jüdischen n"; sicherlich Jeder volle Gerechtigkeit und Anerkennung widerfahren lassen wird, soll auch beleidigt worden sein. Wie und wo? — das weiß mau nicht; hiervon schweigt die Geschichte. Von solchen Lächerlichkeiten zu reden ist wahrlich nicht der Mühe werth. (Schluß folgt.) *) Folgende Mustcrtbat wurde uns als verbürgt mitgetheilt. Es kam vor einer Reibe vonJabrcn ein ehrwürdiger alter Mann nach Wien, um die Mildthätigkeit f-iner-Glaubensgenossen für anzusprechen. Dem ihm gegebenen Rathe, in dieser Angelegenheit Herrn M. zu besuchen, weigerte er sich in den stärksten Ausdrücken, nackzukornmkn, weil er sein religiöser Antipode fei. Herr M. erfuhr dieß, srbloß daraus auf bis Charaktertüchtigkeit des Bctreffenden, sammelte für denselben alles nur Mögliche und schickte es ihm, dem Boten auftragend, einen andern, dem Empfänger gleichgesinnten Auftraggeber zu fingiren. Virtutd eorou».