Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 24 (15.6.1864)
- Date
- 1864-06-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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319 7,21 IS^'NI VX2 'Hu l2'2p21 vH-12 iHrkX 21'.1 212 )1)17H '1X2 px s2^1 212 .12X^2 ')'2 ^>2 V'LtlpI 2'v-npn 2')212 1'1 2k7X2, vergl. Rambam, MamrimIIl., und Lechem Mischna, Schechitah IV. 14, Eben Haefer IV Ende. Und diese Kara'i'm, sind sie nicht 2'2'vn gegen die Mhilisten der Gegenwart? Und wenn wir auch recht wissen, was sich zur allenfallsigen Beruhigung gegen diese ernstesten Mahnrufe des Gewissens sagen läßt; wenn wir wahrhaft froh sind, daß hier in ii2O)L7 '2 i)> L", wie z. B. O. CH. 199 Mag. Abr. 1; so soll man doch, besonders wenn man sich berufet, i'ivxi i)'iv2pi" p"ii O"p zu schreiben, der Wahrheit die Ehre geben, jede Sache beim rechten Namen nennen und nicht Dinge ineinandermischen, welche 2'2p22 1212 P1112 sind.*) Wir übergehen einen Passus, in welchem der höchst bescheidene Herr Vers, sich zum Moralprediger den 166 Rabbmen aufwirft; das gehört eben zum Handwerk. Wenn aber derselbe ihnen wiederum die Lüge in den Mund legt, von bestehenden Seelen im Jndenthume gesprochen zu haben, während er recht gut weiß, daß dieses mit keinem Sterbenswörtchen geschehen, und nur wie dessen Patron und der ganze Troß der Clienten desselben, den Leuten Sand in die Augen streuen will; so ist die Lügenhaftigkeit einfach wiederholt zu constatiren. Wenn es sich noch der Mühe lohnt, ob solcher — Wahrheilsumgehungen ein Wort zu verschwenden, so braucht man sich nur zu fragen: ob denn ein Gerichtshof, der, wie mir scheint, den landesgesetzlichen Codex besser kennen muß, als der Theologe irgendwelcher Confession, die gutachtliche Frage vorlegen wird, ob es, jm officiellen Sinne genommen, jüdische Secten gäbe. Das wäre mehr als sonderbar. Die Frage, wenn sie überhaupt Sinn haben soll, muß daher im moralisch-religiösen, nicht im juridischen Sinne gestellt gewesen sein, doch Schade um jedes Wort der Beweisführung, wo die schnödeste Willkür jeder Argumentation in's Gesicht schlägt. Wir wollen hier nun mit wenigen Worten den im Lapidarstyle geschriebenen Unsinn, in welchem sichder Verf. auf S. 11 u. 12 ergeht, zurückweisen. Die Erklärung sagt: das Judenthum bestehe aus 2"2wi S"p2i7ii. „Und aus weiter nichts?" fragt der ängst- *) Wenn Vers, sich vielleicht auf 2"2 p"O 2"' 2"i7 Leruft, nach dessen Citat dcn Maaßstab der 11212 1122 entscheidend und geltend macht, daß ja die Neueren theilweise wirklich humane, edle Menschen sind; so erwidere ich darauf, daß bier nicht vom allgemeinen Humanismus, sondern von der spreifisch jüdischen Tugend die Rede sein kann. Denn Elfteres besitzen ja die Karaim, wie uns Mehrere, welche in derKrimm sich längere Zeit aufhielten, versicherten, in hockst bewunderungswürdige, der russischen Regierung imponirenden Weise, welche Eigenthümlichkeit sich gewiß siit Jahrhunderten dattrt, vnd doch wird hier das schärfste Urthe l über sie ausgesprochen. liche Kritiker, „gibt es keine Richter in Israel, daß sich Jeder Gesetz und Rechte machen kann, welche weder Gesetze noch Rechte find . . . Dinge, die er sich erdacht?"*) „Ja," antwortet der unparteiische Vers., „Alles ist unter 2121 rH zu subsumiren." — Richtig. „Aber 1122." — Auch. — Auch? Nun da kommm wir in Collision mit Ediöth V, 6. —Nichts als, wenn bewußt, Täuschung, Komödie, wenn unbewußt Beschränktheit , erbarmungswürdige Schwachköpfigkeit. Die Sache verhält sich nämlich so. Wer irgend eine 121), weil sie seinen philosphischen Träumen widerspricht, von sich weist, wer aus Princip derselben den Rücken kehrt, der leugnet die Berechtigung der Weisen und negirt damit das Gebot 2121 dH. (XHL? pQ' ^P1 pQ' 8-7IV 2X2V dp 2'22ix 2« H'vx dx2c7**) — daselbst^ weshalb der Vers., der so plump ist, zu glauben, daß er auch die 166, welche sehr wohl wissen, was sie unterschrieben haben, und die nur irgend zurechnungsfähigen Leser, auf welche es überhaupt nur ankömmt, täuschen könne, wie schon oben erwähnt, diplomatischer Weise die Worte „die *) Wie berechtigt ist diese letzte Frage; nur ist sie an falsche Adressen gerichtet. Diejenigen „Geistlichen" sollte der Vers, fragen. welche durch Predigt und Druckpresse zur 2'P1N1 122 12'L2 sübreu; daß nämlich das rationelle Auffassen des Judenlhums unter dem Gesichtspunkte des jedesmaligen Zeitgeistes über dem Buchstaben des Ne'.igionsgesetzcs stehe; diejenigen, welche 1122 12111 so hoch halten, daß sie 166 2')22, darunter die bedeutendsten, öffentlich lächerlich za machen suchen, was übrigens auf die frechen Beleidiger selbst zurückfällt; die Fabrikatoren soleher selbstgemachten 2'P111 12 möge der Versfragen. **) Ucber den Zweck dieses wichtigen Gebotes vergs. Rambam 2"2 2'P2S ^11, desgl. die sehr belehrende Jntpt. des;"222 zur Stelle; desgl. 256 '1X202 212 ^22 -H'V2 '22X ^22 l"2l7 : X"l2 XII V2.1 IX 7112211 ks'21.2vergl. auch das. 377 s. v. d., eine ausführliche Erklärung dieses Sifri; vergl. auch '"l72 zu St. nebst Erläuterungen in '12212 und 2'22I2 'ILlv, wie im 21X'2. Diese übereinstimmende Erklärung gewinnt an Gewißheit, wenn man den Wortlaut des Sifri in rnsecen Ausgaben, welche etwas in der Lesart bei '"«72 abweicht, vergleicht. Es heißt dort: 1')'P2 2'X22 H'7X das heißt, wenn sie dir nach deiner Meinung das Entgegengesetzte der Wahrheit zu zeigen scheinen. Auch der Nachsatz Lei 'W2 : '121 221X X11I7 2"l721 (ver übrigens in unseren Ausg. nicht siebt) ist nur dadurch richtig zu erklären, daß er die hockst wichtige Maxime ausspricht, daß auch, was mit unserer Ansicht über.insitmmt, nicht deßhalb von uns gethan werden soll, weil es uns convenirt, sondern nur weil unsere Weisen, alS die zur Thoraerklärung von Gott Eingesetzten, cs anbefrhlen. Allerdings ist dies rin selbstverständlicher Schluß (2"l72l), denn wenn wir ihren Vorschriften selbst gegen unsere Ueberzeugung die Ehre grb.'N, wie viel mehr hat das mit unserer Ueberzeugung , Congruente nur um ihrer d. d. um Gottes Willen zu geschehen. Welche Ignoranz der Vers, übrigens entwickele, indem er den 1121) die moralische Kraft des 2121 x°? absprechen will, geht schon daraus hervor, daß gerade für die 1DP1 (welche eben mit dm 1121) die gleiche und zwar die größte Kraft aller