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Der Israelit · 1864-06-15 · Heft 24 (15.6.1864) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 24 (15.6.1864)
Date
1864-06-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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316 Die Literatur -es ÄompertMe« Preßprocefles. (Fortsetzung.) Es würde übrigens auch eventualiter der Beweis mit gütiger Erlaubmß des Herrn Vers, etwas hinkend sein. Denn auch wer die Einheit Gottes leugnet, wird für uns nicht als außerhalb des Judenthums stehend betrachtet; auch er bleibt, wie obiges Citat aus Deut, unzweifelhaft sagt und von allen Alten behauptet wird, wie jeder andere 2212 dennoch '21.2'.*) — Es bleibt uns noch das Citat (Megillah 13 a.) 2212.2 ^2 '21,2' X2pi 7"p2 zu besprechen übrig. Nun, wenn man dies so aus dem Zusammenhänge gerissen, hinsteüt, kann man vielleicht bei Leichtgläubigen Glauben finden. In Wahrheit aber schaut die Sache wieder etwas anders aus. Es wird nämlich dort darüber discutirt, daß Mordechai (Esther II 5) als dem Stamme Ben¬ *) Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch mit wenigen Worten Von der Stelle sprechen, auf welche sich ein „gelehrter Ketzer" in der „Neuzeit" so selbstbewußt und herausfordernd beruft; nämlich 72"p'OX"l2 7"222 eä. Livorno (i" einer anderen Ausg. soll, wie uns ein Freund schreibt, das gerade Gegenthcil stehen). 7"222 sagt daselbst, daß, wer in einer metaphysischen Verirrung 2"p2IN2 für einen Gott halte, sehr sträflich handle, aber eben weil durch verderbliches Nachdenken irre geleitet kein 2L12 sei, ganz ebensowenig wie Einer, der einen der Glaubensgrnndsätze durch Bethörung seines irregeleiteten Denkens verleugnet. Zum Beweise hat man Rabbi Hillel trotz seines bekannten, perhorrescirten Ausspruches doch als Amora respectirt. „Steht dies im 7"222 oder nicht?" Ja, antworten wir, es steht in unserer Ausgabe. Nun aber ist die Fragestellung an uns. Beweist dies, was es Euch beweisen soll? Ja oder nein? — Nein, ist die entschiedene Antwort jedes Wahrheitliebrnden. Irregeleitetes Denken involvirt da nicht das Pradicat 2212, wo entweder da-Denken selbst ein relativ freies, weis sich in 2'X'211 221kl keine klare und deutliche Angaben darüber finden, wie z. B. bet 2^1P V21.2 22XV.2 ,2^71.2 u. dergl.; oder ob .2"p2Lt2 Göttlichkeit hatte, worüber direkt nichts in der 71217V steht; oder wo innerhalb der Anschauung der ausdrücklichen biblischen Verheißung Jrrthümrr Vorkommen; dies war nach Ansicht des 7"222 bet Rabbi Hillel, welcher glaubte, daß die natürlich auch von ihm, wie von jedem Anderen wörtlich genommene biblische Verheißung eines persönlichen Messias durch ^'j27I2 erfüllt sei, der Fall. Nicht aber wie im vorliegenden Falle, wenn Jemand nicht an die in 2'X'211 »22171 ausgesprochene Ankunft des persönlichen Messias glaubt, sie in ihr gerades Gegentbeil hinüberdeutet. Hier schützt die Verirrung des Denkens nicht, denn dies Denken selbst schon ist die ,22'22. Radbas ist daher in voller Uebereinsiimmung mit seinem Lehrer, der zugleich Lehrer ganz Israels ist, wenn er Hilchoth Melachim IX, 1. rücksichtlich des Glaubens an den Messias sagt 12 P2X2 11'XV '2 ^>21 drin 22^)3 2'X'21 2XV2 x'? 171X'2^> 712N2 11'XV '0 irr '131 ->"21 227712 rHx -1213. Dies ist klar wie der Tag. jamin und dem Stamme Juda angehörig bezeichnet «erde; er war in der That (meint R. Jochanan) aus dem ersteren Stamme, wird aber Jehudi genannt, weil er der Einzige war, der i"p verleugnet«. — Der Einzige? fragt p2p^>x nvdn '2 im 'dn 2122 (f. 61 a.) verwundert, und doch war nach Ansicht der Weisen der größte Theil jener Generation sehr fromm, und doch war ^x 2121221 ^2221 '2x^2 ''->27 'iri darunter; sie alle haben 7"p gedient, und M. allein nicht? Das ist unmöglich. R. S. Alkabaz erklärt daher diese Stelle so, wie sie nothwendig erklärt werden muß. wenn man nicht das Unmögliche für möglich halten will: Auf Grund eurer sehr ausführlichen Stelle im nun '2 zu 'w.i VII. 5 kömmt derselbe zu der Jnterp., daß dem M. nicht wegen der Enthaltung von der groben 7"p das Epitheton '-uw beigelegt sei, sondern weil er es nicht wie andre, übrigens sehr edle Führer des Volkes für gerathen hielt, dem Kampfe für Gott gegen den nun angeblich aufgestellten Götzen (1^2 ^oiiix) auszuweichen; sondern den heißesten Kampf selbst gegen den Schein von i"p um des gege nt heiligen 2^.1 ^2 willen positiv aufnahm. Wer also so recht um des Prinzips der Leugnung jeder auch der nur vorgeblichen x"z? den Kampf aufnimmt, der ist in Wahrheit '212', nicht aber schon, wer den Fetischismus perhorrescirt. — Auch den O'pnu hat man den Weg der Reue nicht verschlossen, fährt der Vers, zu demonstriren fort. (Prachtvoll, wer will denn das heute? Wollte Gott, alle Gesetzesleugner kehrten reuig zurück; wir würden sie gewiß mit offenen Armen aufnehmen) und sie gegen ihren Willen als innerhalb der Religionspflicht betrachtet und hat ihnen nur die Glaubhaftigkeit abgesprochen. (Nun, Herr Weiß, warum brechen Sie denn, der Sie Sich rühmen, stets die Prinzipien der 2^2 p tapfer gegen ihre Angreifer vertheidigt zu haben, nicht einmal eine Lanze für 2^122^1 212p!? 2112s gewisser Leute, wie dies z. B. Herr 1)r. H. gegen Ihren Kampfgenossen Herrn H. B. Fassel gethan?) „und hat sich von ihnen so fern als möglich gehalten, weil man fürchtete, daß die Kinder 2'i72O seien" —. Nun??? —. Doch dies wäre ein wenig zu unbequem, nicht wahr, mein Lieber? Jeder Mensch hat seine Grmzen, niliij uivais. Der zur unbedingten Liebe und Brüderlichkeit einladende Vers, macht S. 10 noch einige Anstrengungen, Argumente, hergenommen von der relativen Glimpflichkeit, mit welcher die Men gegen O'niO'2i O'pi-ur umgingen, behufs der Einschläferung herbeizuschaffen. Es ist dies nämlich eine Stelle in 2122 ins ri"in; zufälliger Weise hat aber der Verf. vergessen, (?) uns den Schluß ebendeffelbigen CitateS nntzutheilen, wo es heißt, VX2 '1^2 p2?N2 vx ix '121 2'Viip2N '2 '->p2, wozu als Ergänzung ä'O '712VX ^233, welcher sagt 1X321.2 WX2P2 I^x '2

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